1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Warum das Schwimmen etwas teurer wird

Königsbrunn

03.07.2019

Warum das Schwimmen etwas teurer wird

Das Bad im Gymnasium Königsbrunn wird weiter auf Zuschüsse angewiesen sein.
Bild: Hermann Schmid

Obwohl beim Gymnasium-Bad im ersten Jahr unerwartet hohe Kosten anfielen, wird die Stadt den Stundensatz (vorerst) nur um 25 Cent erhöhen. Das Bad bleibt ein Zuschussbetrieb.

Die Vereine, die das Schwimmbad im Gymnasium nutzen, können erst mal mit dem annähernd gleichen Stundensatz kalkulieren wie in den Jahren vor der Sanierung. Dies beschloss der Hauptausschuss des Stadtrats. Für die Abrechnung der Nutzung in 2018 beträgt er 45 Euro, bis 2012 lag er bei 44,75 Euro.

Als das Bad im Oktober 2017 nach einer mehrjährigen Sanierung (inklusive Verzögerungen) runderneuert wieder in Betrieb ging, hatte der Rat den Stundenpreis für Vereine und Organisationen auf 50 Euro festgesetzt. Man wollte aber vor der Abrechnung mit den Vereinen erst die Aufstellung der Betriebskosten durch das Landratsamt - es ist Sachaufwandsträger des Gymnasiums - abwarten. Falls dabei Hoffnungen mitschwangen, der Aufwand für den Betrieb des energetisch sanierten Bades könnte deutlich sinken, so wurden sie Anfang Mai dieses Jahres schwer enttäuscht (wir berichteten).

Hohe Aufwendungen für Energie und Frischwasser

Die Aufstellung des Landratsamts weißt für 2018 hohe Aufwendungen für Energie und Frischwasser aus und kommt auf rund 225000 Euro. Nach Abzug einiger Einnahmen muss die Stadt davon entsprechend ihrem Nutzungsanteil von 984 Stunden (46 Prozent) rund 88140 Euro tragen. Bei der städtischen Nutzung entfallen rund 215 Stunden auf die Schulen, 270 auf öffentliches Schwimmen und 500 auf die Vereine.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Der Kostenanteil, der diesem Zeitanteil entspricht, beträgt 44770 Euro, legte Klaus Förster, Leiter des Sachgebiets Sport im Rathaus, in seiner Sitzungsvorlage dar. „Kostendeckend wäre ein Stundenpreis von 89,57 Euro“, hielt er fest. Beim anvisierten Stundensatz von 50 Euro würde die Stadt von den Vereinen knapp 25000 Euro erhalten. Der Ausschuss könne aber auch einen anderen Stundensatz beschließen, stellte er fest.

Bürgermeister Franz Feigl erläuterte, dass die unerwartet hohen Betriebskosten durch technische Probleme bei der Wasseraufbereitung in den ersten Monaten ausgelöst wurden. Das Wasser im Lehrschwimmbecken musste mehrmals neu eingefüllt und dann wieder erwärmt werden.

Probleme sind gelöst

Die Stadt hat beim Landkreis bereits moniert, dass diese Kosten durch die Gewährleistung der Lieferfirmen getragen werden sollten - bislang ohne Erfolg. Feigl äußerte die Hoffnung, dass sich die Betriebskosten nun, da diese Probleme gelöst sind, deutlich senken. Er schlug vor, den Vereinen schon für 2018 den Stundensatz aus der Zeit vor der Sanierung in Rechnung zu stellen, leicht aufgerundet von 44,75 auf 45 Euro.

Dem stimmten die Sprecher von CSU, SPD und Freien Wählern zu und argumentierten, die fünf Euro pro Stunde weniger könne die Stadt verkraften. Florian Kubsch gab allerdings zu bedenken: „Wenn das Geld mal knapp wird, dann müssen wir umso stärker erhöhen.“ Alwin Jung (Grüne) und Christian Toth (FDP) hingegen argumentierten, da der Rat im Oktober 2017 den Stundensatz von 50 Euro beschlossen habe und die Kosten ja deutlich höher sind, solle man jetzt auch dabei bleiben.

Bei der Abstimmung schlossen sich dieser Haltung noch Peter Henkel und Norbert Krix von der CSU an, für eine Mehrheit reichte es nicht.

Um die Informationen abzurunden, hatte Klaus Förster auch Nutzungszahlen und Kosten für das öffentliche Schwimmen, mittwochs von 17.30 bis 21 Uhr und freitags von 17 bis 21 Uhr. Vom Start im März bis Jahresende 2018 waren 1527 Badegäste gekommen, 1216 Erwachsene, 263 Jugendliche und 48 Kinder.

„Ein großer Zuschussbetrieb“

Erwachsene zahlen drei Euro, Jugendliche und Kinder ab sieben Jahren 1,50 Euro. Kostendeckend wäre ein Preis von 23,40 Euro pro Besucher über sieben Jahre, stellte Förster fest. „Aus finanziellem Blickwinkel ist es ein großer Zuschussbetrieb.“

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren