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09.04.2019

Verein wirbt um Türken und Deutsche

Der neu gewählte Vorstand des Deutsch-Türkischen Freundschaftsvereins: (von links) Schriftführer Ulrich Bobinger, Vorsitzender Klaus Taubenberger, Vize Suad Özdedeoglu.
Bild: Ingeborg Anderson

Vor acht Jahren startete der Deutsch-Türkische Freundschaftsverein in Bobingen als Erfolgsmodell. Inzwischen verliert er Mitglieder. Vor allem Türken bleiben Aktionen fern.

Die Anfänge liegen in einer Privatinitiative vor elf Jahren. Daraus bildete sich eine engagierte Gruppe. Doch nach ihrem fulminanten Start vor acht Jahren mit vielen Aktivitäten und nach oben schnellenden Mitgliederzahlen ist es um den Deutsch-Türkischen Freundschaftsverein ruhiger geworden. Das bedauerte der neue Vorsitzende Klaus Taubenberger anlässlich der Jahreshauptversammlung: „Bei den zweimonatlich stattfindenden Stammtischen haben wir eine sinkende Teilnahme zu verzeichnen“, sagte er. Das spiegelte sich auch an der Beteiligung an dieser Jahreshauptversammlung. Es waren nur etwa 20 Mitglieder erschienen.

Wechsel bei Neuwahlen

Dabei hielten sich die Mitgliederzahlen seit mehreren Jahren in etwa konstant und auch das Verhältnis von Deutschen und Türken ist nahezu ausgeglichen. Aktuell hat der Verein, der sich das gegenseitige Kennenlernen und Verstehen auf die Fahnen geschrieben hat, 212 Mitglieder. Kassenwart Thomas Renkel skizziert die entsprechende Entwicklung im Jahr 2018: „Wir hatten 51 Austritte und zwei Todesfälle. Neun neue Mitglieder sind hinzugekommen. Die hohe Zahl an Austritten ergibt sich daraus, dass Mitglieder aufgrund von Beitragsrückständen satzungsgemäß ausgeschlossen wurden“, erklärt er.

Zu dieser Jahreshauptversammlung standen Neuwahlen an. Die bisherige Vorsitzende Stefanie Schleich kandidierte aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr. So gab es einige Umstrukturierungen in den Funktionen bisheriger Vorstandsmitglieder und neu dazu gewählte:

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Erster Vorstand wurde Klaus Taubenberger, der bisher als Stellvertreter fungierte. Seine Stellvertreter sind Suad Özdedeoglu und – neu im Vorstand – Ahmed Erol, der den Türkischen Kulturverein leitet. Im Amt bleiben Kassenwart Thomas Renkel sowie Schriftführer Ulrich Bobinger. Außerdem wurden Stefanie Schleich, Bülent Postoglu und Elisabeth Naurath zu Beiräten gewählt.

Kochaktionen sollen Menschen verbinden

Gemeinsam mit den anwesenden Mitgliedern diskutierte der neue Vorstand, was getan werden könnte, damit wieder mehr Besucher zu den Veranstaltungen des Vereins kommen. Vor allem auch türkische Mitbürger sollen angesprochen werden, denn die Teilnehmer an Aktionen sind überwiegend Deutsche. So ist ein Grillfest geplant und die Teilnahme an der großen Geburtstagsparade zum 50. Jahrestag der Stadterhebung Bobingens.

Vorgeschlagen wurden unter anderem gemeinsame Kochaktionen, wie sie in der Vergangenheit mit großem Zuspruch durchgeführt wurden. Und Reinhold Lenski sagte – wohl auch in Hinblick auf die Beeinträchtigung durch die Situation in der Türkei: „Wir müssen einen langen Atem haben und weitermachen.“

Darüber hinaus nahm der Verein die Jahreshauptversammlung zum Anlass, eine Spende zu überreichen: Eva Pettinger, die Vorsitzende des Seniorenbeirates, freute sich über hundert Euro, die dem Bewegungsparcours im Singoldpark zugutekommen soll.

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