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Landkreis Augsburg

16.01.2020

Wann kommt er, der erste Schnee?

Vor einem Jahr gab es einen heftigen Wintereinbruch im Augsburger Land. Stellenweise fiel bis zu einem halben Meter Schnee.
Bild: Marcus Merk

Plus Vor einem Jahr sorgte ein Wintereinbruch im Augsburger Land für große Probleme. Jetzt ist der Januar ist zu warm und zu trocken. Woran das liegt.

Der Winter hat Halbzeit: Aber so richtig gezeigt hat er sich bislang nicht. Der Neusässer Meteorologe Klaus Hager, der früher die Geophysikalische Beratungsstelle des Jagdbombergeschwaders 32 auf dem Lechfeld leitete, hat in seinen Aufzeichnungen nachgeblättert. Das Ergebnis: Dezember und Januar sind bislang zu mild, sie sind zwei Grad zu warm. Den ersten Monat des neuen Jahres zeichnet noch etwas anderes aus.

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„Der Januar war bislang zu trocken“, sagt Hager. Bislang sei nur eine Menge von fünf bis sechs Liter pro Quadratmeter vom Himmel gefallen. Normal seien aber 65 bis 70 Liter Niederschlag. Hager bezeichnet das Phänomen, das einmal im Jahrzehnt vorkommen könne. Einmal habe es seit der verlässlichen Aufzeichnung von Niederschlagswerten und Temperaturen im 19. Jahrhundert sogar einen Januar mit nur einem Liter Wasser gegeben.

Schuld ist das "Schaukelwetter"

Die Trockenheit führt Hager auf ein ausgeprägtes „Schaukelwetter“ zurück. Kühlere und wärme Luft kommen in wechselnden Richtungen zu uns. Damit könnte es bald vorbei sein: Denn am 25. Januar beginnt für die Wetterexperten der Hochwinter. Das heißt: Es sind die kältesten Temperaturen zu erwarten. Und wenn der Winter tatsächlich kommt, dann geht er in die Vollen. So wie vor einem Jahr: Innerhalb kürzester Zeit hatte es in Teilen des des Landkreises heftig geschneit. Einige Dörfer und Weiler waren abgeschnitten. Schulbusse konnten nicht fahren und Pendler blieben morgens zu Hause. Stellenweise fielen innerhalb weniger Stunden über 20 Zentimeter Schnee. So etwa in Walkertshofen. Über 60 Zentimeter sollen insgesamt in Konradshofen zusammengekommen sein, fast 40 Zentimeter meldeten andere Staudenorte. „Das ist rekordverdächtig“, sagte Meteorologe Klaus Hager damals. 1942 wurden seinen Unterlagen zufolge im Augsburger Land fast 70 Zentimeter gemessen. In Augsburg waren es etwas über 50 Zentimeter. Schneereich war aber auch der Winter 2006: In Neusäß fielen damals an die 60 Zentimeter Schnee.

In höheren Lagen bleibt der Schnee liegen

Wiederholt sich das Winterspektakel in diesem Jahr? Geht es nach einer Bauernregel, dann lautet die Antwort: Ja. „Auf kalten trocknen Januar folgt oft viel Schnee im Februar“, heißt es. Die Wetterdienste gehen am Wochenende tatsächlich von Schneefall aus. Meteorologe Hager rechnet aber nicht mit großen Mengen. Nur in höheren Lagen, zum Beispiel in den Stauden, könnte die weiße Pracht auch liegen bleiben. Die Landwirte im Augsburger Land würden sich jedenfalls freuen. Schließlich prophezeit die Bauernregel für den 22. Januar: „Kommt Sankt Vinzenz tief im Schnee, bringt das Jahr viel Heu und Klee.“

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