Mittelneufnach

26.12.2017

Training für Spürnasen

Rettungshunde suchen zusammen mit ihren Führern nach Vermissten oder in Not geratene Menschen. Auch die Rettungshundestaffel aus Mittelneufnach mit ihrem Vorsitzenden Andreas Graf Riebler von Rowell widmet sich diesem Bereich mit feiner Nase und gutem Gespür.

Tschako, Arco, Bella und Co. können bei Katastrophen und Vermisstenfällen eingesetzt werden.  

Die Rettungshundestaffel Augsburg und Umland mit Sitz in Mittelneufnach mausert sich. Die „Super-Spürnasen“ Tschako, Prinzessin Motte, Arco, Bobbi, Kira, Bella und Co. um Initiator Andreas Graf Riebler von Rowell sind mittlerweile in einem eingetragenen Verein tätig. Zudem wurde die Mittelneufnacher Truppe in den Bundesverband Rettungshunde (BRH) aufgenommen.

Die Staffel aus Mittelneufnach ist nun in diesem Verband die 13. Gruppe dieser Art in Bayern. In ganz Deutschland gibt es 87 dieser Teams. Dabei hat sich die Staffel aus den Stauden längst aus ihrem Anfangsstadium gelöst. Waren es im Februar bei der Gründung noch drei Rettungshunde, so hat sich die Anzahl bis heute deutlich erhöht. Damit ist die Region nun bei der Suchleistung mit Rettungshunden bestens aufgestellt.

Auch andere Verbände haben Suchhunde

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Neben den Mittelneufnachern gibt es unter dem Dach anderer Organisationen noch weitere Suchteams, die bei Katastrophen oder Vermisstenfällen angefordert werden können: Beispielsweise Rettungshundestaffeln der Rot-Kreuz-Kreisverbände Augsburg-Stadt, Landsberg und Günzburg sowie die DLRG-Hunde in Augsburg/Aichach-Friedberg. Durch dieses Netz sind schnelle Einsätze bei lebensbedrohlichen Situationen im Bereich des Katastrophen- und Bevölkerungsschutzes gewährleistet.

Die Vierbeiner und ihre Führer aus Mittelneufnach haben bisher noch keinen echten Notfall absolviert. Trümmereinsätze seien aufgrund der Geografie in Deutschland eher selten, resümiert der geprüfte Rettungshundeführer Graf Riebler von Rowell. „Durch die Ausbildung in Kiesgruben und auf dem Gelände einer Abbruchfirma sind die einzelnen Teams in der Flächen- und Trümmersuche jedoch sehr gut in Form.“

Training für alle Fälle

So seien für die Hundeteams spezielle Szenarien, aber auch Großschadens-, Amok- und Terrorlagen nachgestellt worden, damit verschüttete und vermisste Menschen rasch geborgen werden können. Damit sei im Ernstfalle ein optimaler Einsatz gewährleistet.

Über die Fähigkeiten der Spürnasen konnte sich bereits ein Teil der Bevölkerung überzeugen. So durften die Besucher eines Kindergartenfestes sich getarnt verstecken und von den Vierbeinern in kürzester Zeit finden lassen.

Aber nicht nur das Training steht bei der Stauden-Staffel im Mittelpunkt. Auch der Erfahrungsaustausch mit den anderen Rettungshundestaffeln in den Räumen Donau-Iller, Fürstenfeldbruck und Ulm habe Priorität, ebenso die Entwicklung und die kontinuierliche Verbesserung gemeinsamer Ausbildungs- und Einsatzrichtlinien, sagen die Mitglieder.

Welche Bedeutung die Vierbeiner mit ihrer feinen Nase für die Gesellschaft haben, verdeutlicht Graf Riebler von Rowell mit einer Zahl: „Im vergangenen Jahr wurden mehr als 60 Menschen von BRH-Teams gefunden.“ Das spreche eindrucksvoll für die Qualität der Hundeortung.

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