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Bobingen

15.09.2020

Was wird aus dem alten Sportstadion in Bobingen?

Das eigentlich schöne Stadion „Am Wiesenhang“ verfällt langsam. Im Südwesten der Anlage will der Türk SV ein neues Sportheim errichten und das Gelände übernehmen.
Bild: Elmar Knöchel

Plus Der Türk SV Bobingen hat Interesse am alten Sportstadion. Der Bobinger Bauausschuss kann sich nicht zu einer Entscheidung durchringen.

Was passiert mit dem alten Sportstadion Am Wiesenhang? Könnte das Areal bebaut werden oder könnte sich dort Gewerbe ansiedeln? Das wäre schwer zu realisieren, sagt Bürgermeister Klaus Förster. Er und die meisten Stadträte finden es am besten, wenn das Gelände weiterhin als Sportfläche genutzt wird. Ein Kandidat könnte der Türk SV Bobingen sein. Der Verein hat Interesse angemeldet, das Stadion samt Trainingsplatz zu übernehmen.

Sportstadion: Corona verzögert das Vorhaben des Türk SV Bobingen

Der sportlich sehr ambitionierte Verein trägt seine Heimspiele bisher auf einem eher als Provisorium zu bezeichnenden Fußballplatz an der Realschule aus. Doch so einfach wie angedacht scheint die Übernahme nicht zu sein.

Zunächst wurde vonseiten der Stadt Bereitschaft signalisiert. Es sollte eine Ablösesumme für das Gebäude mit den Umkleiden und den anderen, ehemaligen Vereinsräumen bezahlt werden. Dafür wollte der Verein bis Ende April eigentlich einen Finanzierungsplan vorlegen. Doch Corona verzögerte die Planung. Darum verlängerte die Stadt die Frist. Um mögliche Zuschüsse des Bayerischen Landes-Sportverbandes beantragen zu können, verlangte dieser eine Besichtigung vor Ort.

Was wird aus dem alten Sportstadion in Bobingen?

Sportstadion in Bobingen: Altes Gebäude ist abrissreif

Schnell war klar, dass eine Übernahme in der geplanten Form, mit Ablöse des alten Gebäudes, kaum möglich ist. Denn der bauliche Zustand ist mittlerweile, nicht zuletzt durch den längeren Leerstand, so schlecht, dass aus wirtschaftlicher Sicht nur noch ein Abriss zu empfehlen ist. Es musste also umgeplant werden. Daher legte der Türk SV nun eine Bauanfrage für ein neues Gebäude im südwestlichen Teil des Platzes – zwischen Spielfeld und Trainingsplatz – vor.

Das neue Gebäude soll ungefähr 700 Quadratmeter umfassen und Platz für Umkleiden, Duschen, Küche und einen Taekwondo-Übungsraum bieten. Das Obergeschoss soll als frei zugängliche Gaststätte verpachtet werden. Da im gültigen Flächennutzungsplan das Grundstück bereits als Sportbetriebsstätte ausgewiesen ist, wäre der Bau eines Sportheimes an dieser Stelle kein Problem. Die geplante Gaststätte wäre davon aber ausgeschlossen. Da es sich um ein öffentlich zugängliches Lokal handeln würde, müsste hierfür der Flächennutzungsplan geändert und ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Die Kosten für die Planung hätte der Antragsteller zu tragen.

Der Türk SV trägt seine Spiele momentan auf einem Platz nahe der Realschule aus. Im Bild ein Punktspiel gegen den TSV Königsbrunn vergangenes Jahr.
Bild: Elmar Knöchel

Der Beschlussvorschlag der Verwaltung für den Bauausschuss lautete deshalb, dem Antrag des Türk SV das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen. Doch das ging den Stadträten zu schnell.

Hubert Geiger (FBU) wollte erst einmal Auskunft zu den Kosten, die der Stadt entstehen. Schließlich müsse man nun ja nicht nur auf die bereits eingeplante Ablöse für das Gebäude auf dem Gelände verzichten, sondern auch die Kosten für den Abriss tragen. Bürgermeister Förster erklärte, dass es noch keine Kostenschätzung gebe. Er wies aber gleichzeitig darauf hin, dass das gesamte Gelände im Besitz der Stadt sei und auch für die Instandhaltung der ungenutzten Sporteinrichtung ein erheblicher Aufwand entstehen würde.

Bobinger Ausschuss vertagt die Entscheidung über Sportstadion

Stadträtin Monika Müller-Weigand (Grüne) wollte noch genauer über die Bedingungen des geplanten, 25 Jahre geltenden, Pachtvertrages informiert werden. Daraufhin schlug Armin Bergmann (SPD) vor, die Sachlage noch einmal im gesamten Stadtrat mit genaueren Informationen zu diskutieren. Deshalb vertagte der Bauausschuss die Entscheidung. Bitter für den Türk SV: Die Stadt Bobingen genehmigte bisher nicht, dass der Verein seine Punktspiele trotz fehlender Vereinbarung im Stadion austragen darf. Deshalb müssen die Sportler weiterhin ihr provisorisches Gelände an der Realschule nutzen.

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