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Region

17.12.2018

Verspätungen nerven die Bahnfahrer

Jede Menge Verspätungen gab es bei den Zügen der Bayerischen Regiobahn. Unser Bild zeigt die Abfahrt einer Bahn  in Schwabmünchen.
Bild: Norbert Staub

Plus Der neue Betreiber BRB hat einen schlechten Start erwischt und nennt die Gründe für die zahlreichen Verspätungen.

Seit kurzem sind die meisten Züge in unserer Region blau und nicht mehr rot. Den Großteil der Eisenbahnen, die an den Bahnhöfen abfahren und ankommen, betreibt seit dem 9. Dezember die Bayerische Regiobahn (BRB) und nicht mehr die Deutsche Bahn (DB). Die ersten Erfahrungen mit den neuen Zügen sind aber schlecht, wie eine Umfrage auf unserer Facebook-Seite ergab.

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Züge kommen oft gar nicht

Kritisiert wird vor allem, dass viele Züge unpünktlich sind und man darüber nicht informiert wird. „Verspätungen um eine viertel Stunde sind gerade zu Pendlerzeiten sehr frustrierend, gerade bei diesem Wetter. Des Weiteren werden wir wartenden Fahrgäste nicht darüber informiert“, so Anton Erward. Und Tamara Seitel schreibt: „Leider kam der Zug heute morgen in Bobingen 07:12 einfach gar nicht, keine Anzeige, keine Durchsage, nichts.“ Sandra Duck bemängelt: „Was mich stört, ist, dass die Ist-Zeiten der BRB nicht im Navigator der DB angezeigt werden. Dadurch weiß ich nie, ob der Zug pünktlich ist.“

Christopher Raabe, Pressesprecher der Bayerischen Regiobahn, räumt die Probleme ein: „Es ist richtig, dass wir in den ersten Tagen unserer Betriebsaufnahme auf den Strecken zwischen Buchloe und Augsburg beziehungsweise Landsberg und Augsburg leider nicht unsere bei der BRB übliche und auch von uns als Maßstab angestrebte Pünktlichkeitsquote erreichen konnten.“

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Als Ursache für die Verspätungen nennt er mehrere Gründe: „Wir haben Probleme mit Mängeln in der Infrastruktur. Eine Langsamfahrstelle bei Seeg, deren Auswirkungen sich durch das gesamte Netz ziehen, und Infrastrukturstörungen an verschiedenen Stellen im Streckennetz wie Signalstörungen und Störungen an Bahnübergängen und vieles mehr bremsten uns aus. Die Infrastruktur wird von der DB Netz AG verantwortet und wir stehen in intensivem Kontakt zur umgehenden Beseitigung dieser Störungen.“ Auch verspätete Bauzüge der Deutschen Bahn, die mit mit Material beladen seien, das für die Bauarbeiten der DB Netz AG nötig ist, hätten für Verspätungen der BRB-Züge gesorgt. „Außerdem gab es Züge von Güterverkehrsunternehmen, die unsere in Bobingen abgestellten Züge so blockierten, dass wir nur verspätet abfahren konnten und das auch nur mit einem Zugteil statt beispielsweise mit dreien“, so BRB-Sprecher Raabe weiter. Und nicht zuletzt habe seinem Unternehmen der Streik am 10. Dezember, dem ersten Werktag nach der Übernahme, getroffen.

So sehen die Züge von innen aus.
Bild: Norbert Staub

Keine Infos über Verspätungen

Christopher Raabe ist guter Dinge, dass man das Pünktlichkeits-Problem ebenso in den Griff bekommt wie die fehlenden Informationen: „Ursache hierfür ist ein Fehler in der Datenübermittlung, der leider erst teilweise behoben wurde. Echtzeitinformationen sollen ab Mitte der Woche in den Auskunftsmedien der Deutschen Bahn und in den Laufbändern an den Stationen vollständig erscheinen.“

Viele Facebook-Nutzer nervt auch der Alarmton an den Türen. So schreibt Peter Roßegger: „Bis jetzt war bei mir kein Zug pünktlich, keine Informationen und dazu können die Türen mit ihrem Alarmton echt nervig sein, besonders am Augsburger Hauptbahnhof, wenn man zehn Minuten im Zug auf Abfahrt warten muss.“ Doch mit dem Ton werden Bahnfahrer wohl weiter leben müssen. BRB-Sprecher Raabe: „Frequenz, Tonhöhe und Intervall des Signaltons beim Öffnen und Schließen der Türen sind uns mit durch eine Richtlinie der Europäischen Union vorgeschrieben.“

Doch es gibt auch Dinge, die unsere Facebook-Nutzer loben. „Das Personal ist sehr freundlich“, schreibt beispielsweise Daniel Rotter, der an den beiden Tagen, an denen er mit den neuen BRB-Zügen unterwegs war, keine Verspätungen hatte. Amelie Kruse lobt die Sauberkeit in den neuen Zügen: „ Im Moment noch sehr sauber; gerade von den Toiletten kann ich nur Positives berichten.“

Lesen Sie auch unseren Kommentar: Fehlstart für die Bayerische Regiobahn

Auch in Landsberg gibt es Schwierigkeiten mit den neuen Zügen: Regiobahn: Jeden Tag gibt es ein Problem

 

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Die Diskussion ist geschlossen.

17.12.2018

>> „Frequenz, Tonhöhe und Intervall des Signaltons beim Öffnen und Schließen der Türen sind uns mit durch eine Richtlinie der Europäischen Union vorgeschrieben.“ <<

Man muss dazu sagen, deutlich lauter und nerviger als was man bisher kennt.

Wieder ein gutes Beispiel, wie die EU täglich mit viel Steuergeld gegen ihre Bürger arbeitet. In der Schweiz gibt es so einen Unfug nicht und es werden dort genausowenig täglich Fahrgäste eingequetscht, wie in den älteren Zügen.

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18.12.2018

Die Töne sind tatsächlich extrem nervig. Der neue ICE 4 hat ihn auch.

Noch sind es nur wenige Züge am Bahnsteig. Aber wenn es von 11 Gleisen von allen Seiten piepsen wird, weiß ich nicht, wie das zur Sicherheit beiträgt.

Man sieht es in China: dort piepst jede Kleinigkeit, Ampeln, Schilder, Rolltreppen haben sogar oft noch eine Lautsprecheransage in dauerschleife. Es gibt einfach von allen Seiten akustische Signale. Ab einem gewissen Punkt blendet da Gehirn dann - auf Grund von Informationsüberfluss - diese Informationen einfach aus.

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