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Landkreis Augsburg

07.06.2020

Welche Freibäder am Montag im Landkreis Augsburg öffnen

Bobingens Bürgermeister Klaus Förster freut sich auf die Wiedereröffnung des Bobinger Freibads Aquamarin.
Bild: Elmar Knöchel

Plus Am Montag beginnt die Freibad-Saison. Unter strengen Regeln darf dann wieder gebadet werden. Doch nicht jedes Bad im südlichen Landkreis hat geöffnet.

Ein bisschen anders als gewohnt sieht es schon aus, wenn man sich dem Eingangsbereich des Bobinger Freibads nähert. Als Erstes fallen Tische auf, die Korridore markieren. Überall hängen die Hygieneregeln für Besucher aus und es liegen Listen bereit, in die sich die Besucher des Bades mit Name und Telefonnummer eintragen müssen.

Am Zugang wird, laut Bäderchef Bernhard Langert, noch ein Besucherzähler installiert werden. Denn ab 750 Badegästen gleichzeitig wird der Einlass gestoppt. Mehr dürfen laut Hygienevorgaben nicht auf einmal im Bad sein. Der Zählerstand wird via Webcam ins Internet übertragen, damit sich jeder, der vorhat, das Bad aufzusuchen, dort informieren kann, ob die Kapazitätsgrenze schon erreicht ist. Da für die kommende Woche allerdings nicht gerade bestes Badewetter erwartet wird, geht Langert davon aus, dass in den ersten Tagen keine Engpässe entstehen sollten.

Für's Bobinger Aquamarin wurde ein umfangreiches Hygienekonzept entwickelt

Bürgermeister Klaus Förster ist erfreut, dass die Eröffnung des Bades jetzt direkt bevorsteht: „Wir haben ein schönes Bad. Daher war es für alle Verantwortlichen in Stadtrat und Verwaltung von vorneherein klar, dass wir den Bürgern dieses Freizeitangebot so schnell wie möglich wieder zur Verfügung stellen wollen.“ Gerade in einer Zeit, in der Urlaubsreisen nur eingeschränkt möglich sein werden, solle wenigstens jeder, der möchte, schwimmen gehen können. Und das so sicher wie möglich.

Deshalb sei von Bäderchef Langert und dem Betriebsleiter Andreas Jasinski ein umfangreiches Hygienekonzept erarbeitet worden, das auch bereits vom Gesundheitsamt genehmigt worden sei. Durch die großen Liegeflächen im Bad sei es nicht nötig, Abstandsflächen zu markieren, sagt Förster: „Wir setzen auf das Verantwortungsgefühl unserer Besucher.“ Auch die weitläufigen Wasserflächen sind jetzt ein Plus. So können sowohl im großen Schwimmerbecken als auch im Nichtschwimmerbecken jeweils 80 Personen gleichzeitig im Wasser sein.

Jugendliche unter 14 Jahren dürfen nur in Begleitung ins Bad

Über elektronische Zähler an den Zugängen (jeweils einer pro Becken) wird die Personenzahl geregelt. Um die Becken herum gibt es ein ausgeklügeltes Zugangssystem, damit sich keine Engpässe ergeben und überall die Abstandsregeln eingehalten werden können. Maskenpflicht herrscht nur im Kassenbereich, beim Gang auf die Toilette oder dem Besuch im Kiosk.

Eine gravierende Einschränkung solle aber unbedingt beachtet werden. Jugendliche unter 14 Jahren dürfen laut Vorgabe des Staatsministeriums nur in Begleitung einer erwachsenen Begleitperson ins Freibad. Es sei klar, dass die Einhaltung der Regeln gerade für Eltern kleinerer Kinder eine Herausforderung sein könne, sagt Förster: „Aber wir wollen unseren Gästen ein sicheres Vergnügen bieten und sie nicht mehr als nötig belästigen.“

Viren im Wasser würden durch die Technik im Bad und die Chlorung zuverlässig unschädlich gemacht. Jeden Tag erfolge eine Komplettreinigung der Einrichtungen inklusive Desinfektion. Kontaktflächen wie die Geländer an den Einstiegen oder die Duschen an den Zugängen würden im Drei-Stunden-Rhythmus desinfiziert.

Auch an die Inhaber von Saison-Eintrittskarten wurde gedacht. Denn durch die Beschränkungen sei eine Ausnutzung von Saisonkarten nicht in vollem Umfang möglich. Daher würden die Preise in beiden Preisgruppen um jeweils 25 Euro gesenkt. Damit sei dann auch der Fall abgegolten, dass ein Zugang zum Bad wegen des Erreichens der Höchstbesucherzahl einmal nicht möglich sein sollte.

In Schwabmünchen öffnet das Bad erst in zwei Wochen

Während in Bobingen emsig gewerkelt wird, steht das Gras auf den Liegewiesen in Schwabmünchen gut und gerne knöchelhoch. Rot-weiße Absperrbänder ziehen sich um die Schwimmbecken. Die Singoldwelle wirkt noch wie im verlängerten Winterschlaf. Doch das Team des Bades arbeitet hinter den Kulissen mit Hochdruck daran, dass bald geöffnet werden kann. Zeitgleich wird in der Verwaltung an Hygiene- und Einlasskonzept gestrickt. Denn am 22. Juni soll der Winterschlaf des Bades endgültig beendet sein.

Noch liegt die Schwabmünchner Singoldwelle im langen Winterschlaf. An der Öffnung zum 22. Juni wird mit Hochdruck gearbeitet.
Bild: Elmar Knöchel

Hauptamtsleiter Markus Rohrer berichtet: „Es wird wohl auf eine Art Schichtmodell hinauslaufen.“ Ein solches hat Stadtrat Benjamin Schorer in der vergangenen Sitzung vorgeschlagen.

Etwa alle drei Stunden wird das Schwabmünchner Bad desinfiziert

Ähnliche Modelle werden mittlerweile von vielen Bädern umgesetzt. In mehreren Schichten, zwischen zwei und drei Stunden ist das Bad geöffnet, dann folgt eine Pause für Desinfektionsmaßnahmen und dann darf die nächste Schicht ins Bad. Die Eintrittskarten wird es aller Voraussicht nach über das Internet geben. So lässt sich am einfachsten die Zahl der zugelassenen Badegäste handhaben. „Die Preise werden dementsprechend angepasst“, sagt Rohrer.

Es gab durchaus Stimmen, die gefordert hatten, das Bad ganz geschlossen zu halten. Denn mit Blick auf die drohenden Mindereinnahmen der Stadt durch Corona hätte es der städtischen Kasse durchaus gutgetan, wenn die Defizite des Bades in diesem Jahr gering geblieben wären. Mehrheitsfähig waren solche Ideen aber nicht: „Das wäre das falsche Signal für die von Einschränkungen geplagten Bürger“, lautete das Meinungsbild im Stadtrat.

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