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Polizei SV Königsbrunn

13.06.2018

Was die Judokas in Japan erlebten

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2 Bilder
Die Gäste des Polizei-SV Königsbrunn beim gemeinsamen Judotraining mit dem Kindergarten Nozomi in Japan.

Acht Männer und Frauen des Polizei SV Königsbrunn waren in Japan zu Gast.Im Mutterland der Kampfkunst ging es dabei nicht nur um den Sport.

 Acht Judoka des Polizei SV Königsbrunn haben sich unter der Führung der beiden Diplomtrainer Regina und Johannes Daxbacher nach Japan aufgemacht. Die beiden haben beste Beziehungen in das Mutterland des Judo und konnten ihren Judoschülern das Land aus verschiedenen Blickwinkeln zeigen. Die Königsbrunner haben nach 2002, 2007 und 2010 nun schon zum vierten Mal eine Japanreise für ihre Vereinsmitglieder organisiert.

Ihr langjähriger Freund, Judo-Großmeister Shigeru Kariya (7. Dan), organisierte den Aufenthalt bei Gastfamilien in der Küstenstadt Kashima, inmitten von Reisfeldern. Der Besuch des weltberühmten Kashima-Schreins, Ausflüge nach Mito und Nikko, eine Teilnahme an einer Tee-Zeremonie und Kalligraphie-Stunden sowie ein gemeinsamer Englischunterricht mit japanischen Schülern und Studenten waren weitere kulturelle Leckerbissen und menschlich sehr verbindend. Besondere Freude bereitete das gemeinsame Judotraining und Randori (kultiviertes Kämpfen). Vor allem die bayerischen Mitbringsel wie die „Wies’n-Lebkuchentaschen“ hatten es den Japanern angetan.

Der Reiz der Weltstadt Tokio

Den krassen Gegensatz zu den bisherigen Stationen bei den Familien im ländlichen Kashima bot sich in Tokio. Ein unbeschreiblich großer Menschenandrang an den Bahnhöfen und in den Straßen, ein Geschäft am anderen und oftmals das groteske Nebeneinander von modernen Wolkenkratzern und alten buddhistischen Tempeln oder Shinto-Schreinen zeigten den besonderen Reiz dieser Weltstadt mit etwa 27 Millionen Einwohnern.

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Natürlich wurde der berühmte Senso-Ji, auch Asakusa-Kannon Tempel genannt, besichtigt. Ein Besuch im Ueno-Park gehörte ebenso zum Programm wie die Fahrt zur Ginza, der „Maximilianstraße Tokios“. Ein weiteres Highlight war der Besuch in Kamakura und des dortigen Großen Buddha, dem Daibutsu.

Das Highlight eines jeden Judoka ist der Besuch im Kodokan, der ersten und bedeutendsten Judoschule der Welt. Dort findet das Training der Top-Judoka statt, die sich einmal im Monat in Vergleichskämpfen um Ranglistenpunkte bemühen.

Eine besondere Wertschätzung erfuhr Johannes Daxbacher von Professor Nobuyasu Hirasawa. Der Humanist lud ihn in seine Präfekturhauptstadt Maebashi ein, um über sein humanitäres Entwicklungshilfeprojekt „Judo for Ethiopians“ zu referieren. Der Königsbrunner Polizeihauptkommissar, der auch vom Bürgermeister und vom Vizegouverneur empfangen wurde, war über die positive Resonanz und das große Interesse der Japaner an seinem Afrika-Engagement sehr überrascht.

Reise bleibt lebenslang in Erinnerung

Ein sehr angemessener und würdiger Ausklang war nach einem anstrengenden Judotraining im Kodokan die „Sayonara-Party“. Am letzten Abend in Tokio wurden sie noch von Toshihiko Yamada, dem Cheforganisator für die Olympischen Spiele 2020 im Judo, begleitet. Es war eine Reise, die den Königsbrunner Judoka lebenslang in Erinnerung bleiben wird. (SZ)

Die beiden Judo-Großmeister Shigeru Kariya und Johannes Daxbacher mit einer japanischen Kalligrafie vor den beiden Nationalflaggen.
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