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Schultheater

21.05.2015

Tausendschön und Drosselbart

Viel Applaus erhielten die Schüler der Schulspielgruppe und Lehrerin Michaela Refle-Schmidbauer für ihr gelungenes Theaterstück.
Bild: Karin Marz

Walkertshofer Kinder erzählen eine rührende Geschichte. Dem Rektor ist das so wichtig wie Rechnen und Schreiben

Sieben Töchter zu haben ist nicht einfach, vor allem dann nicht, wenn sie ziemlich eingebildet, wählerisch und unzufrieden sind. So erging es auch König Drosselbart. In die Rollen des Märchens „Prinzessin Tausendschön und König Drosselbart“ schlüpften die Kinder der Schulspielgruppe der Grundschule Walkertshofen. Sie verstanden es hervorragend, eine schöne Geschichte zu erzählen und das nervenaufreibende Prozedere darzustellen, als das Königspaar versuchte, ihre Tochter, Prinzessin Tausendschön, zu verheiraten.

Nicht schwer gefallen ist es den jungen Schauspielerinnen, die anspruchsvollen Königstöchter zu spielen. Egal, ob sich ein Prinz Donnerschock, der Wölfe mit Donner schocken konnte, oder ein Prinz Drosselbart, der nichts als sich selbst zu bieten hatte, vorstellte.

An allen hatten die wählerischen Prinzessinnen und vor allem Prinzessin Tausendschön etwas auszusetzen. Schließlich platzte dem König der Kragen und Prinzessin Tausendschön musste den nächstbesten Bettler heiraten. Die Darstellerin der Prinzessin Tausendschön zeigte beeindruckend den Wechsel von der hochnäsigen Tochter zur armen Bettlersfrau, die ziemlich unglücklich darüber war, dass sie König Drosselbart abgewiesen hatte. Denn der besaß, wie sich herausstellte, große Reichtümer. Mehrere Schüler liefen mit gemalten Bildern von den Besitztümern des Königs in den Händen über die Bühne.

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Mit lautem Gepolter zerbrach schließlich das ganze Geschirr von Prinzessin Tausendschön, das sie auf dem Markt hätte verkaufen sollen. Völlig verzweifelt musste sie dann als Küchenmagd ins Schloss und allen Gästen im Schlosssaal die Schuhe putzen.

Und wie es eben im Märchen so ist, hatte auch dieses Theaterstück ein glückliches Ende und der arme Bettler erwies sich als der reiche König Drosselbart, der der hochmütigen Prinzessin Tausendschön zuvor eine Lehre erteilt hatte. Mit „Und wenn wir nicht gestorben sind, dann leben wir noch heute“ beendete die Schulspielgruppe ihre Aufführung und erhielt dafür viel Applaus.

Erstklassig einstudiert hatte das Stück die Lehrerin Michaela Refle-Schmidbauer, die mit ihren Schauspielschülern die im Publikum sitzenden Eltern, Lehrer und Schüler begeisterte. Besonders auch deshalb, weil neben dem Schauspiel auch die prächtigen Kleider der Schülerinnen und die Bühnenausstattung die Zuschauer überzeugten.

Erst vor einer Woche erhielt die Bühne im Theatersaal der Schule eine professionelle Beleuchtung, mit der das Licht der jeweiligen Situation angepasst werden konnte. Auch musikalisch überzeugte die Theateraufführung. Roland Dworschak und seine Flötengruppe sorgten für die passende Umrahmung.

„Schule ist nicht nur da, um Rechnen, Schreiben und Lesen zu vermitteln, sondern auch um ihnen Selbstvertrauen zu vermitteln“, betonte Rektor Gerhard Gerum. Und dies ist der Schule mit dieser Vorführung wieder einmal gelungen.

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