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Bobingen

10.01.2017

Über 7500 Stunden für das Wohl anderer

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Geehrt wurden bei der Freiwilligen Feuerwehr Bobingen: Peter Staible (Zweiter von links, danach von links), Marcus Fischer, Michael Achberger, Bernd Geißler, Bernhard Kohl und Markus Nowak. Es gratulierten Kreisbrandinspektor Alfred Zinsmeister (ganz links), Bürgermeister Bernd Müller (Dritter von rechts) und Kommandant Walter Mayr (ganz rechts).
Bild: Anja Fischer

Die Freiwillige Feuerwehr Bobingen rettet Menschen, löscht Brände und hilft auch in anderen Notfällen.

Insgesamt 16 Brandeinsätze und 84 Fälle mit technischer Hilfeleistung – das ist die Bilanz eines „verhältnismäßig ruhigen Jahres“, so der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Bobingen, Walter Mayr. „Wir wurden zu zehn Kleinbränden, zwei Mittelbränden und einem Großbrand gerufen“, sagte Mayr bei der Jahreshauptversammlung. So gab es brennenden Unrat in Gärten, brennendes Stroh, einen Kellerbrand, eine Gartenhütte und einen Dachstuhlbrand zu löschen. „Dafür wendeten wir 478 Einsatzstunden auf“, so der Kommandant.

Der Bereich der technischen Hilfeleistung nahm mehr Zeit in Anspruch. 855 Einsatzstunden wendeten die Kameraden hierfür auf. Dabei zeigte sich wieder einmal, wie vielfältig das Einsatzspektrum der freiwilligen Feuerwehren ist. Von eiligen Wohnungsöffnungen über die Beseitigung von Ölspuren bis zu Hochwassereinsätzen und der Hilfe bei Sturmschäden reicht die Palette. Dazu gehörten ebenso Hilfe bei Wasserschäden, Absicherung und Rettung bei Verkehrsunfällen oder das Zurücktreiben ausgerissener Kühe in den heimatlichen Stall. „Insgesamt achtmal wurden wir zudem zu First-Responder-Einsätzen gerufen. Dabei helfen wir dem Rettungsdienst aus, wenn dieser keine Einsatzmittel mehr frei hat“, sagte Kommandant Mayr, der als spektakulärsten Einsatz einen umgestürzten Mobilkran bei der Firma Polywert bezeichnete. „Glücklicherweise kam hierbei niemand zu Schaden“, so Mayr.

16 Fehlalarme im Jahr

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Doch nicht immer ist wirklich Not am Mann, wenn die Wehrmänner zu einen Einsatz eilen. Insgesamt 16 Fehlalarmierungen hatte die Bobinger Wehr hinzunehmen, eine Zahl, die im Durchschnitt der vergangenen Jahre lag.

Doch meist sind die aktiven Mitglieder stark gefordert, sobald der Alarm losgeht. 23 Personen konnten gerettet, vier leider nur noch tot geborgen werden. Dafür wurden 1659 Einsatzstunden aufgewandt. Um in jedem Fall richtig reagieren zu können, steht die Aus-, Fort- und Weiterbildung bei den freiwilligen Feuerwehren nicht nur in Bobingen an erster Stelle. Die Kameraden um Kommandant Walter Mayr und den stellvertretenden Kommandanten Bernhard Kohl investierten im vergangenen Jahr in der Vorbereitung 5870 Stunden ihrer Freizeit, um für den Ernstfall gerüstet zu sein.

Überschlagen bedeutete das: Gut 7500 Stunden wurden von den Feuerwehrleuten in Bobingen unmittelbar oder mittelbar zum Wohle der Bevölkerung eingesetzt, wie Bürgermeister Bernd Müller in seinem Grußwort betonte. „Es kann sich schnell ändern, dass aus einem ruhigen Jahr wieder ein einsatzreiches Jahr wird“, meinte er. „Deshalb ist die Bereitschaft, die Freizeit zu opfern, besonders lobenswert.“ Müller erinnerte auch an die Nachbarschaftshilfe für die Stadt Augsburg anlässlich der Bombenentschärfung am ersten Weihnachtsfeiertag. Hierzu waren zehn Kameraden aus Bobingen angefordert worden – noch viel mehr wären aber bereit gewesen, zu helfen. „Es ist toll, dass so viel Übungswillen in Bobingen da ist, um für den Notfall gewappnet zu sein“, lobte Müller.

Einsatz während der Bombenentschärfung

Auch Kreisbrandrat Alfred Zinsmeister bedankte sich seitens der Inspektion für die allseits gute Zusammenarbeit und lobte den tollen Einsatz während der Bombenentschärfung. „Hier sieht man wieder einmal, wie die Feuerwehren im Landkreis zusammenstehen – wir hatten in nur ein paar Stunden unglaublich viele Freiwillige zur Hilfe gemeldet“, erklärte Zinsmeister.

Auch im beginnenden Jahr wird die Freiwillige Feuerwehr Bobingen wieder alle Kräfte zum Wohle der Bevölkerung einsetzen. Die ersten Einsätze wurden bereits bewältigt, die ersten Personen gerettet.

Um auch für die Feuerwehr selbst die Weichen für die Zukunft zu stellen, musste die Versammlung über mehrere Satzungsänderungen entscheiden, die den Verein künftig zum „eingetragenen Verein“ und damit zukunftsfähig machen.

Die Ehrungen für 25 Jahre aktiven Dienst galten diesmal Michael Achberger, Marcus Fischer, Bernd Geißler, Albert Kohl, Bernhard Kohl, Markus Nowak und Peter Staible.

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