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Lechfeld

05.01.2019

Welche Hoffnungen mit dem Airbus A400M verbunden sind

Selbst die Initiative gegen Fluglärm begrüßt die Stationierung des Airbus A400M am Lechfeld.
Bild: Airbus/Newsroom

Plus Die Stationierung von zehn Airbus A400M löst am Lechfeld Fragen und Erwartungen aus. Welche Hoffnungen mit dem neuen Flieger verbunden sind.

Die Nachrichten zur Stationierung von Transportflugzeugen des Typs A400M am Fliegerhorst Lechfeld lösen vielerlei Reaktionen aus. Im Grundtenor sind sie positiv. Viele Fragen zu Details bleiben jedoch noch unbeantwortet, weil für die entsprechenden Neu- und Umbauten am Lechfeld noch nicht einmal die ersten Bauzeichnungen vorliegen. So fragten Leser nach dem Grundwasserschutz im Bereich der Abstellplätze des Miltär-Airbus, nach Flugzeiten und nach Transportaufkommen auf der Straße.

Antworten könnten noch viele Monate auf sich warten lassen. Noch ist nicht einmal geklärt, welche Staaten außer Österreich und Tschechien sich an der multinationalen Gruppe beteiligen werden, ob sie eigenes Personal und eigene Flugzeuge entsenden, oder ob sie nur Transportkapazität der Luftwaffe in Anspruch nehmen.

02.01.2019, Niedersachsen, Wunstorf: A400M des Lufttransportgeschwader 62 stehen auf dem Vorfeld des Flugplatzes. Foto: Holger Hollemann/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Geschichte, Zahlen, Pannen: Das ist der Transport-Flieger A400M
Bild: Holger Hollemann

Seit vergangenem Mittwoch steht immerhin fest, dass der Fliegerhorst Lechfeld – so wie mehrfach berichtet – tatsächlich Basis für eine multinationale Transportgruppe wird. Sie wird vor allem die permanente Verbindung zu europäischen Militäreinheiten in Afrika und Asien halten. Der Aufbau der Gruppe beginnt 2025. Im Jahr 2028 soll sie voll einsatzfähig sein. Da der Fliegerhorst Wunstorf bei Hannover die eigentliche zentrale Operationsbasis des Großteils der deutschen A400M-Flotte bleiben wird, dürfte dort auch weiterhin die zentrale Ausbildung von Crew und Bodenmannschaft stattfinden. Das schränkt das Flugaufkommen am Lechfeld im Wesentlichen auf Starts und Landungen ein, hoffen Fluglärmgegner und Kommunalpolitiker.

A400M könnte Ansiedlung von lauteren Kampfflugzeugen verhindern

Adelheid Hockenmaier, Sprecherin der Bürgerinitiative gegen Fluglärm am Lechfeld, hofft, dass die Transportmaschinen eine erneute Ansiedlung von vergleichsweise viel lauteren Kampfflugzeugen verhindern werden. Der A400M sei damit eine gute Lösung fürs Lechfeld. Der Fluglärm werde verträglicher sein, hofft sie.

Die Triebwerksgeräusche des A400M würden weit weniger hohe und schrille Frequenzbereiche enthalten als beispielsweise der Eurofighter. „Wenn ich das so abschätze, kommen da zehn bis 20 Maschinen zusammen, sagt sie weiter. „Das ist nicht einmal ein halbes Geschwader.“ Die Transall-Flotte in Penzing sei wesentlich umfangreicher gewesen und habe in ihrem Umfeld kaum gestört. Das böte hoffnungsvolle Aussichten fürs Lechfeld.

Raimund Hach, der sich seit Jahren unter anderem in der Bürgerinitiative Pro Lechfeld engagiert, begrüßt ebenfalls die Entscheidung des Verteidigungsministeriums. Das könne die Region wirtschaftlich weiter stärken. Seine Hoffnung ist jedoch auch, dass bald geklärt werde, wie umfangreich künftig noch die Lärmschutzzonen am Lechfeld sein müssen. Ähnlich wie Untermeitingens Bürgermeister Schropp bezieht er sich damit auf das angeblich leise Flugverhalten des Militär-Airbus. Wenn dem so sei, müssten die Anrainer-Gemeinden künftig baulich weniger eingeschränkt werden. Darauf sollte das Innenministerium bei seiner Entscheidung eingehen.

Wo Transporte abgehen, muss erst einmal Transportgut ankommen. Hach hofft, dass die Bundeswehr und ihre Partner dazu ihren eigenen Gleisanschluss und ihre Luftwege nutzen. Er nimmt an, dass das Lkw-Aufkommen auf der B17 weiterhin von den bestehenden Logistikzentralen am Lechfeld bestimmt werde. Das sei schon groß genug.

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