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23.07.2010

Trevira kündigt schwarze Zahlen und neues Produkt an

Bobingen Gute Nachrichten meldet die Trevira GmbH in Bobingen: In einer Presseerklärung verlautbarte sie gestern: Die Geschäftszahlen des zweiten Quartals 2010 lägen erneut über den Erwartungen. "Wir haben das erste Halbjahr mit rund 120 Millionen Euro Umsatz abgeschlossen und liegen damit gut zehn Prozent über unserer Planzahl", erklärt Geschäftsführer Uwe Wöhner.

Die Gründe für die stabile positive Entwicklung des Faserspezialisten seien vielfältig. Zum einen habe die anhaltende Erholung der Konjunktur in den letzten Monaten für eine stabile Nachfrage seitens der Textilindustrie gesorgt. Weiterhin würden sich verstärkt die positiven Auswirkungen des umfangreichen Restrukturierungs- und Kostensenkungsprogramms zeigen. "Diese ersten sechs Monate der neuen Trevira sind sehr erfolgreich gelaufen; wir haben alle unsere gesteckten Ziele erreicht und die meisten sogar übertroffen", so Wöhner. Die Kapazitäten seien voll ausgelastet und die Signale von den Kunden unverändert positiv.

Der Mengenabsatz fiel laut Trevira in allen Segmenten höher als erwartet aus. Besonders bei den schwer entflammbaren Fasern und Garnen seien deutliche Zuwächse zu verzeichnen. Im Automobilbereich mache sich die gute Auftragslage bei den Autobauern bemerkbar, und bei pillarmen Fasern für Bekleidung zeige vor allem das Exportgeschäft eine erfreuliche Entwicklung. Auch bei dem weiterhin sehr stabilen Geschäft mit Stapelfasern für Vliesstoffe und technische Einsatzgebiete lägen die Mengen über Planniveau.

"Wir haben in den ersten sechs Monaten eine gute Basis für ein eigenständig operierendes Unternehmen geschaffen, und wir erwarten auch für das zweite Halbjahr ein solides Geschäft mit sich weiter stabilisierenden Umsätzen", sagt Uwe Wöhner. Damit werde das Unternehmen - wie geplant - einen positiven Ergebnisbeitrag erwirtschaften. Wichtig für die ganze Branche sei nun, dass die Konjunkturerholung ihren Schwung beibehalte und dass die Rohstoffkosten nicht weiter steigen werden. Das Trevira Geschäft stehe aber auf soliden Füßen und sei langfristig gesichert.

Trevira kündigt schwarze Zahlen und neues Produkt an

Neu: Nachhaltige Fasern aus Pflanzenrohstoff

Im Rahmen der Pläne zur weiteren Konzentration des Geschäfts auf hochwertige Spezialfasern hat Trevira im Juni eine Lizenzvereinbarung mit NatureWorks LLC (USA) abgeschlossen und wird künftig auch Fasern aus PLA-Biopolymeren (Ingeo®) anbieten. Ingeo wird aus erneuerbaren Pflanzenrohstoffen hergestellt, wodurch im Vergleich mit konventionellen Polymeren bei der Produktion von Granulat bis zu 85 Prozent weniger Treibhausgase freigesetzt und bis zu 69 Prozent weniger Energie verbraucht werden. (pit)

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