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Schwabmünchen

04.11.2020

Warum der Schöffel-Chef Tannen im Bergwald pflanzt

Die Schöffel-Stiftung unterstützt den Waldumbau der Bayerischen Staatsforsten: Im Bergwald pflanzten Vertriebsleiter Stefan Merkt und Peter Schöffel Tannen.
Bild: Kirsten Witte

Plus Jüngst pflanzte Peter Schöffel mit Kollegen 700 Tannen im Bergwald bei Schliersee. Warum er das macht, berichtet er im Interview.

Die Schöffel-Stiftung fördert seit fast zehn Jahren soziale Projekte in der Region Augsburg. Unter dem Motto "gemeinsam aufbrechen, nachhaltig wirken" verfolgt sie das Ziel, Kindern durch Bewegung in der Natur eine Zukunftsperspektive zu vermitteln. Doch die ist in Gefahr: In Teilen von Bayern verschlechtert sich der Zustand der Wälder. Peter Schöffel will dagegensteuern.

Schöffel unterstützt Baumpflanzungen

Peter Schöffels Stiftung - er ist Mitbegründer und alleiniger Vorstand - unterstützt Baumpflanzungen und den Waldumbau der Bayerischen Staatsforsten. Dazu werden die Mehrwertsteuersenkung im Onlineshop des Outdoor- und Skispezialisten gespendet und der Betrag am Ende von der Stiftung verdoppelt. Seit Juli wurden so schon mehr als 20.000 Baumpflanzungen unterstützt.

Sie haben jüngst am Schliersee 700 Tannen gepflanzt. Ist das nicht anstrengend im Bergwald?

Peter Schöffel: Doch, in der Tat. Hier steht man ja auf verwachsenem, mit Wurzeln durchzogenem Gelände und freut sich über jeden Schlag mit der Hacke, der locker in die Erde eindringt.

Wie kam es zu der Aktion?

Schöffel: Die Schöffel-Stiftung einerseits, aber auch das Unternehmen Schöffel sind immer wieder auf der Suche nach Möglichkeiten, Sinnvolles und Gutes zu tun. So wurden wir auf die Baumpflanzaktionen der Bayerischen Staatsforsten aufmerksam und sahen darin eine passende Gelegenheit, die Mehrwertsteuersenkung zu nutzen, um unkompliziert zusammen mit unseren Kunden einen Beitrag zu leisten. Die Tatsache, dass wir ganz regional der Natur helfen und außerdem selbst mit anpacken konnten, passt auch gut zu uns als bodenständiges Unternehmen.

Schöffel: Wälder müssen gepflegt werden

Wie beurteilen Sie den Zustand des Waldes in Bayern und besonders in Schwaben?

Schöffel: Ich bin zwar selbst kein Forstwirt, verantworte aber Wald in der Region und kann so aus eigener Erfahrung sagen, dass man die Wälder in ihrer vorgesehenen Vielfältigkeit betrachten und dementsprechend pflegen muss. Am Schliersee haben wir beispielsweise junge Tannen gepflanzt, als Ausgleich zu den mittlerweile zu stark vorhandenen Fichten. Diese wachsen zwar schneller, sind aber bei Weitem nicht so widerstandsfähig wie Tannen, die tiefer wurzeln. Man sieht also auch hier ein Umdenken, von der reinen Wirtschaftlichkeit zu mehr Nachhaltigkeit, und das in einer Langzeitperspektive.

Braucht es mehr Unternehmer, die mit ambitionierten Projekten in die Natur investieren?

Schöffel: Jeder Invest in die Natur ist ein richtiger Schritt, egal, wie ambitioniert er ist. Und jeder Mensch kann etwas bewegen, egal ob Unternehmer oder nicht.

Was heißt das konkret?

Schöffel: Unternehmen sollten ihre Verantwortung annehmen, und zwar nicht nur kurzfristig und unmittelbar. Es gibt unzählige Möglichkeiten, sich dem Thema Nachhaltigkeit anzunähern. In einem Prozess, der ohnehin nicht endet, ist jede Weiterentwicklung wertvoll.

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