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14.07.2010

Von der Druckerei zum Medienhaus

Am Ende der Ausbildung werden Drucker bei Kessler nach Zunftbrauch "gegautscht". Foto: Pitt Schurian
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Am Ende der Ausbildung werden Drucker bei Kessler nach Zunftbrauch "gegautscht". Foto: Pitt Schurian
Bild: Pitt Schurian

Bobingen Es sind Gegensätze, die beim Besuch von "Kessler Druck und Medien" in Bobingen auffallen: Hochmoderne Betriebsanlagen füllen mehrere Gebäude im Gewerbegebiet im Westen der Stadt, im Foyer begrüßt hingegen ein altehrwürdiger Setztisch mit Bleilettern den Besucher. Und vor der spiegelnden Fassade wartet ein Holzzuber, dass der gerade fertig ausgebildete Nachwuchs der Zunft zu frischen Gesellen gegautscht wird. Tradition und Technik, Perfektion und familiärer Geist gehören hier offenbar zusammen. Es sind jetzt Festtage bei Kessler. Mit 220 Mitarbeitern, vielen Kunden und weiteren Gästen blickt der Familienbetrieb auf 50 Jahre zurück.

Bobingen Es sind Gegensätze, die beim Besuch von "Kessler Druck und Medien" in Bobingen auffallen: Hochmoderne Betriebsanlagen füllen mehrere Gebäude im Gewerbegebiet im Westen der Stadt, im Foyer begrüßt hingegen ein altehrwürdiger Setztisch mit Bleilettern den Besucher. Und vor der spiegelnden Fassade wartet ein Holzzuber, dass der gerade fertig ausgebildete Nachwuchs der Zunft zu frischen Gesellen gegautscht wird. Tradition und Technik, Perfektion und familiärer Geist gehören hier offenbar zusammen. Es sind jetzt Festtage bei Kessler. Mit 220 Mitarbeitern, vielen Kunden und weiteren Gästen blickt der Familienbetrieb auf 50 Jahre zurück.

1960 begann die Firmengeschichte, als sich Caspar Kessler selbstständig machte. 3000 Mark und ein alter VW-Käfer waren das Startkapital für eine kleine Druckerei an der Hochstraße in Bobingen. Schon während der Meisterschule hatte er das geplant. Mit seiner Frau Ingrid baute er den Betrieb nach und nach aus. Immer schneller geht die Entwicklung, sagt Ingrid Kessler auch heute. Die Technik und das Internet machen mehr möglich und der Familienbetrieb passt sich dem an.

Längst hat die digitale Welt das alte Handwerkszeug verdrängt. Geblieben ist der hohe Anspruch an die Qualität. Dass guter Druck noch eine Kunst ist, merkt man, wenn das Papier der Hand schmeichelt, Bilder und Buchstaben klar ins Auge fallen und sich der Inhalt übersichtlich einprägt.

Von der Druckerei zum Medienhaus

Wie man das macht, wissen die Fachleute im Haus. Klar, dass sie das auch mit ihrer Kundenzeitschrift, dem "Kessler report" demonstrieren. Der ist viel gelobt und gerade frisch preisgekrönt. Beim diesjährigen "Best of Corporate Publishing-Award" des Branchen-Forums Corporate Publishing wurde die seit 1998 bestehende Zeitschrift mit dem Silber Award in der Kategorie "Druck und Innovation" ausgezeichnet. Über 600 Publikationen waren eingereicht, um die begehrten Trophäen zu gewinnen.

"Wir wollen mit dieser Publikation nicht nur alles Wissenswerte aus dem Unternehmen Kessler sowie aus den Bereichen Druck, Veredelung, Papier, Weiterverarbeitung, Online, Web-to-Print etc. nach außen tragen, sondern auch den Blick über den eigenen Tellerrand und den der Branche aufzeigen", sagt Geschäftsführer Arnfried Sittner.

Qualität und Weitblick scheinen für Caspar und Ingrid Kessler in ihrer Unternehmensphilosophie wichtig. Aus ihren Schilderungen hört man aber auch die Ansprüche des heutigen Marktes heraus: "Schnelligkeit und Flexibilität", nennt der Firmenchef weitere Bausteine seines Erfolgsgeheimnisses.

Werbeagenturen und viele Firmen wissen das zu schätzen. Sie zählen zu den Hauptkunden des Bobinger Druckhauses. Auch wenn das Unternehmen multimediale Leistungen anbietet, das klassische Printprodukt wird nicht verschwinden, es wird eine starke Säule bleiben, sagt Caspar Kessler.

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