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27.05.2020

Umspannwerke werden zu Lebensräumen

Die Lechwerke wollen ihre Grundstücke für Naturschutz nutzen

Die Lechwerke (LEW) wollen auf ihren Grundstücken einen Beitrag zum Artenschutz leisten: Zum Weltbienentag vergangene Woche wurde am Technologiezentrum in Königsbrunn ein Insektenhotel vorgestellt. Darüber hinaus setze LEW eine Reihe weiterer Natur- und Artenschutzmaßnahmen an eigenen Grundstücken wie Umspannwerken oder Betriebsstellen um, heißt es in einer Pressemitteilung. „Nützliche Insekten wie Wildbienen finden immer weniger natürliche Lebensräume. Insektenhotels können hier helfen und den Tieren als Nisthilfe und Unterschlupf dienen“, sagt Karin Frank, Kommunalbetreuerin und Organisatorin des Arbeitskreises Artenschutz bei LEW. „Auch an unseren Umspannwerken, Fotovoltaik-Freiflächenanlagen oder Betriebsstellen werten wir Flächen ökologisch auf und stützen so unsere heimische Flora und Fauna.“ Neben dem Technologiezentrum in Königsbrunn errichten die Lechwerke auch an drei weiteren eigenen Grundstücken Insektenhotels: am Lechmuseum Bayern in Langweid, an der Betriebsstelle in der Stuttgarter Straße in Augsburg und bei LEW TelNet, einem Tochterunternehmen der Lechwerke in Neusäß.

Gebaut wurden die vier Insektenhotels von dem Schreiner Jürgen Schwandt aus Augsburg. Die Insektenhotels sind jeweils etwa zwei Meter hoch, einen Meter breit und 30 Zentimeter tief. Insgesamt neun „Kammern“ schaffen Lebensräume für eine Vielzahl von Insekten. Damit das Insektenhotel möglichst viel Sonne abbekommt, wurde es süd-östlich ausgerichtet.

Werner Burkhart, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbands Landkreis Augsburg, hat LEW beraten, wie die Außenanlagen des Technologiezentrums und das benachbarte Umspannwerksgelände ökologisch aufgewertet werden können. Denkbar wären hier beispielsweise Wildblumenwiesen mit gebietsheimischem Saatgut oder eine Feldhecke mit heimischen Sträuchern und Bäumen. „Neben der Biotoppflege steht auch die Neuschaffung von Lebensräumen für Tiere und Pflanzen ganz oben auf der To-do-Liste. Dafür sind wir immer auf der Suche nach Projektpartnern“, sagt Burkhart. „Wir freuen uns deshalb, wenn Grundstückseigentümer wie LEW die Initiative ergreifen.“ (AZ)

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