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Kunst

30.03.2015

Überzeugende Unschärfe in Öl auf Leinwand

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2 Bilder
Freude über den Erfolg des ersten Schäfer-Kunstpreises: (von links) Kunstvereinsvorsitzende Kersten Thieler-Küchle, Preisträgerin Kerstin Skringer und das Stifterehepaar Peter und Sylvia Schäfer. Positives Echo und viel Interesse fand die Ausstellung Grau-Werte anlässlich der Verleihung des Schäfer-Kunstpreises.
Bild: Ingeborg Anderson

Der erste Schäfer-Kunstpreis aus Schwabmünchen geht an die Augsburger Künstlerin Kerstin Skringer. Es gab insgesamt 109 Bewerber

Mit Spannung erwarteten weit mehr als 100 Gäste im Kunsthaus die erstmalige Verleihung des Schäfer-Kunstpreises des Schwabmünchner Kunstvereins. Das Unternehmerehepaar Sylvia und Peter Schäfer hatte den mit 1000 Euro dotierten Preis gestiftet weil „gerade für die Familie Kunst und Kultur wichtig sind und weil wir gerne hier leben“, wie Peter Schäfer in seinem Grußwort sagte. Seine Frau Sylvia, die als Jurymitglied an der Bewertung der 109 Bewerber und der Auswahl der Siegerarbeiten teilgenommen hatte, fand: „Es war sehr spannend. Alle Einreichungen waren auf hohem künstlerischen Niveau, aber dann herrschte doch Einigkeit über den ersten Preisträger.“

Und die Entscheidung der fünfköpfigen Jury war auf die in Augsburg lebende Malerin Kerstin Skringer gefallen. Sie überzeugte mit ihren, an verschwommene Schwarz-Weiß-Fotos erinnernden Gemälden in Öl auf Leinwand.

Ihre Motive sind architektonische Elemente, deren diffus gehaltene Konturen die Gegenständlichkeit nahezu auflösen. Skringers, zu reduzierter Farbigkeit tendierende Arbeitsweise kam dem Motto der Ausschreibung entgegen. „Grau-Werte“ lautete es und wie Kunstvereinsvorsitzende Kersten Thieler-Küchle eingangs ausführte, haben die Teilnehmer an der Ausschreibung das Grau in allen Nuancierungen ausgelotet. Sowohl als Farbkompositionen als auch in der Darstellung gesellschaftlicher und individueller Grauzonen.

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Die Zukunft wird mit dem Kunstverein abgestimmt

So begleitet eine insgesamt sehr interessante und stimmige Ausstellung diesen Kunstpreis: Formell und inhaltlich in Werken, die zeigen, welche Ausdruckskraft die Grauwerte haben können – ob Landschaft, Stillleben oder abstrakt. In Fotografie, Grafik, Malerei und Objekten variieren graue Töne und Stimmungen. Altern und Traurigkeit sind künstlerisch thematisiert ebenso wie der Reiz des im Grau Verborgenen.

Wird sich der Schäfer-Kunstpreis in Schwabmünchen künftig etablieren? Dazu der Stifter: „Mit Sicherheit wird er weiterhin verliehen. Aber ob jährlich oder biennal wird in Abstimmung mit dem Kunstverein entschieden.“

Bis zum Sonntag, 26. April, ist dann die Ausstellung noch im Kunsthaus in der Bahnhofstraße 7 in Schwabmünchen zusehen. Geöffnet ist am Mittwoch 15 bis 18 Uhr, am Donnerstag 10 bis 13 Uhr und am Sonntag 14 bis 18 Uhr.

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