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Walkertshofen

10.10.2019

Viele Projekte in Walkertshofen

Derzeit werden die Bauarbeiten für die Außenanlagen am Lagerhaus in Walkertshofen ausgeführt. Wie hoch die Kosten hierfür sind, war Thema bei der Bürgerversammlung.
Bild: Karin Marz

Bürgermeisterin Margit Jungwirth-Karl bekräftigt bei der Bürgerversammlung neuerliche Kandidatur.Was bei den Bauprojekten in der Gemeinde zu beachten ist.

Über abgeschlossene als auch über künftige Projekte berichtete Bürgermeisterin Margit Jungwirth-Karl während der Bürgerversammlung in Walkertshofen. Schon beim Betreten des Lagerhauses, in dem die Versammlung stattfand, mussten die Besucher zwischen Bauzäunen hindurchlaufen, da derzeit die Außenanlagen erstellt werden.

Am Lagerhaus wird nun ein Parkplatz, eine Art Biergarten für Feierlichkeiten, ein Spielplatz sowie ein Bereich, auf dem der Maibaum künftig aufgestellt wird, errichtet. Jungwirth-Karl erläuterte hierzu gleich die Kosten: Gemäß der Kalkulation des Architekten sollten die Außenanlagen ursprünglich 385000 Euro brutto kosten. Da dies den Gemeinderäten zu teuer war, entschieden sie sich dafür, die Anlagen in einer leicht abgespeckten Variante zu genehmigen, sodass der Anteil, den die Gemeinde bezahlen muss, sich nun auf 160000 Euro beläuft. Vom Amt für ländliche Entwicklung erhält die Gemeinde einen Zuschuss von 64 Prozent der Nettobaukosten abzüglich Nebenkosten. Die maximale Förderung beträgt 183000 Euro.

Themen aus dem ganzen Gemeindegebiet stehen an

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Finanzen Zum Geld: Aufgrund der guten Entwicklung der Steuereinnahmen und der laufenden Tilgung von Krediten könnte die Gemeinde in drei Jahren schuldenfrei sein, sagte die Bürgermeisterin in ihrem Finanzbericht.

Sanierung Schule Als zweitgrößte Baustelle in diesem Jahr bezeichnete die Bürgermeisterin die Sanierung der veralteten Toiletten in der Grundschule. Diese Baumaßnahme ist mittlerweile abgeschlossen und lief nicht so reibungslos wie erhofft, so Jungwirth-Karl. Ursprünglich habe die Gemeinde mit Kosten von 130000 Euro gerechnet. Mittlerweile liegt die Kostenberechnung für dieses Projekt bei 220000 Euro, da etliche veraltete Abflussrohre so sanierungsbedürftig waren, dass diese ebenso erneuert werden mussten. An Fördergeldern für die Sanierung der Toiletten gab es insgesamt 116000 Euro. Den Zeitdruck, die kompletten Bauarbeiten in den Sommerferien durchzuführen sowie die Suche nach Handwerksfirmen, die bereit waren, den Auftrag durchzuführen, nannte die Bürgermeisterin als Schwierigkeit auf dieser Baustelle.

Kläranlage Bis zum Jahr 2026 soll nach und nach die Kläranlage saniert werden. Hierfür habe die Gemeinde ein Konzept durch ein Ingenieurbüro erstellen lassen, um stufenweise die Aufrüstung und den Austausch der veralteten beziehungsweise defekten Technik durchzuführen. Nicht mehr infrage komme für die Gemeinderäte ein Zusammenschluss der örtlichen Kläranlage mit der benachbarten Gemeinde Mittelneufnach, da die hierfür notwendigen Vorgaben schwierig umzusetzen seien, so Jungwirth-Karl. Auf die Frage eines Bürgers nach dem Fremdwasseranteil im Kanalsystem meinte sie, dass derzeit aufgrund eines defekten Messgerätes keine Messungen durchgeführt werden können. Zudem wurde noch eine weitere Stelle im Kanalsystem gefunden, in die zu viel Oberflächenwasser einfließe. Dies werde derzeit geprüft.

Mehr Interessenten als Bauplätze

Baugebiet Für das neue Baugebiet Röstergraben mit 19 Bauplätzen laufe momentan die Ausschreibung, sodass im Frühjahr die Arbeiten für den Tiefbau erledigt werden können. Die Vergabe der Plätze erfolge mittels eines Kriterienkatalogs, bei dem vor allem junge Bürger aus Walkertshofen bevorzugt werden. Insgesamt gebe es 20 Bewerber für das Baugebiet, 12 davon kommen aus Walkertshofen.

Winterdienst Da die Bürgermeisterin immer wieder Beschwerden zum Winterdienst erhalte, erläuterte sie die Arbeit der Bauhofmitarbeiter, die in und rund um Walkertshofen eine Gesamtstrecke von 42 Kilometern räumen müssen. Sie bat die Bürger um Verständnis, dass daher der Räumdienst nicht an allen Stellen gleichzeitig sein könne und es daher zu zeitlichen Verschiebungen kommen könne.

Straßen/Radwege Zurückgestellt haben die Räte die Sanierung der Schulgasse. Auch zur geplanten Sanierung der Aichener Straße konnte Jungwirth-Karl noch keine näheren Auskünfte geben, da noch keine Planung des Landratsamtes vorliege. Auf die Frage aus den Reihen der Bürger, wann der Radweg errichtet werde, meinte Jungwirth-Karl, dass die Planung zwar an ein Ingenieurbüro vergeben wurde, aber noch nicht vorliege. Insgesamt gehen die Planungen zäh voran, da etliche Behörden involviert seien und eine Lösung für zwei Engstellen gesucht werden müsse.

Kommunalwahlen Jungwirth-Karl teilte mit, dass sie bei der im Frühjahr stattfindenden Kommunalwahl wieder kandidieren werde. Wie die Aufstellung der Gemeinderäte und die Wahlveranstaltungen aussehen werden, stehe noch nicht fest. Hierzu wurde aus den Reihen der Bürger nachgefragt. Gefreut haben sich Jungwirth-Karl als auch die Gemeinderäte über das Lob eines Bürgers über deren Arbeit.

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