Newsticker
Kanzlerin Merkel stellt sich hinter Armin Laschets Vorstoß für einen "Brücken-Lockdown"
  1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Wenn Liebe durch den Magen geht

Diamantene Hochzeit

12.11.2019

Wenn Liebe durch den Magen geht

Zur diamantenen Hochzeit von Martina und Herbert Heinrich stieß auch Bürgermeister Bernd Müller mit an.
Foto: Ingeborg Anderson

In ihrer langen Ehe sind Martina und Herbert Heinrich auch am Herd gerne zusammen

Die Liebe schlug bei Martina und Herbert Heinrich nicht ein wie ein Blitz, sondern sie wuchs langsam und stetig, bis die beiden am 6. November 1959 heirateten. Es war gut so: Die Liebe hielt, denn jetzt konnten die beiden ihre diamantene Hochzeit feiern.

Etwas verschlungen waren die Wege, die schließlich nach Mickhausen führten, wo sich die Schwabmünchnerin und der aus dem Sudetenland Geflüchtete begegneten. „Es war im Waldcafé. Ich war mit meinen Freundinnen da und er mit seinen Freunden“, erinnert sich Martina Heinrich. Da auch Heinrich damals in Mickhausen wohnte, liefen sich die beiden gelegentlich über den Weg und trafen sich dann bald zu heimlichen Stelldicheins.

Erst nach fünfjähriger Bekanntschaft heirateten die beiden: standesamtlich in München, wo Martina und Herbert arbeiteten, dann kirchlich ganz feierlich in Andechs. Die goldene Hochzeit vor fünf Jahren feierte das Paar übrigens ebenfalls wieder in der Klosterkirche.

Anfangs wohnten sie in München, kamen aber bald zurück ins Schwäbische. Sie begannen bei der Firma Hoechst zu arbeiten. Als sich die Familie vergrößerte – vier Töchter und zwei Söhne kamen im Laufe der Jahre zur Welt –, blieb Martina Heinrich zu Hause, ihr Mann arbeitete weitere 34 Jahre als Elektriker. Wie das Ehepaar sich ergänzt, zeigen die Antworten auf die Frage, was sie aneinander besonders schätzen. Er schätzt an ihr, „dass sie ganz fantastisch kochen kann“, und sie lobt ihn, „weil er gut backen kann“.

Und was ist außer Kochen, Backen und der Liebe noch wichtig, dass eine Ehe so lange hält? „Es gibt immer mal was, aber man muss den anderen auch machen lassen“, ist Heinrichs Devise. Dass er sich daran hält, erwies sich, als in seiner Frau die Reiselust erwachte. „Ich bin nach Florida geflogen und nach Moskau. Außerdem immer wieder nach Südtirol gefahren. Ich bin sehr gerne gereist“, schwärmt Martina Heinrich.

Für ihren Mann, der weniger reiselustig ist, war es selbstverständlich, sich derweil um „Haus und Hof“ zu kümmern. Aber die beiden haben auch gemeinsam an einem Strang gezogen – etwa als sie einige Jahre lang das Straßberger Sportheim bewirtschafteten.

Aus Anlass des Ehejubiläums von Martina, 84, und Herbert, 82, Heinrich kam Bürgermeister Bernd Müller zum Gratulieren vorbei und überbrachte die Glückwünsche der Stadt. Und wie wird das hohe Ehejubiläum gefeiert? „Bei meinem Sohn im Gasthof Berger in Straßberg“, sagt Herbert Heinrich. Da wird es hoch hergehen, denn außer den sechs Kindern mit Ehepartnern gehören inzwischen zehn Enkel (ebenfalls mit Partnern) und zehn Urenkel zur Familie.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren