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13.09.2010

Von Römern, Welsern und Fuggern

Jürgen Woltz in der Montur eines römischen Legionärs in Königsbrunn.
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Jürgen Woltz in der Montur eines römischen Legionärs in Königsbrunn.

Bobingen/Königsbrunn Wie bauten die Römer ihre Straßen? Wie fühlt es sich an, wenn man in offenen Ledersandalen die Alpen überquert? Und wie orientierte man sich vor 2000 Jahren auf dem 80 000 Kilometer großen Straßennetz?

Die Besucher des gestrigen Denkmaltages erhielten in Königsbrunn Antworten auf diese und viele weitere Fragen. Der Arbeitskreis für Vor- und Frühgeschichte stellte ein umfangreiches Programm rund um das Verkehrswesen der Römer auf die Beine. So erfuhren die Zuhörer, dass die Straßen vier Meter breit waren (damit vier Legionäre nebeneinander marschieren konnten) und die offenen Ledersandalen praktisch waren (wenn man durch Flüsse marschieren musste).

Die damalige Straßenkarte "Tabula Peutingeriana" war zwar sieben Meter lang, aber praktisch gerollt, wie Renate Bernhard-Koppenberger den Denkmaltag-Besuchern erklärte. Die Experimental-Archäologin machte auf der Karte einen Ort in der Nähe der Provinzhauptstadt Augusta Vindelicorum aus, der nur Königsbrunn sein kann.

In Bobingen tauchten die Besucher beim Tag des offenen Denkmals nicht nur in die Zeit der Lechfeldschlacht ein. Es war das Leben Augsburger Patrizier, das im Mittelpunkt stand. So wurde eine Publikation zu den Fuggern und Welsern vorgestellt. Außerdem gab es eine Führung durch das Untere Schlösschen, das von Oktavian Fugger erbaut wurde.

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Besuch der Patrizier

Und nicht nur das: Die erlauchten Herrschaften traten selbst in Erscheinung. Mit der Aufführung des Geschlechtertanzes vermittelten sie ein Stimmungsbild der ausgehenden Renaissance. In prächtigen Gewändern und mit gemäßigten Schritten bewegten sich die Paare der Interessengemeinschaft Historisches Augsburg zu den Klängen von Renaissancemusik und plauderten über ihr Leben in Augsburg. (inge, maker) "Ausführliche Berichte folgen

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