1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Ungenutzte Parkflächen werden zum Insektenparadies

Bobingen

28.08.2019

Ungenutzte Parkflächen werden zum Insektenparadies

Auf diesen leeren Krautgartenflächen entsteht im Herbst der Insektenlehrpfad.
Bild: Anja Fischer

Im Bobinger Singoldpark planen Blühbotschafterinnen und Stadtgärtnerei gemeinsam einen Lehrpfad mit Informationstafeln und Möglichkeiten zum Verweilen.

Wer in den vergangenen Wochen aufmerksam durch den Singoldpark in Bobingen zwischen Saunapark und Wolfsgässchen gelaufen ist, der hat vielleicht schon die Hinweisschilder bemerkt, die dort entlang des Teerweges auf ein geplantes Projekt hinweisen.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Zwischen den Schrebergartenparzellen soll auf den aufgelassenen, leeren Flächen ein Insektenpfad entstehen. Er wird sich quer durch die Krautgärten ziehen. Die Idee zu diesem Projekt kam von den Blühbotschafterinnen Beate Krebs und Veronika Schwarzenberger. Letztere erklärt: „Schon seit vielen Jahren werden frei gewordene Parzellen nicht mehr durch die Stadt besetzt. Diese Flächen wurden bisher nur durch den Bauhof gemäht, lagen sonst aber brach.“ Nach ihrer Ausbildung zur Blühbotschafterin haben die beiden Frauen überlegt, was sie in Bobingen für die Artenvielfalt tun könnten.

Stadtbauhof und Blühbotschafterinnen auf einer Wellenlänge

Ein Ansatzpunkt sei der Singoldpark gewesen, der sich für viele Ideen vom ruhigen, versteckten Plätzchen für Yogaübungen bis zum Pflanzenpfad anbietet. Eine Umsetzung dieser Idee, sagt Veronika Schwarzenberger, sei aber ohne die Unterstützung von Stadt und Bauhof nicht möglich. Deshalb haben sich die Blühbotschafterinnen mit Stadtgärtnerin Tanja Proksch getroffen und festgestellt, dass alle dieselben Ideen teilen. Damit war der Startschuss für das Großprojekt gefallen. Der Insektenpfad soll nun die Biodiversität im Singoldpark stärken und dafür sorgen, dass sich Insekten wie Bienen, Hummeln oder Schmetterlinge wieder ansiedeln können.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Das Konzept für den Insektenpfad entwickelte Veronika Schwarzenberger zusammen mit Gärtnerin Tanja Proksch vom Bauhof. Proksch legte bereits in Eigenregie ein Kräuterbeet sowie Obstbäume und Beerensträucher im Singoldpark an, an denen sich die Parkbesucher bedienen dürfen. Zu diesen Ideen passt der Insektenpfad bestens. Die Umsetzung des Projektes erfolgt zusammen mit dem Bauhof, dem Imkerverein, dem Bund Naturschutz, dem Frauenbund und dem Obst- und Gartenbauverein.

Örtliche Betriebe schicken Mitarbeiter als Unterstützung vorbei

Sogar die örtliche Industrie hat bereits Unterstützung zugesagt: Von der Firma Johns Manville gibt es für einen Tag „Manpower“, fünfzehn Mitarbeiter helfen dann tatkräftig bei den Arbeiten vor Ort mit, denn es wird auch darum gehen, die bestehenden Rasenflächen abzutragen, die Wege anzulegen und die Beete vorzubereiten. Hier sind starke Arme gefragt, die mit Schubkarre und Schaufel anrücken und zupacken.

Er soll ein ausgeschilderter, gemulchter Weg werden, der sich zwischen den Krautgärten von Freifläche zu Freifläche schlängelt. Mit einem Nest für Wild- und Honigbienen (Imkerverein), fruchttragenden Gehölzen (Bund Naturschutz) und einem Kräuterbeet (Frauenbund).

Auch ein ruhiges Plätzchen, das zum Verweilen und Ausruhen einlädt, soll es geben. Zudem sollen Schulklassen im Herbst viele Blumenzwiebeln für eine schöne Frühlingsblüte einsetzen dürfen. Die Pflanzen, die entlang des Pfades gesetzt werden, werden beschildert sein.

Derzeit planen die teilnehmenden Gruppen ihre Projekte, die Umsetzung sowie die Koordination mit den anderen Gruppen. Nach den Sommerferien soll mit den Arbeiten zum Insektenpfad im Singoldpark begonnen werden.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren