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Landkreis Augsburg

27.12.2020

Terrorzelle, Bluttat und ausgebrannte Teslas beschäftigen die Polizei

Bei einem Garagenbrand wurden in Schwabmünchen zwei Teslas zerstört.
Bild: Christian Kruppe (Archiv)

Plus Was in diesem Jahr die Polizei und die Feuerwehr im südlichen Landkreis Augsburg auf Trab gehalten hat: ein Jahresrückblick.

2020 war so ein Jahr, in dem wir auf vieles gerne verzichtet hätten – vor allem natürlich auf die Coronapandemie, aber auch auf die vielen Einsätze, die Polizei und Feuerwehr auf Trab hielten. Auch im südlichen Landkreis Augsburg gab es in diesem Jahr einige schlimme Unfälle, Unglücke und Verbrechen. Ein Überblick.

Der mutmaßliche Chef der rechten Terrorzelle lebte in Mickhausen

Im Februar deckte die Polizei ein rechtes Terrornetzwerk auf. Die Mitglieder kamen aus ganz Deutschland – ihr mutmaßlicher Chef lebte in Mickhausen und wurde dort auch festgenommen. Kontakte zu den Einwohnern des Staudenortes hatte der 54-Jährige kaum. Die mutmaßlichen Neonazis sollen Anschläge auf Politiker, Asylbewerber und Muslime geplant haben. Im November hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen zwölf Männer erhoben.

In diesem Haus in Mickhausen lebte der mutmaßliche Anführer einer rechten Terrorzelle.
Bild: Christian Kruppe (Archiv)

Ein 69 Jahre alter Mann soll Anfang August seine frühere Lebensgefährtin getötet haben. Anschließend, so ergaben die Ermittlungen der Polizei, ist der Mann, der aus dem Landkreis Günzburg stammt, 30 Kilometer nach Gersthofen gefahren, wo er versucht hat, sich mit einem Messer in einem Hotel das Leben zu nehmen. Ein Gast entdeckte ihn auf der Toilette. Für die Frau in Graben kam dagegen jede Hilfe zu spät. Der dringend Tatverdächtige kam in die Psychiatrie. Über das Motiv für die Bluttat machten die Ermittler bislang keine Angaben.

Zwei teure Elektroautos brennen in einer Garage in Schwabmünchen aus

Zwei teure Elektroautos sind im Juli in einer Garage in Schwabmünchen ausgebrannt. Bei einem Auto handelte es sich um einen „Ur-Tesla“, das erste Auto, das Elon Musk auf den Markt gebracht hat. Der Schaden liegt über 100.000 Euro. Außerdem brannte ein weiterer Tesla ab, dessen Neupreis seinerzeit bei 100.000 Euro lag. Die Batterie eines Elektrorollers war nach den Erkenntnissen der Polizei die Ursache für einen Garagenbrand.

Vandalismus-Serie in Bobingen

Seit September beschäftigt eine Vandalismus-Serie die Bobinger Polizei. Immer wieder gibt es seither Meldungen über zerstörte Bänke, zerschlagene Scheiben, demolierte Toiletten oder gar ein angezündetes Insektenhotel und Papiertonnen. Der Schaden hatte sich auf über 10.000 Euro summiert.

Seit Oktober wird ein 21 Jahre alter Bergsportler aus Untermeitingen vermisst. Der Student hatte sich zu einer Tour im Watzmann-Gebiet im Landkreis Berchtesgaden aufgemacht. Mit Drohnen und Hubschraubern hatten die Einsatzkräfte nach dem Mann gesucht – leider vergeblich.

Ein 18-Jähriger war im November beim Angeln in den fünf Grad kalten Birkensee bei Gennach gestürzt. Sein 22-jähriger Freund sprang hinterher und versuchte ihn ans Ufer zu ziehen. Er schaffte es jedoch nicht, den inzwischen bewusstlosen Angler die Böschung heraufzuziehen, weswegen er noch im Wasser einen Notruf mit dem Handy absetzte und mit dem fest umklammerten Freund auf Hilfe wartete. Die Rettungskräfte konnten den zwischenzeitlich völlig entkräfteten 22-Jährigen zusammen mit seinem bewusstlosen Freund ans Ufer ziehen.

Großbrand in Hiltenfingen: Es war wohl Brandstiftung

In Hiltenfingen entstand bei einem Großbrand in der ehemaligen Zahnradfabrik Haugg im September ein Schaden von 250.000 Euro. Die Polizei hat, wie Anfang Dezember bekannt wurde, einen 31-Jährigen als mutmaßlichen Brandstifter im Visier.

Ein 41 Jahre alter Mann ist im Juli in Bobingen bei einem Unfall tödlich verunglückt. Er kam mit seinem Auto ins Schleudern und prallte gegen einen Baum.

Tödliche Kopfverletzungen zog sich ein 66-jähriger Radfahrer im September bei einem Sturz bei Großaitingen zu. Der Mann aus dem Landkreis war alleine unterwegs und trug nach Polizeiangaben keinen Helm.

Auf dem Lechfeld soll Anfang August ein 69 Jahre alter Mann seine 66-jährige ehemalige Lebensgefährtin getötet haben.
Bild: Christian Kruppe

In einer Gemeinde auf dem Lechfeld kam es im August zu einem größeren Polizeieinsatz. Zwei Brüder (26 und 24 Jahre alt) waren in Streit geraten. Der 24-Jährige rammte ein Messer in eine Tür, hinter der sich seine Mutter und der andere Bruder versteckt hatten. Während des Einsatzes entdeckten die Beamten in dem Haus zufällig ein Waffenarsenal mit Softairwaffen und der dazugehörigen Schutzausstattung. Wie die Ermittlungen ergaben, gehörten die Sachen dem 26-Jährigen, der die Polizei verständigt hatte.

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