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Lehrstellenbörse

10.02.2015

Unternehmen achten auf die Persönlichkeit

Neuntklässlerin Didem Karaca (links) hat bereits ein Praktikum bei der Bäckerei Ihle absolviert. Auf der Ausbildungsbörse erfuhr sie nun von Ausbildungsleiterin Esra Incidelen, dass sie zu einem Vorstellungsgespräch für eine Lehre eingeladen wird. Am Stand der Bäckerei Wolf informierten Sandra Reinke (2. von links) und Matthias Neuhold (ganz rechts) die Schüler (von links) Melanie Herrmann, Can Özay und Sebastian Schneider über Ausbildungsbedingungen und was Lehrlinge verdienen.
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Neuntklässlerin Didem Karaca (links) hat bereits ein Praktikum bei der Bäckerei Ihle absolviert. Auf der Ausbildungsbörse erfuhr sie nun von Ausbildungsleiterin Esra Incidelen, dass sie zu einem Vorstellungsgespräch für eine Lehre eingeladen wird. Am Stand der Bäckerei Wolf informierten Sandra Reinke (2. von links) und Matthias Neuhold (ganz rechts) die Schüler (von links) Melanie Herrmann, Can Özay und Sebastian Schneider über Ausbildungsbedingungen und was Lehrlinge verdienen.

58 Firmen und Institutionen präsentieren sich an der Mittelschule. Was Großbäcker und Fachakademie verbindet

Vom Großunternehmen bis zum kleinen Handwerksbetrieb – 58 Firmen präsentierten sich bei der 19. Ausbildungsbörse in der Mittelschule. Rund 200 Schüler der 8. bis 10. Klassen, ein Dutzend Schüler der Christophorus-Schule und erstmals auch einige Schüler der Albert-Einstein-Schule aus Haunstetten nutzten die Gelegenheit, sich im Gebäude Nord an der Schulstraße über die verschiedensten Berufe zu informieren und sich nach einem passenden Praktikums- oder Ausbildungsplatz umzusehen.

Der Lehrstellenakquisiteur der Mittelschule, Helmut Pfannerstill, der gemeinsam mit Philipp Häring und Elena Shvedova die Börse organisiert hat, sieht in der Ausbildungsbörse „die ideale Plattform“, um einen Praktikumsplatz zu finden oder eventuell sogar noch eine „offene Lehrstelle für das laufende Jahr zu ergattern“. Gezielt hatten sich die Schüler im Unterricht auf diese Pflichtveranstaltung vorbereitet. Sie sollten sich im Internet vorab über die Firmen informieren und bei mindestens drei Unternehmen an diesem Abend vorstellig werden.

Pfannerstill freut sich, dass in diesem Jahr auch besonders viele Eltern gekommen sind, die ihre Kinder begleiten. Achtklässlerin Julia Hieber von der Christophorus-Schule ist an diesem Abend mit ihrer Mama Angela Hieber auf der Suche nach gleich mehreren Praktikumsplätzen für das laufende Schuljahr. Die Mutter findet die Börse auf jeden Fall sehr „aufschlussreich“ und informiert sich erst mal allgemein am Stand der Handwerkskammer über den Beruf der Verkäuferin.

Im Laufe des Abends besuchen die beiden auch noch den Stand der Landbäckerei Ihle und lassen sich gleich einmal für einen Praktikumsplatz vormerken. Esra Incidelen, Ausbildungsbetreuerin bei Ihle, erläutert: „Gerne nehmen wir auch Förderschüler. Wichtig sind für uns vor allem eine starke Persönlichkeit, Freundlichkeit, Zuverlässigkeit und Spaß am Job.“ Neben dem Bäckerberuf bietet Ihle auch die Ausbildung zum Mechatroniker an.

Ein paar Stände weiter wirbt Sandra Reinke vom Bäckerkonkurrenten Wolf mit Krapfen um künftige Auszubildende. Theoretisch könnte jede Filiale eine Auszubildende aufnehmen, die Nachfrage sei aber deutlich geringer, so Sandra Reinke. Dabei wirbt sie mit attraktiven Sozialleistungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld, drei Wochen Ferien im August, internen Fortbildungen und einer zusätzlichen Prämie von bis zu 100 Euro im Monat bei Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit.

Nachwuchssorgen kennt die Fachakademie für Sozialpädagogik Maria Stern dagegen gar nicht. Jedes Jahr gehen weit mehr Bewerbungen ein, als Ausbildungsplätze vorhanden sind.

Dozentin Ingrid Matz informiert vor allem Schüler des M-Zweiges an diesem Abend. Sie betont aber, dass nicht die Noten bei der Auswahl entscheidend seien – bis auf eine Drei in Deutsch und natürlich den erfolgreichen Abschluss der mittleren Reife. „Die Persönlichkeit spielt bei uns eine große Rolle“, hört man nicht zum ersten Mal an diesem Abend.

Zum Abschluss treffen sich noch Unternehmensvertreter und Lehrer zu einem informellen Austausch in der Turnhalle und dürfen dabei die kulinarischen Köstlichkeiten von Maria Wolf, der Fachlehrerin für Hauswirtschaft, und ihrer Arbeitsgemeinschaft Gastro probieren.

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