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Planung

29.01.2020

Untermeitingen will Seniorenfahrdienst

Gemeinde macht beim Lechfeld-Projekt mit und hat Änderungsvorschläge. Noch fehlt Obermeitingens Zustimmung

Auf dem Lechfeld soll es bald einen Fahrdienst geben, der Senioren und Menschen mit Behinderung zum Beispiel zum Einkaufen oder zum Arzt bringt. In Klosterlechfeld hat der Gemeinderat bereits zugestimmt (wir berichteten).

Nun stellte Schwabmünchens Caritas-Vorsitzender Andreas Claus das Projekt dem Untermeitinger Rat vor. Seine Organisation betreibt in Schwabmünchen seit sechs Jahren einen Seniorenfahrdienst und könnte ihn auf das Lechfeld erweitern.

Angedacht ist das Angebot für die eng beieinanderliegenden Gemeinden Klosterlechfeld, Untermeitingen und Obermeitingen. Jede beteiligt sich an den Kosten entsprechend der eigenen Einwohnerzahl, Untermeitingen wird mit gut 25000 Euro den größten Beitrag leisten. Aus der Nachbarschaftshilfe „Wir daheim auf dem Lechfeld“ würden sich ehrenamtliche Helfer beteiligen.

Die Untermeitinger Gemeinderäte gaben grünes Licht für das Projekt, wenngleich ihre Vorstellungen sich in manchen Punkten von denen Klosterlechfelds unterschieden. Caritas-Vorsitzender Claus hatte nach Schwabmünchner Vorbild vorgeschlagen, an vier Wochentagen vormittags zu fahren und an einem Tag nur nachmittags. Karl Strass (CSU) bevorzugte hingegen einen durchgehenden Betrieb am Vormittag und den geplanten zusätzlichen Nachmittag pro Woche. Sein Argument, dass dies den Fahrdienst vereinfache, kam bei seinen Kollegen gut an und wurde in den Beschluss aufgenommen.

Den Untermeitinger Räten wäre außerdem eine dreijährige Testphase lieber gewesen. Marianne Grönninger (Grüne) merkte an, dass es eine Weile dauere, bis sich das neue Angebot herumgesprochen hat. Weil Klosterlechfeld sich aber bereits für eine zweijährige Testphase entschieden hat und unklar wäre, was dann im dritten Jahr geschehe, schloss sich Untermeitingen der Nachbargemeinde in diesem Punkt an.

Der Dienst ist für Senioren ab 70 Jahren und für Menschen mit Behinderung gedacht und soll für diese pro einfacher Fahrt drei Euro kosten. Das sei teurer als der Bus, aber deutlich billiger als ein Taxi, rechnete Claus vor. Schon im Frühjahr oder Sommer könne der Betrieb des Seniorenfahrdienstes auf dem Lechfeld beginnen. Nun steht noch Obermeitingens Entscheidung aus.

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