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Bobingen

27.01.2019

Vergeblicher Einsatz für den Trevira-Turm

Trotz großem Einsatz war der Trevira-Turm zum Bedauern der Hochsträßler nicht zu retten.
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Trotz großem Einsatz war der Trevira-Turm zum Bedauern der Hochsträßler nicht zu retten.
Bild: Elmar Knöchel

Nicht nur der Abriss des Industriedenkmals war für den Bobinger Verein D’Hochsträßler unerfreulich. Er vermeldet aber auch positive Nachrichten aus 2018.

Auch in diesem Jahr hielten die Mitglieder des Heimatvereins D’Hochsträßler ihre Jahreshauptversammlung im Laurentiushaus in Bobingen ab. Um die 50 Mitglieder waren der Einladung gefolgt. Mit Rücksicht auf das am selben Abend stattfindende Halbfinale der deutschen Handballer, kündigte Vereinsvorsitzende Corinna Kammerer einen zügigen Ablauf an. So begann sie auch gleich mit ihrem Jahresrückblick. Es war ein bewegtes Jahr, wie ihren Ausführungen unschwer zu entnehmen war. Und es gab sowohl positive als auch negative Ereignisse.

Mit hörbarem Stolz in der Stimme berichtete Kammerer von der Verleihung der Denkmalschutzmedaille an Michael und Johann Heidler. Überreicht wurde die Medaille in München für den Erhalt und die Sanierung des Cosimosinischen Schlösschens in Bobingen. Kammerer freute sich sehr, dass diese Medaille für ein Gebäude in Bobingen verliehen wurde. Weniger erfreut zeigten sich die Mitglieder des Vereins, dass trotz erheblichen Anstrengungen der Trevira-Turm nicht gerettet werden konnte.

Kammerer: Die Zeit für Spenden zum Erhalt des Trevira-Turms hat gefehlt

Es habe mehrere Vorstöße gegeben, den Turm zu erhalten, doch die Briefe an den Besitzer der Immobilie in Übersee seien unbeantwortet geblieben. Auch das Landesamt für Denkmalschutz erteilte dem Anliegen des Heimatvereins, den Turm unter Denkmalschutz zu stellen, eine Absage. Um Gelder für den Erhalt und die Pflege auf Spendenbasis locker zu machen, fehlte schlichtweg die Zeit, so Kammerer. Da die gesamte Aktion seitens der Betriebsleitung sehr zügig abgewickelt worden sei, konnte nicht in der erforderlichen Zeit reagiert werden. Deshalb habe Bobingen nun bedauernswerterweise sein Industriedenkmal verloren. Trotzdem bedankte sich Kammerer bei allen Mitgliedern für deren Einsatz in dieser Angelegenheit.

Auch die Entwicklung der Mitgliederzahl des Vereins stimme sie nicht gerade zuversichtlich. Hatte der Verein Ende 2017 noch 292 Mitglieder, seien es Ende 2018 nur noch 282 gewesen – und das bei weiter steigendem Durchschnittsalter der Mitglieder. Leider fehle vor allem jüngerer Nachwuchs. Ideen zur Gewinnung jüngerer Mitglieder seien dringend gesucht, so die Vereinsvorsitzende.

Spendengelder für das Laurentiushaus und ein Kindergartenprojekt

Erfreulicher waren für sie die Erlöse aus den verschiedenen Aktionen wie zum Beispiel dem Adventssingen. So konnten 400 Euro Spendengelder an die katholische Pfarrgemeinde zur Anschaffung neuer Stühle für das Laurentiushaus überwiesen werden. Weitere 100 Euro wurden für die Unterstützung eines Kindergartenprojektes in Tansania an Familie Ehlers übergeben. Nach dem Tod des Initiators, Pater Berno, koordiniert die Familie die Finanzhilfe.

In ihrem Bericht erinnerte die Vereinschefin noch einmal an den gelungenen Dialektvortrag „Birleng, Boarza, Burzastengel“, in der mittleren Mühle. Anschließend entlasteten die Mitglieder sowohl den Vorstand als auch Kassenwart Georg Götz einstimmig. Daraufhin nahm Vereinsvorsitzende Kammerer die Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften vor. Sichtlich stolz zeigte sie sich, dass sie bereits fünf Mitglieder für 35 Jahre Vereinszugehörigkeit ehren durfte. Nach Bekanntgabe der Gewinner des Kronkorken-Schätzens anlässlich der Sonderausstellung „Brauer-Handwerk und Biergenuss“, mit Übergabe des Gewinns, je ein „Bobinger Büble-Krug mit Bier“, ging der Abend seinem Ende zu.

Kammerer bat die Mitglieder, sich zahlreich an der Parade zum Stadtjubiläum im Juli zu beteiligen. Angepeilt sei eine Abordnung „so um die 30 Leute“, erklärte die Vorsitzende. Mit einem Hinweis auf die Internetpräsenz des Vereins und das dort einsehbare Programm für das Jahr 2019 beendete sie die Jahreshauptversammlung gegen 20.30 Uhr, pünktlich zum Anpfiff des Handballspiels.

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