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Königsbrunn

09.12.2018

Viele Scherben und eine Entscheidung

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2 Bilder
Eine Bude mit Töpferwaren hielt dem Wind am Samstag nicht stand und kippte um.
Bild: Claudia Deeney

Niklausmarkt: Warum sich die Verantwortlichen in Königsbrunn am Samstag zur Absage entschlossen haben.

Nicht so richtig im Sinne von Weihnachten war leider das Wetter beim Niklausmarkt. Statt leise rieselndem Schnee gab es am Samstag heftige Sturmböen. Die Verantwortlichen der Stadt trafen sich bereits um 10 Uhr morgens auf dem Gelände um die Lage zu besprechen. Roland Krätschmer vom Ordnungsamt und Christian Kunert vom Betriebshof entschlossen zusammen mit den Helfern der Freiwilligen Feuerwehr und den anwesenden Vertretern der Polizei, die Öffnungszeit zunächst von 15 auf 18 Uhr zu verschieben, in der Hoffnung dass der Wind bis dahin etwas abflaut und der Niklausmarkt seine Pforten für die Besucher öffnen kann.

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„Wir haben ja auch alle sehr viel Vorarbeit geleistet und da sagt man so einen Event nicht leichten Herzens ab“, verdeutlicht Krätschmer das Dilemma. Die Bühne wurde allerdings bereits bis Mittag abgebaut, denn die Wind-Richtwerte für einen Bühnenaufbau waren auf jeden Fall überschritten. Dann stürzte auch noch eine der Buden mit Töpferwaren um und fiel in Richtung Budenstraße, sodass die meisten Waren in Scherben lagen. Daraufhin entschieden die Verantwortlichen den Niklausmarkt nicht zu öffnen, da die Gefahr durch die unberechenbaren Böen zu groß sei. Die Feuerwehrleute und Roland Krätschmer blieben stundenlang auf dem Gelände, um die Besucher zu informieren und nach Hause zu schicken.

Segelclub-Vorsitzender nimmt die Absage mit Humor

Für die Vereine ist der Ausfall natürlich ebenfalls bitter. Erwin Schneider als Vorsitzender des Segelclubs Königsbrunn und Mitglied des Seemannchores nahm es zumindest mit Humor: „Wir sind gleich mit zwei Ständen betroffen und haben ja sogar eine „Steife Briese“ (Getränk) im Angebot. Aber ich finde den Entschluss richtig“, sagt er auf Rückfrage unserer Zeitung. Er war selbst am Samstag mehrere Male vor Ort um sich ein Bild zu machen und kommentiert die Lage pragmatisch: „Das Wetter kann man nicht ändern und Sicherheit geht vor.“

Nachdem der Wind am Sonntag etwas abflaute, konnte zumindest der dritte Tag des Marktes noch über die Bühne gehen. (deen)

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