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Konzert

17.11.2018

Von keltischem Folk bis Country

Bunt und vielfältig war das Programm in der Buchhandlung Schmid zur Woche unabhängiger Buchhandlungen. Den Schlusspunkt setzte ein ganz besonderes musikalisches Schmankerl, dessen Stil den Fans des Grünthaler’schen Kulturprogramms bestens bekannt sein dürfte; nämlich von den Auftritten der preisgekrönten Gruppe Cara, zu deren Formation Gudrun Walther und Jürgen Treyz gehören.
Bild: Radloff

Zum Abschluss der „Woche unabhängiger Buchhandlungen“ gibt es ein Musik-Schmankerl

Bunt und vielfältig war das Programm in der Buchhandlung Schmid zur Woche unabhängiger Buchhandlungen. Den Schlusspunkt setzte ein ganz besonderes musikalisches Schmankerl, dessen Stil den Fans des Grünthaler’schen Kulturprogramms bestens bekannt sein dürfte; nämlich von den Auftritten der preisgekrönten Gruppe Cara, zu deren Formation Gudrun Walther und Jürgen Treyz gehören. Und wer die beiden in der Buchhandlung gehört hat, kommt sicherlich auch zum nächsten Cara-Konzert nach Schwabmünchen. Der Termin steht schon fest.

Eine Reise durch Kulturen und Länder und eine Spurensuche nach den musikalischen Wurzeln, das boten Gudrun Walther und Jürgen Treyz in der Buchhandlung Schmid vor ausverkauftem Haus. Jahrhunderte zurück reicht ihr Interesse vor allem an irischer Musik, die sie besonders lieben. Auf der Suche nach alter Liedliteratur stoßen sie immer wieder auf Neues und setzen es auf Geige, diatonischem Akkordeon und Gitarre sowie Gesang um, und wie. Die glockenklare, helle und hohe Stimme Walthers überzeugt ebenso wie das handwerkliche Können auf den Instrumenten. Ob irisch-keltischer Folk, gruselige Balladen, traditionelle deutsche Tanzmusik (Rheinländer, Württemberger, Menuette, Klompentanz, Zwiefacher, Walzer und vieles mehr) oder Country, sie bringen alles stilecht und überzeugend rüber. Warum? Weil sie ihre Musik lieben, mit ihr aufgewachsen sind: „Ich entstamme einer Musikerfamilie, die zum Beispiel auch in Kneipen spielten und damit Geld verdiente. Mit fünf erhielt ich meine erste Geige, mit zehn hatte ich meinen ersten öffentlichen Auftritt. Das hat mich geprägt“, erzählt Gudrun Walther und meint weiter: Ich habe meine jetzige Geige von meinem Urgroßvater geschenkt bekommen. Sie leitet mich musikalisch. Ich vertraue ihr.“ Intuitiv, „wie im Schlaf gelernt“, spielt sie so manches Stück, komponiert aber auch selbst.

Die neue CD ist hoch oben auf einer Berghütte im Zillertal entstanden. „Wir haben uns dorthin ein paar Wochen zurückgezogen und kamen prima voran“, erzählt Jürgen Treyz, der unter anderem sogar ein Gitarrenbuch geschrieben hat. Musik vergangener Jahrhunderte aufzuspüren und umzusetzen, das ist für die beiden ein inneres Bedürfnis. Und dass sie sie auch begeistert darbieten, das ist ihnen bei ihrem Konzert in Schwabmünchen anzumerken. Vor allem Gudrun Walther strahlt bei jedem Stück und geht mit dem ganzen Körper mit. Es ist nicht nur ein Ohrenschmaus, ihr zuzuhören, sondern auch eine Augenweide, ihr zuzuschauen.

Das wird besonders deutlich bei den Zugaben, unter anderem einem Trinklied aus der Oberpfalz, allerdings auf Württembergisch, denn der Dialekt liegt beiden mehr.

Hohes Lob sprach Hans Grünthaler den beiden nach dem Konzert aus, das Publikum applaudierte begeistert. Alle zusammen freuen sich schon auf das nächste Gastspiel der beiden Vollblutmusiker in Schwabmünchen, und zwar am 16. März 2019, dem St. Patrick’s Day, dann allerdings mit Cara, wie im vergangenen Jahr. (rr-)

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