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Musik

15.05.2015

Von Freund zu Freund gespielt

„Von Freund zu Freund“ heißt die zweite CD der Blaskapelle Scherstetten, die Armin Seitz, Gabi Müller, Christoph Reiter, Brigitte Kögel und Erwin Wippel (von links) bei einem Konzertabend präsentierten.
Bild: Walter Kleber

Blaskapelle Scherstetten stellt neue CD beim Konzertabend vor. Musikerinnen präsentieren ihre neue Tracht

Über ein Jahr lang – von ersten Vorgesprächen bis zur fertig gepressten Scheibe – hat die Blaskapelle Scherstetten an ihrer neuen CD gearbeitet. Mit einem Konzertabend im örtlichen Schützenheim wurde das gelungene Werk jetzt offiziell vorgestellt. „Von Freund zu Freund“ – unter diesem Titel hat Kapellmeister Christoph Reiter zwölf Perlen der böhmischen, mährischen und bayerischen Blasmusik für die zweite CD der Scherstetter Blaskapelle ausgewählt. Gelten doch die Polkas, Walzer und Märsche aus der Feder von „Blasmusikkönig“ Ernst Mosch und seinen Egerländer Musikanten noch heute zahlreichen Blaskapellen im Lande als unerschöpflicher Quell für ihre eigenen Repertoires. Hinzu gesellten sich im Lauf der Zeit neue Formationen, die sich dem Erbe der böhmischen Blasmusiktradition bis heute verpflichtet fühlen und regelmäßig neue Kompositionen präsentieren. Eingebettet in dieses Umfeld ist auf der neuen CD der Blaskapelle Scherstetten eine ausgewogene Mischung traditioneller und moderner Titel zu hören.

Neben unsterblichen Klassikern aus dem Erfolgsfundus der Egerländer Musikanten („Kinderaugen“, „Ein Lied aus der Heimat“, „In der Gartenlaube“, „Frag mich nie“, „Als ich ein kleiner Junge war“, „Wenn der Tag erwacht“) präsentierten die Scherstetter Musiker am Konzertabend auch neue Titel zeitgenössischer Komponisten, beispielsweise die „Kuschel-Polka“, die „Steeephans-Polka“, „Unser Dirigent“ und eben auch die Polka „Von Freund zu Freund“, die der neuen CD ihren Namen gegeben hat. Garniert wurden einige Stücke mit Gesangseinlagen von Brigitte Kögel, Erwin Wippel und Kapellmeister Christoph Reiter. Letztere stilecht als Double von Ernst Mosch und seinem langjährigen Gesangspartner Franz Bummerl an Retro-Mikrofonen der 50er-Jahre.

In einer Fotopräsentation erleben die Konzertbesucher die spannende Entstehung der neuen Silberscheibe mit: von der Vorbereitung und den ersten Proben bis hin zur CD-Aufnahme. Ergänzend dazu steuerte der Kapellmeister in gewohnt humorvoller Manier zahlreiche Anekdoten und Hintergrundinfos bei.

Bereits Ende 2013 wurde der Entschluss gefasst, der im Jahr 2001 aufgenommenen CD („Wenn uns’re Musikanten spielen“) eine zweite Produktion folgen zu lassen. Nach monatelanger intensiver Probenarbeit und einem Probenwochenende in Bad Hindelang wurde im November 2014 das Scherstetter Schützenheim für die Dauer eines ganzen Wochenendes in ein modernes Tonstudio umgebaut. Wolfgang Städele vom Studio 80 in Bad Wörishofen führte Regie. Immer und immer wieder mussten einzelne Passagen gespielt werden, bis Tonmeister und Dirigent zufrieden waren. Neben der neuen CD präsentierten die Scherstetter Musikanten noch eine weitere Neuerung: die Musikerinnen zeigten sich beim Konzert erstmals in ihrer neuen Tracht: Zum schwarzen Dirndl tragen sie eine dunkelrote Schürze. (wkl)

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