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Schwabmünchen

11.07.2020

Warum die Schwabmünchner Fußballer noch länger pausieren

Die Fußballer des TSV Schwabmünchen werden erst im August mit dem Training beginnen.
Bild: Leitenstorfer (Symbolbild)

Plus Der TSV Schwabmünchen will erst im August mit dem Fußballtraining beginnen. Warum das so ist und was Trainer Paolo Maiolo von der restlichen Saison erwartet.

Seit März ruht der Amateurfußball. Die Corona-Pandemie sorgte für die lange Pause, die nach jetzigem Stand erst Anfang September zu Ende sein wird. Seit dieser Woche ist ein normales Training offiziell wieder möglich. Doch in Schwabmünchen wird noch pausiert. Das hat Gründe.

Trainer Paolo Maiolo reichen fünf Wochen Vorbereitung. Durchaus logisch, denn ein Testspielbetrieb, der das Training sinnvoll ergänzt, ist noch nicht zugelassen. Dieser könnte, wenn überhaupt, eventuell erst im August möglich sein. Doch ganz sind die Spieler ihren Trainer in den nächsten Wochen nicht los.

Per App kann der Trainer sehen, wer sich an den Laufplan hält

„Alle bekommen nun Laufpläne“, erklärt Maiolo. Mittels einer App kann der Trainer kontrollieren, wer sich daran hält. „Die Laufpläne sind freiwillig, aber die Jungs können so natürlich Pluspunkte bei mir sammeln“, verrät er mit einem verschmitzten Lächeln. Paolo Maiolo ist unglaublich froh, dass die fußballlose Zeit vorüber ist. „Ich freue mich so sehr, das kann sich niemand vorstellen“, sagt er.

Bild: Christian Kruppe (Archiv)

Fraglich ist, wie sehr die Qualität des Spiels unter der Pause leidet. „So lange ohne Ball am Fuß, da geht schon ein bisschen Gefühl verloren“, vermutet er. „Aber die Jungs sind an sich so stark, das wird sich schnell wieder finden“, vertraut er seinem Team.

Im Schwabmünchner Kader gab es einige Wechsel

Sportlich wollen die Schwabmünchner nicht zurückstecken. „Wir waren bis zur Pause vorne dabei und so soll es auch danach sein“, stellt er klar. Dass sich einige Teams mittlerweile massiv verstärkt haben, sieht er gelassen. „Die Wechsel sind legal und wer Geld hat, kann solche Spieler kaufen. Ob das in dieser Form Wettbewerbsverzerrung ist, muss jeder für sich entscheiden“, kommentiert er die Wechselflut mitten in der Saison. Gerade Lokalrivale Schwaben Augsburg hat sich massiv verstärkt. Die sieht er nun in Zugzwang: „Von einer solchen Truppe muss man eigentlich jede Woche einen Sieg erwarten.“

Auch im Schwabmünchner Kader hat sich etwas getan. Torhüter Michael Deiniger wechselt zum SV Fuchstal in die Kreisklasse. Neu ist Maximilian Vihl, der vom FV Illertissen II aus der Landesliga kommt. „Da sieht man den Unterschied. Schwaben Augsburg holt Spieler aus der Illertisser Regionalmannschaft, wir aus der Zweiten“, kommentiert Maiolo.

Trotzdem ist er von Vihl überzeugt. „Er ist jung, kampfstark und hat einen großen Willen.“ Der Linksfuß passt also perfekt für Maiolo. Was Maiolo freut: Fatlum Talla und Serhat Örnek werden das Team erst einmal nicht verlassen. „Beide bleiben bis zum letzten Spiel bei uns, obwohl sie durchaus wechseln hätten können. Das zeugt von Charakter“, so Maiolo.

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