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14.03.2009

Umgehung: Drei Varianten, aber keine Lösung

Untermeitingen Im Bauamt der Gemeinde Untermeitingen ist er schon Realität: der nördliche Teil der großen Ostumfahrung auf dem Lechfeld. Hier im Zimmer Nummer 16 hängen Pläne und Karten. In fast allen ist die Untermeitinger Trasse von der "Nato-Falle" bis zum Lechring eingezeichnet. Ein Relikt früherer Planungen. Mehr nicht. Denn der Bau der Ortsumfahrung lässt noch immer auf sich warten.

Inzwischen gibt es zwar konkrete Entwürfe, sogar drei Varianten und bereits Planungskosten von 17 000 Euro. Was fehlt, ist der Baugrund - und eine Mehrheit im Gemeinderat. Untermeitingens Bürgermeister Georg Klaußner ( CSU) hält trotzdem an der Straße fest: "Ich habe für die Idee gekämpft und werde es auch weiter tun", sagt er - und schränkt dann doch ein: "Außer, es pfeift mich jemand zurück."

Zurückgepfiffen hat den Bürgermeister bisher niemand - zumindest nicht ausdrücklich. Vorläufig abgelehnt wurde vom Gemeinderat nur die komplette Trasse rund um Ober- und Untermeitingen. Für den nördlichen Teil aber bekam der Bürgermeister den Auftrag, die Planung voranzutreiben. Gesagt, getan.

Nun darf der Rathaus-Chef Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern führen. Das OK erhielt er allerdings nur aus Reihen der CSU. Ohnehin mag Klaußner nicht vorhersagen, wie aussichtsreich die Gespräche mit den Eigentümern sein werden: "Im Moment tu' ich mir schwer." Die Bereitschaft, Grund abzutreten, sei "nicht besonders groß". Doch genau diesen Grund braucht die Gemeinde, um die Planungen fortzuführen. 20 Hektar groß ist das Areal zwischen der Schwabenstraße und dem Oberen Heuweg. 35 Eigentümer haben hier Äcker. Und irgendwo hierdurch soll sie verlaufen, die Trasse. Wie und wo genau, darüber sind sich die Gemeinderäte nicht einig. Drei Varianten stehen zur Auswahl, Nummer zwei wird von allen präferiert. Aber ob sie sich auch umsetzen lässt?

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Egal, dann eben einer der anderen Trassenverläufe, Hauptsache machbar, meint die eine Gruppe im Gemeinderat um CSU-Fraktionschef Karl Strass. Die andere plädiert dafür, sich ausschließlich auf Variante zwei zu konzentrieren. "Alles andere ist kompletter Nonsens", sagt Gemeinderat Herbert Riess (Freie Wähler). "Dann sollte man es gleich lassen", meint Kollegin Marianne Grönninger (Die Grünen).

Entschieden ist bisher nichts, auch ein kompletter Stopp der Planungen ist möglich. Erst nach Abschluss der Grundstücksverhandlungen wird sich zeigen, welche Trasse verwirklicht werden kann. Und erst dann wird der Gemeinderat eine endgültige Entscheidung treffen, ob und wie er die Straße bauen will. Für viele Ratsmitglieder ist das vor allem eine Frage der Verhältnismäßigkeit: Rechtfertigt die Entlastung des Altdorfs den hohen Flächenverbrauch und die Kosten?

Bis das entschieden ist, wird die Straße nur auf den Plänen im Untermeitinger Bauamt Realität sein. "Chronologie und Kommentar Seite 4

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