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Bobingen

02.07.2020

Viele Ideen für insektenfreundliche Gärten

Eine Totholzpyramide ist im Garten von Veronika Schwarzenberger entstanden. Die Infotafel in ihrer Hand werden sie und Peter Roth aber im Singoldpark anbringen, um dort die Besucher zu informieren.
Bild: Anja Fischer

Plus Die Ortsgruppe Bobingen des Bund Naturschutz hat mit der Stadt Bobingen das Projekt „Jeder Quadratmeter zählt“ gestartet. Das Engagement ist groß.

Wenn es fliegt, krabbelt und wuselt und auch mal sticht, dann ist das vielleicht nicht jedermanns Sache, aber für die Natur und damit wieder für uns Menschen wichtig. Die Ortsgruppe Bobingen des Bund Naturschutz hat deshalb im Frühjahr mit Unterstützung der Stadt Bobingen das Projekt „Jeder Quadratmeter zählt“ ins Leben gerufen. Bis jetzt ist das Engagement groß.

„Blühbotschafterin“ Veronika Schwarzenberger, eine treibende Kraft hinter dem Projekt, berichtet zusammen mit Peter Roth von zahlreichem Bürgerengagement in dieser Richtung. Gerade die Anlage des Insektenpfades im Singoldpark sei ein gutes Beispiel für viele Möglichkeiten, das gerne als Vorbild genommen werde, so Schwarzenberger. „Wenn ich dort bin, sind oft Spaziergänger da, die dann davon sprechen, die eine oder andere Idee selbst aufgreifen zu wollen“, so die "Blühbotschafterin".

Ein Kreislauf schließt sich

Zudem informiert der Bund Naturschutz im Bobinger Stadtboten in regelmäßigen Abständen über verschiedene Maßnahmen, die auch im eigenen Garten machbar sind. „Angefangen haben wir mit dem Thema Totholz“, erinnert sich Peter Roth und erläutert, wie wichtig es ist, im Garten auch mal was liegen zu lassen. „Wenn das abgestorbene Holz durch verschiedene Insekten abgebaut wird, schließt sich ein Kreislauf. Viele Insekten leben im Totholz, finden dort Nahrung und Wohnung.“

Dem Bau von Nisthilfen hat sich der Bund gemeinsam mit seiner Jugendgruppe gewidmet und gemeinsam mit der örtlichen Gärtnerei Sirch einen Denkanstoß für eine insektenfreundliche Bepflanzung von Balkonkästen erarbeitet.

Auch auf kleinem Raum lässt sich Großartiges schaffen

„Es müssen ja nicht immer Geranien sein“, so Peter Roth. Auch auf kleinem Raum könne man etwas bewirken. Balkonkästen mit insektenfreundlichen Pflanzen und eine Nisthilfe daneben – so könne man im kleinsten Bereich bereits Positives für die Natur schaffen.

Auch wenn die Anlage einer Blühwiese vielleicht nicht für jeden Garten geschaffen ist: "Blühbotschafterin" Veronika Schwarzenberger merkt deutlich ein steigendes Interesse an solchen Projekten. „Ich weiß natürlich nicht, welches Projekt am Ende auch für unseren Wettbewerb angemeldet wird, aber mich erreichen viele Anfragen, wie man im Garten aus dem Rasen eine Blühwiese machen kann.“ Teilweise würden dazu ganze Flächen umgebrochen und neu eingesät. Man merke bei den Bürgern ebenso wie bei Firmen und Betrieben eine deutliche Konzentration auf die neuen Ideen zur Gartengestaltung.

Insektenfreundliche Beete an der Wertachklinik

Der Bund Naturschutz beteiligt sich selbst mit einem Projekt bei dem Wettbewerb. Gemeinsam mit der Wertachklinik Bobingen und dem Förderverein der Wertachklinik wollen sie die Blumenbeete insektenfreundlich umgestalten. Zudem soll ein Teil des Rasens mit Frühjahrsblühern durchzogen werden.

Insgesamt zieht der Bund Naturschutz nach der Hälfte der Wettbewerbszeit ein positives Fazit. „Man sieht überall, dass neue Dinge entstehen: ein Totholzeck im Privatgarten, eine Blühwiese am Feldrand oder eine insektenfreundliche Dachbegrünung“, zählt Schwarzenberger auf. Auch die Stadt Bobingen setze mit Stadtgärtnerin Tanja Proksch viele Ideen um. So gesehen sei der Wettbewerb jetzt schon ein toller Erfolg – egal wie viele Teilnehmer am Ende ihre Idee tatsächlich einreichen.

Lesen Sie hier mehr über den Wettbewerb

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