Newsticker
Kassenärzte erwarten Aufhebung der Impf-Priorisierungen im Mai
  1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Vier Ensembles gestalten ein Zauberwerk

Bobingen

03.11.2019

Vier Ensembles gestalten ein Zauberwerk

Die Ballettgruppe und die Märchenerzählerin auf der Bühne sowie im „Orchestergraben“ die Schlagzeugklasse der Stadtkapelle, das Flötenensemble der Musikwerkstatt und der Kinderchor Jubilatio – sie alle wirkten beim Kindertheater zum Stadtjubiläum mit.
Foto: Ingeborg Anderson

Kinder beschenken die Stadt zum Jubiläum mit einem Märchen. Barbara Burann will damit die verschiedenen Musikeinrichtungen in Bobingen näher zusammenbringen.

Aufregung und gespannte Erwartung herrschte im Laurentiushaus. Aufregung bei den jungen Akteuren und gespannte Erwartung bei den Besuchern im brechend vollen Saal. Sie fieberten dem Moment entgegen, an dem sich der Vorhang öffnet und die jungen Musiker, Sänger und Tänzer die Geschichte der Zaubertrommel erzählen. Das Kulturamt hatte das musikalische Märchen „Die Zaubertrommel“ in den Reigen der Veranstaltungen zum Jubiläumsjahr der Stadt aufgenommen. Die Besonderheit: Nicht nur eine einzelne Kultureinrichtung der Stadt wirkte mit.

So kommen Musikgruppen zusammen

Vier Ensembles mit etwa 50 Mitwirkenden waren an dieser Aufführung beteiligt: Das Flötenensemble der Musikwerkstatt Bobingen, die Schlagzeugklasse der Stadtkapelle, Schülerinnen der Ballettschule Linda Bobinger aus Königsbrunn, der Kinderchor Jubilatio der Pfarrei St. Felizitas sowie Sebastian Paulin als der Junge, der die Zaubertrommel findet. Kulturpreisträger Tobias Burann-Drixler hatte nicht nur den Part des Kinderchores einstudiert, sondern begleitete das Märchen auch am Klavier. Die bewährte Märchenerzählerin Margrit Horsche erzählte die Geschichte von der Bühne aus.

Die stellvertretende Kulturamtsleiterin Sandra Hartl hob vor allem die Arbeit von Barbara Burann hervor, unter deren Leitung das Projekt zustande kam. Diese verfolgt damit ein besonderes Anliegen: „Ich finde es wichtig und sinnvoll, dass die Bobinger Musikinstitute und Musikvereine mehr zusammenarbeiten. Um mit gutem Beispiel voranzugehen, habe ich nach einem Stück gesucht, das sich anbietet, verschiedene Gruppen zusammenzuführen.“

Und was empfinden die Kinder, wenn nach all den Proben endlich Premiere ist? Felix aus dem Kinderchor, der vor der Bühne platziert ist, ist eher cool. „Ich bin schon mal aufgetreten“, sagt er. Seine Nachbarin Louisa ist schon etwas nervöser. Auf die Frage, was ihr besonders an dem Stück gefällt, antwortet sie: „Alles. Das ganze Märchen ist sehr schön.“

Wie die Trommel zu ihrem Zauber kommt

Als sich dann der Vorhang öffnet, finden sich die Zuschauer auf einer regelrechten, idyllischen Waldlichtung mit echten Bäumen. Auch dieses Bühnenbild ist das Ergebnis einer guten Zusammenarbeit: Werklehrerin Eva Schulz-Zikeli hat die Bäume besorgt und Barbara Burann und Linda Bobinger haben Dinge aus ihren Gärten beigesteuert. Die „Heldin“ des Stücks, die Trommel, kommt aus den Beständen der Stadtkapelle. Und das ist ihre Geschichte. Zuerst entdeckt die Schlangenkönigin die Trommel und nutzt sie als Schlafplatz. Als Dank dafür schenkt sie der Trommel eine Stimme. Dann baut ein Vogel sein Nest auf der Trommel und brütet seine Jungen aus und beschenkt die Trommel ebenfalls mit besonderen Gaben. Hier bezauberten besonders die jungen Balletteleven von Linda Bobinger in ihren bunten, fantasievollen Kostümen. Ein Junge findet die Trommel und nimmt sie mit zu seinem Volk. Dort ruft er damit erst den ersehnten Regen und dann die Sonne herbei. Ende gut, alles gut. Die Trommel verschwindet, aber „man kann ihre Stimme noch immer im Herzen fühlen.“ Und viel Applaus gab es für die jungen Akteure von den stolzen Mamas, Papas und Großeltern nach dem Happy End.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren