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Königsbrunn

20.01.2021

Vereine in Königsbrunn sollen gerechtere Förderung bekommen

Die Stadt Königsbrunn hat die Verteilung der Vereinsförderung neu geregelt.
Foto: Ralf Lienert (Symbolbild)

Plus Bei den Zuschüssen durch die Stadt geht es für Vereine um richtig viel Geld. In Königsbrunn ändern sich jetzt die Regeln. Was das bedeutet.

Die Stadt Königsbrunn unterstützt die Sport- und Kulturvereine jedes Jahr mit einer fünfstelligen Summe. Neben dieser Unterstützung gingen aber jedes Jahr auch Anträge für Zuschüsse für besondere Projekte ein: Der Kauf eines neuen Sportgeräts beispielsweise oder von zusätzlichen Instrumenten. Weil jedes Jahr darum gestritten wurde, welcher Verein wie stark bedacht werden sollte, hat die Stadt nun die komplette Richtlinie neu gefasst, um zu klären, wofür es künftig noch Zuschüsse gibt und wie hoch diese ausfallen. Für einige große Sportvereine ging es dabei um viel Geld: Ein Vorschlag der Verwaltung hätte für sie einige Tausend Euro weniger Zuschuss bedeutet.

Bislang unterstützt die Stadt Königsbrunn vor allem die Jugendarbeit der Sportler. 15 Euro pro Jugendlichem fließen an die Vereine. Eine mögliche Neuregelung hätte bedeutet, dass jeder Verein pauschal 500 Euro Grundförderung erhält und nur noch zehn Euro pro Mitglied unter 21. Was nach wenig klingt, läppert sich bei einer gewissen Mitgliederzahl schnell zusammen: Für den TSV Königsbrunn hätte diese Variante einen Fehlbetrag von 5000 Euro pro Jahr bedeutet. Profitiert hätten kleinere Vereine.

Förderung: Königsbrunner Sportler wollen bisherige Regelung behalten

Die Reaktionen der Vereinsverantwortlichen auf den Änderungsvorschlag seien wenig begeistert gewesen, sagte Daniel Rittel (CSU), der Sportreferent des Stadtrats in der Diskussion: "Die Sportler fanden die bisherige Förderrichtlinie der Stadt alle gut. Zudem würde die Stadt mit diesem Modell 2000 Euro weniger abgeben als bisher. Das ist in einem Jahr, wo das Geld bei den Vereinen eh knapp ist, kein gutes Signal." Es gebe genug Baustellen, um die sich der Stadtrat kümmern sollte, daher solle man die Sportförderung nicht antasten. Dem schlossen sich die Stadträte einstimmig an und beließen die Förderrichtlinie, wie sie ist.

Bei den Kulturvereinen greift dagegen die neue Richtlinie mit dem Grundbetrag sowie Zuschüssen für Jugendarbeit und Ausbildung. Kulturreferentin Marion Kehlenbach (CSU) bezeichnete den Vorschlag als transparente Lösung, die den Vereinsverantwortlichen mehr Planungssicherheit gebe. Durch die Neufassung bekommen die Vereine nur noch Zuschüsse für bauliche Investitionen, aber nicht mehr für bewegliche Gerätschaften.

Königsbrunn: Kritik an Streichung von Zuschüssen für Instrumentenkauf

Walter Schuler (CSU) kritisierte diesen Umstand vor allem mit Blick auf die Musikvereine: "Wenn ich ein neues Instrument kaufe, bin ich gleich bei mehr als 1000 Euro. Wenn das nicht mehr unterstützt wird, benachteiligt das die Musizierenden." Bürgermeister Franz Feigl verwies darauf, dass die weggefallene Hilfe bei einzelnen Anschaffungen durch den Grundbetrag und die Ausbildungsunterstützung aufgefangen werde: "Ich denke schon, dass das kein ganz unfaires Angebot ist." Kulturbüroleiterin Rebecca Ribarek, die gemeinsam mit Stefan Steiner die Richtlinie ausgearbeitet hatte, sagte, dass weiterhin insgesamt 23.000 Euro für die Kulturförderung zur Verfügung stünden. Diese habe man versucht, möglichst fair zu verteilen.

Neu ist zudem, dass es nun auch feste Zuschüsse für Jubiläumsfeierlichkeiten gibt. Voraussetzung ist allerdings, dass das Jubiläum durch 25 teilbar ist. Dafür gibt es für diese Vereine mehr Geld als bisher. Fördergeld beantragen können Vereine weiterhin erst, wenn sie mindestens zwei Jahre bestehen. Die FDP-Fraktion hatte sich dafür eingesetzt, dass dies bereits nach einem Jahr möglich ist. Der Vorschlag fand aber keine Mehrheit.

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