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21.05.2015

Visitation spricht vor allem Kirchentreue an

Auf dem Kirchplatz nahm sich Weihbischof Losinger Zeit für Gespräche mit den Gemeindemitgliedern.
Bild: Ralf Miethig

Der Weihbischof lenkt den Blick über den Tellerrand und bestärkt die Gemeinde. Und es gibt neue Ideen

Ebenso wie zuletzt am Lechfeld nahm sich Weihbischof Losinger auch bei seiner Pastoralvisitation in der Straßberger Pfarrei Heilig Kreuz viel Zeit für Gespräche.

Pfarrer Monsignore Florian Schuller zeigte sich am Ende zufrieden mit dem Ablauf der Visitation und beleuchtete das Treffen aus mehreren Perspektiven: „Es war sehr positiv, mit dem Weihbischof offen über Chancen und Schwierigkeiten unseres Glaubens heute sprechen zu können“, erklärte er. „Wir stellen in unserer Pfarrei auch die Schwierigkeiten des Glaubens in der modernen Welt fest. Hier war es ermutigend, ein ähnliches Denken, Fühlen und Argumentieren seitens des Weihbischofs zu fühlen.“ Leider ließen sich von so einer Visitation vor allem diejenigen ansprechen, die sich sowieso zur Kirche zugehörig fühlen. So sei es am Ende in diesem Sinn eine Stärkung für die Gemeinde, aber weniger ein ausgreifen über die Gemeinde hinaus.

Diesen Schritt kann eine Pfarrei wie Heilig Kreuz nur selbst tun und wird das auch angehen: „Bereits in der Vorbereitung auf die Visitation haben wir gemerkt, dass wir uns bisher schwertun, die neu Zugezogenen anzusprechen“, sagt Monsignore Schuller. „Hier wollen wir Ideen finden, wie uns das künftig besser gelingen kann.“

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Schuller hält die pastorale Visitation, wie sie derzeit in der ganzen Diözese Augsburg stattfindet, für überaus wichtig: „Es hilft, dass man nicht nur in seinem eigenen Saft brät, sondern über den Tellerrand hinausschaut und neue Impulse von außen bekommt“, macht er deutlich. „Coachingmöglichkeiten gehören heute in jeder Institution dazu.“ Er wisse noch aus seiner Zeit als Dekan, wie wichtig dieser Austausch sein könne, sowohl für die Gemeinden als auch für die Hauptverantwortlichen.

Für eine Institution wie die Kirche sei so eine Visitation als Selbstverständlichkeit zu verstehen. Als Gemeinde habe man mit den Vorgaben und notwendigen Vorarbeiten gelassen umgehen können. „Ich habe sie nicht als Belastung empfunden“, so Schuller.

So fand er Austausch zwischen Gemeinde und Bischof in einer offenen und von gegenseitiger Wertschätzung sowie Ermutigung geprägten Atmosphäre statt.

Doch begonnen hatte sie mit dem gemeinsamen Gottesdienst. Verschiedene Gruppen und Chöre der Pfarrei gestalteten diesen feierlich. So sang der Kirchenchor eine lateinische Messe, der Frauensingkreis trug ein Lied bei und vom Jugendchor „Estrella“ kam das „Halleluja“.

Dem angeschlossen hat sich eine intensive Stunde auf dem neu gestalteten Kirchenvorplatz, bei der Weihbischof Losinger mit Vertretern aller Generationen zwanglos ins Gespräch kam. „Die Chance, persönlich mit dem Weihbischof zu sprechen, haben sehr viele genutzt“, freute sich der Seelsorger der Gemeinde, Monsignore Florian Schuller über rund hundert Kirchenmitglieder, die die Möglichkeit zum Gespräch nutzten.

Nach dem Mittagessen mit den Hauptverantwortlichen der Gemeinde war für den Nachmittag ein intensiver Austausch des Kirchenoberen mit weiteren Vertretern aller Gremien in der Pfarrei angesetzt. Hier wurden offen Probleme in der Kirche diskutiert, und zwar sowohl im Allgemeinen wie auch ganz konkret in der Pfarrei Heilig Kreuz. Weihbischof Losinger verstand es, die Gläubigen für die Zukunft zu ermutigen und sowohl in ihrem Glauben als auch in ihrem Einsatz für die Pfarrei zu bestärken.

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