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Mickhausen

18.11.2020

Wärmeversorgung kommt nun doch in die Alte Schule in Mickhausen

Der externe Neubau eines Heizverbundes für Kindertagesstätte und Schule in Mickhausen gehört der Vergangenheit an. Der Gemeinderat hob den bisherigen Beschluss auf und votierte mehrheitlich, die Wärmeversorgungsanlage in der Alten Schule Bild unterzubringen.
Bild: Siegfried P. Rupprecht

Plus Der Neubau eines externen Heizhauses in Mickhausen ist vom Tisch. Jetzt gibt es andere Pläne. Was der Gemeinderat beschlossen hat.

Der Gemeinderat von Mickhausen hat seinen ursprünglichen Beschluss, ein externes Heizhaus für Kindertagesstätte und Schule sowie zwei Toiletten für Friedhofsbesucher zu errichten, in einer außerordentlichen Sitzung aufgehoben.

Nun votierte das Gremium mehrheitlich, die Wärmeversorgungsanlage in der Alten Schule einzubauen. Der Meinungsumschwung wurde von Gemeinderat Roland Rieger eingeleitet. Er hatte die nochmalige Behandlung des Themas und um einen Ortstermin bei der Alten Schule beantragt.

Wärmeversorgung in Mickhausen: Alte Schule trocken legen

Rieger brachte bei dem Ortstermin vor allem die höheren Kosten für einen Neubau gegenüber der Platzierung der Heizung in bereits bestehenden Räumen der Alten Schule ins Spiel. Die damit eingesparten Kosten könne man in die Trockenlegung und Sanierung der feuchten Kellerräume des alten Schulgebäudes investieren.

Der anwesende Fachplaner war über die erneute Debatte zunächst verwundert. Alle Kriterien seien bereits beim gefassten Beschluss des Gemeinderats in der September-Sitzung erörtert und ausführlich besprochen worden, meinte er. Parallel dazu führte er bei der Platzierung der Heizung in der Alten Schule aus seiner Sicht gleich mehrere Nachteile an. So verwies er nachdrücklich auf die feuchten Räume des Gebäudes, auf die beschränkte Lagermenge von Pellets aufgrund der geringen Raumhöhe sowie auf die eventuelle künftige Nutzungseinschränkung des Hauses.

Mickhausen: Kirche hat offenbar kein Interesse an Heizverbund

Nachdem Kirche und Pfarrhof derzeit kein Interesse am Heizverbund gezeigt haben und auch aktuell keine verbindlichen Zusagen von interessierten Anliegern vorliegen, würden derzeit nur zwei Heizkessel benötigt, so der Experte. In der Alten Schule sei aus Platzgründen der Einbau von maximal drei Kesseln möglich, bei einem externen Haus auch vier. Die Eröffnung des Kindertagesstättenanbaus und die damit verbundene Wärmeversorgung seien für September 2021 geplant. Eine Überbrückung der Heizung sei bis Dezember machbar.

Von Bürgermeister Mirko Kujath kam unter anderem der Einwand, dass die Platinen der Heizanlage bei Feuchtigkeit schneller korrodieren und damit Probleme bereiten. Beim Neubau eines Heizhauses könne sich der Gemeinderat darüber hinaus in Ruhe über die künftige Nutzung der Alten Schule beraten und dann die entsprechenden Schritte einleiten.

Neue Toilettenlösung für Friedhofsbesucher in Mickhausen

Bei der anschließenden Besichtigung der Kellerräume in der Alten Schule wurde schnell deutlich, dass eine Anzahl von Gemeinderäten trotz der dortigen maroden Zustände auf Distanz zu dem im September gefassten Beschluss ging. Die Ortseinsicht ergab für sie einen geänderten Sachverhalt. Die Befürworter des Heizungseinbaus in die Alte Schule, allen voran Roland Rieger, hatten auch eine Alternative für die geplanten Friedhofsbesucher-toiletten parat. Hier könne man die gegenwärtig von der Feuerwehr benutzten Sanitäranlagen im Gebäude benutzen und sie eventuell barrierefrei von außen erreichbar machen, hieß es.

Was sich bei der Ortsbesichtigung abzeichnete, wurde anschließend im Sitzungssaal bestätigt. Der bisherige Beschluss wurde aufgehoben. Mit knapper Mehrheit entschieden sich die Gremiumsmitglieder bei namentlicher Abstimmung für den Einbau der Heizung in der Alten Schule.

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