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Kulturverein KliK

13.04.2011

Vier Jahreszeiten und eine „Simple Symphony“

Mit Blumen dankte die KliK-Vorsitzende Sonja Michalski der Solistin Miryam Yong-Mi Nothelfer (links) für die hervorragende Darbietung. Über das Lob freuten sich auch Dirigent Bernd-Georg Mettke (rechts) und die Musiker des Augsburger Kammerorchesters.
Bild: Foto: Sabine Hämmer

Augsburger Kammerorchester und Miryam Nothelfer traten im Pfarrsaal der Göttlichen Vorsehung auf

Königsbrunn Rund 120 Gäste genossen im Pfarrsaal der Kirche Zur Göttlichen Vorsehung das Frühlingskonzert, für das der Kulturverein KliK das Augsburger Kammerorchester unter der Leitung von Bernd-Georg Mettke verpflichtet hatte. Als Solistin an der Violine trat Miryam Yong-Mi Nothelfer auf und interpretierte „Die vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi mit großem Können.

Es war ein Heimspiel für die 30-Jährige, die in der Brunnenstadt aufwuchs und ihre musikalische Ausbildung vor knapp 20 Jahren an der Städtischen Musikschule begann. Sie habe das Konzert genutzt, um ihre Eltern zu besuchen, die nach wie vor in Königsbrunn wohnen, erzählte die junge Musikerin. Der Auftritt im Pfarrsaal weckte bei ihr auch Erinnerungen an die Zeit, als sie und ihre Schwestern in der darüberliegenden Kirche als Ministrantinnen mitwirkten.

An der Musikhochschule Augsburg-Nürnberg absolvierte sie ein Vollstudium im Fach Violine und legte 2007 die Meisterklassediplome in Kammermusik und im Fach Violine ab. Inzwischen kommt sie mit ihrem Instrument schon recht viel in der Welt herum.

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Gastspiele in Spanien und Südamerika

So gab sie bereits Gastspiele in Spanien und Südamerika. Auch beim Dreikönigskonzert 2010, das Bernd-Georg Mettke unter dem Titel „Zauber des Barock“ gestaltete, präsentierte Nothelfer eine Kostprobe ihres Könnens – den Winter aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“.

Den Auftakt des Konzertabends setzte „Chacony“. Das romantische Musikstück hatte Henry Purcell im zarten Alter von 21 Jahren komponiert. In Königsbrunn war es in der Bearbeitung von Benjamin Britten (1913–1976) zu hören.

„Im sehr jugendlichen Alter schrieb dieser begnadete Musiker bereits schlichte Melodienfolgen auf“, erzählte Bernd-Georg Mettke. Aus diesen Aufzeichnungen entstand, so Mettke, dann sehr viel später Brittens vierteilige „Simple Symphony“, die das Augsburger Kammerorchester anschließend spielte. Als nach der Pause die ersten Töne der weltbekannten „Die vier Jahreszeiten“ erklangen, gab es bereits vorab vom Publikum kräftigen Applaus. Antonio Vivaldi hat jedes vier Violinkonzerte mit einem Gedicht kombiniert. Diese waren im Programmheft abgedruckt.

Gewitter sind zu hören – und tanzende Bauern

In diesem Konzertzyklus habe der Komponist für die jeweilige Jahreszeit typische Naturerscheinungen und Tätigkeiten musikalisch umgesetzt, erläuterte Bernd-Georg Mettke für die Zuhörer. Leichte Winde, brausende Stürme, ja sogar Gewitter sind zu hören. Ebenso eine Jagdgesellschaft mit Hörnern, tanzende Bauern und Menschen , die auf dem Eis Schlittschuh laufen.

Das vielschichtige Werk wurden Augsburger Kammerorchester meisterlich interpretiert. Besondere Akzente setzte hierbei Miryam Yong-Mi Nothelfer mit faszinierenden Geigensoli.

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