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Untermeitingen

05.09.2019

Untermeitingen schafft neuen Wohnraum in Rekordzeit

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2 Bilder
Richtfest für den geförderten Wohnungsbau in der Lechfelder Straße: Der Kran lässt den geschmückten Kranz (am oberen Bildrand) über dem Gebäude in Untermeitingen schweben.
Bild: Daniel Weber

Der geförderte Wohnungsbau in der Lechfelder Straße in Untermeitingen feiert nach nur fünf Monaten Bauzeit Richtfest. Der Aushub kostet die Gemeinde viel Geld.

Erst vor knapp fünf Monaten hat die Gemeinde Untermeitingen den Spatenstich gefeiert, nun lädt sie bereits zum Richtfest: Dass die Arbeiten an den 15 Wohnungen neben dem Feuerwehrhaus in der Lechfelder Straße so schnell vorangehen, freut sowohl Bürgermeister Simon Schropp als auch Architekt Matthias Weiland.

Beide machten einen geradezu überraschten Eindruck über den raschen Baufortschritt. „Wir bauen immer schnell, aber so schnell sind wir selten“, gibt Weiland zu. Mit dem Objekt will die Gemeinde bezahlbaren Wohnraum schaffen und veranschlagte drei bis 3,5 Millionen Euro für den Bau. Davon kommen etwa 880000 Euro vom kommunalen Wohnungsbau-Förderungsprogramm des Freistaats.

Der belastete Boden muss teuer entsorgt werden

Bisher lägen die Kosten des Projekts im geplanten Rahmen, sagt Bürgermeister Schropp. Nur der Aushub für die Tiefgarage unter dem Gebäude werde deutlich teurer als gedacht. Weil das Gelände früher eine Kiesgrube war, in der später Bauschutt entsorgt wurde, müsse der belastete Boden nun kostspielig entsorgt werden. Für die anfallenden 200000 Euro habe die Gemeinde keine Förderung bekommen. „Wir haben gehofft, dass es nicht so teuer wird, aber die tatsächlichen Kosten zeigten sich erst, als der Boden aufgegraben wurde“, sagt Schropp.

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Abgesehen davon verlaufe der Bau allerdings reibungslos. Das liegt wohl auch daran, dass das Gebäude eine ziemlich genaue Kopie der daneben stehenden Seniorenwohnanlage ist: „Von ihr kannten wir schon die Vor- und Nachteile“, erzählt der Bürgermeister. Ein weiterer Pluspunkt: Architektonisch füge sich das Bauwerk gut in die Umgebung ein.

Der Architekt führt durch den Rohbau

Nachdem die Zimmerleute beim Richtfest den Richtspruch vom Balkon des zweiten Stocks herabgerufen haben, führt Architekt Weiland durch den Rohbau. „Sie müssen allerdings ein wenig Fantasie haben“, warnt er: Die Grundriss-Einteilung in den einzelnen Wohnungen fehlt noch. Dicke Gipsdielenwände werden später die einzelnen Zimmer trennen.

Einige Details hebt der Architekt besonders hervor: Durch viel Glas seien zum Beispiel alle Stockwerke sehr hell. Außerdem gebe es nur gerade Treppen, keine Wendeltreppen – was sich gerade für den Einzug als praktisch erweisen sollte. Und durch den Aufzug sei fast alles barrierefrei.

Ausgenommen sind nur die drei kleinsten Wohnungen, die im ursprünglichen Plan noch gar nicht vorhanden waren. Auf sie legt Bürgermeister Schropp besonderen Wert und stellt fest: „Wohnungen werden tendenziell immer größer und damit auch teurer.“

Alle Stellplätze sind in der Tiefgarage untergebracht

Mit der Tiefgarage will die Gemeinde ein Vorbild für spätere Bauten sein. Alle von der Stellplatzverordnung geforderten Stellplätze sind unterirdisch, die Tiefgarage verhältnismäßig geräumig. „Wir überschreiten die vorgegebenen Mindestmaße deutlich“, sagt Architekt Weiland. Fahrradfahrer dürften die Tiefgarage ebenfalls schätzen, denn darin befindet sich auch der Fahrradkeller. Von außen ist er bequem über die Einfahrt zur Tiefgarage erreichbar und hat zudem einen Zugang zum Treppenhaus.

Bei den Wohnungssuchenden komme das Projekt gut an, berichtet Schropp. Die Gemeinde werde fast wöchentlich von Interessenten angerufen. Die müssen sich allerdings noch gedulden: Erst ab Januar können sie sich bei der Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises Augsburg auf einer Liste vormerken lassen. Auch manche Anwohner freuen sich über das Gebäude, sagt Schropp. Es stehe zwischen ihren Häusern und der Hauptstraße und wirke somit wie ein Schallschutz.

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