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Kommunalwahl

06.11.2019

Volle Zustimmung für den Bürgermeister

Diese Parteimitglieder belegen die ersten zehn Plätze auf der Kandidatenliste der Königsbrunner CSU für die Stadtratswahl am 15. März 2020. In ihrer Mitte Bürgermeister Franz Feigl, der auf Platz 1 kandidiert und auch einstimmig als Bürgermeisterkandidat nominiert wurde.
Foto: Hermann Schmid

Die CSU nominiert Franz Feigl einstimmig zum Spitzenkandidaten. Der Fraktionschef will ans Listenende

Einstimmig nominierten am Montagabend 46 CSU-Mitglieder Bürgermeister Franz Feigl zum Spitzenkandidaten für die Kommunalwahl am 15. März 2020. Auch die CSU-Liste der 30 Kandidaten für den Stadtrat (siehe Infokasten), die bei der Versammlung im Hotel Zeller en bloc bei einer Gegenstimme verabschiedet wurde, führt Franz Feigl an.

Von den aktuell zwölf Stadträten der CSU tritt nur Peter Henkel nicht mehr an. Auf der Liste stehen neun Frauen, davon fünf auf den Plätzen zwei bis elf. Unter den Kandidaten finden sich Ruheständler ebenso wie junge Eltern, die berufliche Palette reicht von Lehrern und Erzieherinnen über Architekt, Landwirt und Handwerker bis zu Juristen, Unternehmern und pensionierten Polizisten. Feigl dankte allen Kandidaten. Wahlkampf sei für einige eine „peinliche Veranstaltung“. Er gehe gerne in den Wahlkampf, betonte der Bürgermeister, da er generell gerne auf Menschen zugehe. Der 50-Jährige verglich die Kandidaten mit einer Sportmannschaft: „Man rauft sich zusammen, dann macht das richtig Spaß!“

Unter dem Stichwort „Was haben wir gemacht?“ ging Feigl wichtige Punkte im CSU-Wahlprogramm von 2014 durch und zählte die Entwicklungen auf: Unter anderem beim ÖPNV (mehr Busse nach Mering und Bobingen sowie die Tram), bei bezahlbarem Wohnen (den Bestand der GWG von 300 auf 450 erhöht), bei Erziehung und Bildung (Kita am See und jetzt im Martin-Luther-Haus). Unter „Was steht an?“ führte Feigl etwa die schon begonnene Sanierung der drei Grundschulen auf, zudem den Ausbau der Kinderbetreuung und einer krisensicheren Wasserversorgung.

Entscheidend sei jetzt aber auch, „Königsbrunn ein Gesicht zu geben, etwas zu entwickeln, worauf die Bürger stolz sein können, was die Menschen zusammenbringt.“ Er hoffe, dass der Rat am 19. November die lange beratene Planung für die Bürgermeister-Wohlfarth-Straße verabschiede. Zum künftigen Gesicht der Stadt gehöre auch das geplante Forum mit Bürgersaal auf dem Areal der früheren Königstherme, das eine Gastronomie und viele weitere Räume für Begegnung bieten werde.

Der CSU-Ortsvorstand hatte eine Liste mit 30 Kandidaten erstellt, auf der es während der Versammlung nur kleinere Veränderungen gab. Adrian Bollinger-Baum (Platz 24) wollte gestrichen werden. Für ihn rückte Lisa Wolf auf Platz 29 nach. Das Schlusslicht auf Platz 30 wollte unbedingt Alexander Leupolz bilden. Er hatte schon bei der Kommunalwahl 2014 auf Platz 21 kandidiert und war durch Stimmenhäufung auf Platz 4 vorgewählt worden. Er ist seit 2002 im Rat und seit 2008 Vorsitzender der CSU-Fraktion. „Ich würde das auch weiter machen, wenn ich gewählt werde“, teilte er mit. Die übrigen aktiven Stadträte der CSU sind auf den Listenplätzen zwei bis zehn platziert, nur Norbert Schwalber kandidiert auf Platz 16.

Unter den Kandidaten, die erstmals in den Stadtrat wollen, sind einige bekannte Gesichter: Etwa Marion Kehlenbach (Platz 11), Kreisvorsitzende der Frauen-Union (FU), Vorsitzende des Literaturkreises Königsbrunn und freie Mitarbeiterin dieser Zeitung, und Marcella Wolf (Platz 19), FU-Ortsvorsitzende und „Kümmerin“ im Generationen-Wohnen. Oder auch CCK-Präsident Jürgen Langhammer (Platz 13) sowie Daniel Rittel (Platz 15), vielfach aktiv im TSV Königsbrunn.

Zum Auftakt der Versammlung hatte Ortsvorsitzender Maximilian Wellner die Parteimitglieder auf einen „schwierigen Wahlkampf“ eingestimmt. Er beklagte eine verbreitete „Unzufriedenheit der Bürger“, ein „Gejammere“, das „unsere schöne, liebenswerte Stadt“ madig mache. Er empfahl den Wahlkämpfern ein aktuelles Papier von Norbert Schwalber, das viele Pluspunkte der Brunnenstadt wie eine gute Sicherheitslage und familiengerechte Einrichtungen mit Fakten untermauere.

Der Bundestagsabgeordnete, Volker Ullrich, hatte am Montag nach eigenen Worten die Sitzung der CSU-Landesgruppe in Berlin geschwänzt, um Franz Feigl seinen Dank und seine Solidarität zu bekunden.

Er lobte ihn als einen Bürgermeister, der sich nicht in Projekten selbst verwirklichen wolle, der nicht allen Alles verspreche, sondern, wie etwa beim Thema Königstherme, das Machbare angehe.

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