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Schwabmünchen

31.01.2020

Was sich Bäuerinnen beim Landfrauentag wünschen

Den Landfrauentag in der Stadthalle Schwabmünchen begleitete der Landfrauenchor musikalisch.

Plus Arbeit in der Landwirtschaft ist hart, aber wertvoll – darüber sind sich beim Schwabmünchner Landfrauentag alle einig. Bäuerinnen sind stolz auf ihren Beruf.

Stolz darauf sein, dass man Bäuerin ist – diese Botschaft gab der Landfrauentag in Schwabmünchen den zahlreichen Bäuerinnen mit auf den Weg, die zum Treffen in die Schwabmünchner Stadthalle kamen.

Man müsse sich nicht verstecken für seine Arbeit. Immerhin hätten die Bäuerinnen „den schönsten Beruf der Welt“, erklärte Martina Grob von der Kreisvorstandschaft der Landfrauen zu Beginn des Landfrauentages. Landwirtschaft sei wertvoll, vielseitig und werde nie langweilig. Die Bäuerinnen würden mit Leidenschaft daran arbeiten, alte Werte zu erhalten. Das wolle man auch an die nächste Generation weitergeben.

Sorgen der Landfrauen: Bürgermeister zeigt in Schwabmünchen Verständnis

Von den Verbraucher wünschte sich Johanna Sailer, die an der Teilzeitschule für Hauswirtschaft Schwabmünchen studiert, mehr Wertschätzung. Demnach sollten die Verbraucher stolz auf ihre Produzenten seien. Immerhin würden die Bäuerinnen und Landfrauen in der Region ihre Lebensmittel produzieren und dafür sorgen, dass die Regale in den Geschäften voll sind. „Das ist kein Beruf, das ist eine Berufung“, lautete Sailers Fazit.

Worte, die nach Aussage von Kreisbäuerin Andrea Mayr aus Großaitingen zum Nachdenken anregen sollten. „Es ist das, was unsere Jugend bewegt“, betonte Mayr und befragte auch die Ehrengästen des Landfrauentags nach deren Meinung. Schwabmünchens Bürgermeister Lorenz Müller zeigte Verständnis für die Sorge der Bäuerinnen. Denn es gehe um nicht weniger als die Existenz vieler Betriebe.

Bäuerinnen blicken beim Lanfrauentag optimistisch in die Zukunft

Bezirksbäuerin Christiane Ade freute sich vor allem über die Aussage, dass die Bäuerinnen stolz auf ihren Beruf sein und ein positives Bild ihrer Arbeit an ihre Familien weitergeben sollten. Landrat Martin Sailer betonte, mit den Worten „schönster Beruf der Welt“ und „harte Arbeit“ sei der gesamte Spannungsbogen des Berufsfelds Landwirtschaft dargestellt worden. In einem waren sich alle Anwesenden einig: Es sei wichtig, den Appell an die Verbraucher zu richten, damit diese bevorzugt zu regionalen Produkten greifen oder, wenn möglich, beim Bauernhof um die Ecke einkaufen. Dieser Ansatz solle auch verstärkt an den Schulen vermittelt werden.

Trotz aller Widrigkeiten für die Landwirte blickten die Redner und Ehrengäste des Schwabmünchener Landfrauentags positiv in die Zukunft. Die Mitglieder des Bauernverbands, der in diesem Jahr sein 75-jähriges Bestehen feiert, könnten optimistisch in die kommenden 75 Jahre starten. Denn die Anwesenden waren sich einig, dass sich Verbraucher künftig wieder bewusster darüber werden, wie wertvoll Lebensmittel sind. Außerdem gebe es zahlreiche junge Unternehmerpersönlichkeiten in der Landwirtschaft, die ihren eigenen Weg gehen und neue Perspektiven eröffnen wollen – ein Bild, das die Landfrauen gerne mit durch das weitere Programm nahmen.

Sechs Frauen des Augsburger Tanzkreises „Augusthana Edle Patrizier“ zeigten original nachgeschneiderte Kostümen im Stil der Renaissance-Zeit.

Der Landfrauenchor begleitete das Treffen musikalisch. In einem Vortrag mit Theater gab Persönlichkeitstrainerin Ulrike Klaus den Bäuerinnen Tipps, wie sie Menschen besser einzuschätzen lernen und dies im Alltag nutzen können.

Humorvoll ging es beim Auftritt der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft zu: Die Mitglieder präsentierten ausgefallene Sicherheitsbekleidung und erklärten, wie man sich selbst und seine Arbeitskraft bestmöglich schützt. Um ausgefallene Kleidung ging es auch bei der Vorführung von sechs Frauen des Augsburger Tanzkreises „Augusthana Edle Patrizier“. In original nachgeschneiderten Kostümen im Stil der Renaissance-Zeit führten sie sie in der Schwabmünchner Stadthalle historische Tänze auf.

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