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Klosterlechfeld

08.11.2019

Was wird aus der Obermeitinger Straße?

Das Foto zeigt die Obermeitinger Straße mit Bankett. Im Hintergrund ist die Baustelle des neuen Kindergartens zu sehen.
Bild: Hieronymus Schneider

Die von der Nachbargemeinde Obermeitingen angedachten Sanierungspläne werden in Klosterlechfeld mit einer gewissen Skepsis betrachtet.

Der alte Wallfahrtsweg von Obermeitingen nach Klosterlechfeld verbindet die beiden Nachbarorte über die Bezirke Oberbayern und Schwaben hinweg. Folgerichtig heißt er auf Obermeitinger Flur „Klosterlechfelder Straße“ und im Bereich von Klosterlechfeld „Obermeitinger Straße“. Eine Teilstrecke befindet sich im Gebiet von Untermeitingen.

Die Verkehrsbedeutung für diese nur 4,50 Meter breite Straße wurde im Verkehrskonzept für das Lechfeld nicht besonders hoch bewertet. Im Jahr 2017 wurde eine Belastung von 800 Fahrzeugen in 24 Stunden in beiden Richtungen festgestellt. Dies führte auch zur Entscheidung des Klosterlechfelder Gemeinderates, die Obermeitinger Straße künftig in das geplante Baugebiet „Otto-Wanner-Straße Nord“ zu verschwenken und im Bereich des neuen Kindergartens einen Geh- und Radweg anzulegen. Derzeit wird diese Verbindungsstraße aber auch von den Nahverkehrsbussen genutzt, was immer wieder zu Schwierigkeiten mit dem Gegenverkehr führt.

Klosterlechfeld befürchtet mehr Verkehr auf der Obermeitinger Straße

Die Gemeinde Obermeitingen will nun aus Verkehrssicherheitsgründen die ramponierten Bankette erneuern und verweist auf eine frühere Vereinbarung mit der Gemeinde Untermeitingen, wonach jede Gemeinde die Straßenbaulast in ihrem Gebiet tragen muss. Klosterlechfelds Bürgermeister Rudolf Schneider begrüßt diese Maßnahme grundsätzlich, sieht aber die Gefahr, dass dadurch mehr Verkehr angezogen wird und die Geschwindigkeiten ansteigen könnten. Deshalb hat die Gemeinde Obermeitingen vorgeschlagen, lediglich die Bankette auf etwa 40 Zentimeter Breite zu beiden Seiten auszubauen, die Geschwindigkeit auf 60 Stundenkilometer und das zulässige Gewicht der Fahrzeuge auf 3,5 Tonnen zu beschränken.

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Dieser Vorschlag wurde mit Ausnahme der Gewichtsbeschränkung einstimmig angenommen. Die Beschränkung auf 3,5 Tonnen sahen die Räte als problematisch an, weil dann die Lastwagen über die verkehrsberuhigte Schulstraße und das Wohngebiet fahren müssten. Die Anlage eines Radweges könne nur durch Grundstückserwerbe realisiert werden.

Viel Geld für eine Grundschule in Nepal

Spendenaktion „Grundschule für NepalDer Klosterlechfelder Heribert Scherb engagiert sich seit Jahren zusammen mit seiner Frau für die Initiative „1000 Schulen für unsere Welt“ der Stiftung „Fly and Help“. Diese Aktion wird von kommunalen Spitzenverbänden, insbesondere vom Donau-Rieser Landrat Stefan Rößle, unterstützt. Scherb berichtete im Gemeinderat, dass sein Projekt für eine Schule in Nepal als erstes in Asien in der Stiftung aufgenommen wurde. Bisher wurden überwiegend Schulen in Afrika verwirklicht. Für sein Projekt hat Scherb bereits 14.000 Euro auf ein Konto der Stiftung gesammelt. Diese Summe kam durch eine über Landrat Martin Sailer vermittelte Großspende von 10.000 Euro und mehrere Privatspenden zustande.

Die Klosterlechfelder Schule hat eine Patenschaft zur Unterstützung für den Bau einer Schule in Nepal übernommen. Die Gesamtkosten einschließlich der Anstellung von Lehrern bezifferte Scherb auf etwa 30.000 bis 40.000 Euro. Bürgermeister Rudolf Schneider erklärte, dass ein finanzieller Zuschuss der Gemeinde aus dem Haushalt nicht möglich ist. Die Gemeinde könne aber Spendenaktionen unterstützen. So will die Schule beim Adventsmarkt Bastelarbeiten zugunsten dieser Aktion verkaufen und im Sommer ist ein Open-Air-Konzert zusammen mit dem Kreisjugendring geplant. Der Gemeinderat erteilte seine Zustimmung zu dieser Form einer Patenschaft.

Mehrere Sanierungsarbeiten an der Versöhnungskirche

Versöhnungskirche Die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde umfasst die fünf Lechfeldgemeinden Untermeitingen, Graben, Klosterlechfeld, Obermeitingen und Kleinaitingen. In der Versöhnungskirche muss die Orgel saniert, der Eingang von der Landsberger Straße barrierefrei ausgebaut und eine Sitzheizung angeschafft werden. Die Kirchengemeinde beantragte einen Zuschuss zur Gesamtmaßnahme in Höhe von etwa 35.000 Euro nach Abzug von Eigenmitteln und Spenden. Diese Summe soll auf die beteiligten Gemeinden nach deren Einwohnerzahl aufgeteilt werden. Für Klosterlechfeld entfielen demnach bei rund 3.000 Einwohnern 6.150 Euro. Die Gemeinderäte beurteilten den Antrag überwiegend positiv, da auch für die Sanierung des Klostergebäudes schon Zuschüsse bewilligt wurden. Nur Christoph Donderer war prinzipiell gegen eine Förderung privater Baumaßnahmen. Erwin Mayer war der Meinung, dass die Barrierefreiheit des Eingangs alleine von der Gemeinde Graben finanziert und nur die anderen Kosten aufgeteilt werden sollen. Letztlich wurde der Zuschussantrag an den Finanzausschuss verwiesen.

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