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05.03.2009

Unterwegs auf den Rennstrecken der Welt

Motorsport, dieser Begriff ist im Landkreissüden vor allem mit dem Namen Holzer verbunden. Ob es Marco Holzer ist, der erfolgreich seine erste Saison als Porsche-Werksfahrer hinter sich gebracht hat, oder ob es die Zwillinge Günter und Ronald Holzer sind, die viele Jahre nicht nur als Rennfahrer glänzten, sondern auch massenweise interessante Unternehmungen auf die Beine stellen und unter anderem schon kräftig mit Opel bei der DTM mitmischten, ihre Aktionen werden so gut wie immer ein Erfolg.

Schon in der vergangenen Saison hatte das Holzer-Rennsport-Team in der Formel BMW unter anderem drei Fahrzeuge in Asien im Einsatz, die dort im Rahmenprogramm der Formel I laufen.

Heuer tritt das Team dort wieder an, und zwar als Petronas-Junior-Team (Asien-Team Holzer PFX (Petronas Formula Experience)). Team-Manager und manchmal auch Team-Chef ist Thomas Holzer, der 2005 selbst Formel-3-Fahrer war. Der 23-jährige Sohn von Günter Holzer aus Bobingen weist zurzeit im elterlichen Betrieb in Inningen drei Malayen in die Geheimnisse des Formelfahrens und alles, was damit zusammenhängt, ein. Calvin Wong, Muhammad Alfi und Dominic Ang, alle noch nicht volljährig, kristallisierten sich bei einem Petronas-Förderprogramm in Asien als die Fahrer mit den besten Zukunftsaussichten heraus.

"Für die Jungs ist es ein Schock, wenn sie nach Deutschland kommen, nicht nur, weil sie noch nie Schnee gesehen haben. Sie lernen hier deutsche Gründlichkeit, Korrektheit und Pünktlichkeit. Sie erfahren so eine Art Gehirnwäsche, ohne die sie sicherlich keine Spitzenfahrer werden können", erklärt Thomas Holzer.

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Das fahrerische Können ist extrem wichtig

Der gelernte KFZ-Mechatroniker weiß, wovon er spricht, denn er war im vergangenen Jahr rund 200 Tage auf den Rennstrecken der Welt, vor allem aber in Asien, unterwegs. "Da in der Formel BMW (1200 Kubikzentimeter, 140 PS, 220 Stundenkilometer Spitze) alle mit den exakt gleichen Fahrzeugen unterwegs sind, abgesehen von Fahrwerks-, Sitz-, Pedal- und Lenkradeinstellungen, kommt es extrem auf die Fahrer selbst an. Wenn sie nicht ihr Können hundertprozentig ausschöpfen, haben sie keine Chance auf einen Podestplatz. Und den wollen wir erreichen."

Warum sich die Holzers zusammen mit Petronas vor allem dem asiatischen Markt verschrieben haben, ist laut Holzer ganz einfach erklärt: "Dort kostet eine Saison pro Auto 200 000 Euro, bei uns 100 000 Euro mehr." Nächste Woche fährt der junge Mann mit den drei Malayen und dem ganzen Team (1 Ingenieur, 3 Mechaniker, 1 Truckfahrer) und den drei BMWs nach Spanien zum Testen.

Doch die Formel BMW ist nicht das einzige Projekt, an dem Thomas Holzer derzeit arbeitet: "Wir wollen zum Beispiel in der ADAC Formel Masters an den Start gehen und den Audi R 8 als GT3-Auto aufbauen, an Privatteams verkaufen und diese dann betreuen." Auf die vielen Tage an der Rennstrecke in diesem Jahr freut sich Holzer schon, denn ein Arbeitstag von 8 bis 17 Uhr in einer Werkstatt, das ist nicht seine Welt.

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