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Schwabmünchen

23.06.2020

Wer den Schäfer-Kunstpreis in Schwabmünchen gewonnen hat

Das Werk "Scheibchen-Weise(r)" der Künstlerin Gertrud von Winckler zeigt seine Verfelchtungen und Linien je nach Blickwinkel.
Bild: Uwe Bolten

Plus Der Schwabmünchner Kunstverein vergibt die Auszeichnung nun bereits zum vierten Mal. Das Thema lautete „Verflechtungen“. Wie die Gewinnerin das umgesetzt hat.

Die lange Zeit der durch die Corona verordneten kulturellen Abstinenz fand für den Kunstverein Schwabmünchen mit der Vernissage zur Ausstellung „Verflechtungen“ anlässlich des Schäfer-Kunstpreises 2020 ihr Ende. Der weitläufige Garten nahm die zahlreichen Kunstinteressierten mit Maske und in gehörigem Abstand zur Verleihung auf.

Schäfer-Kunstpreis Schwabmünchen: Acht Kunstwerke in Endauswahl

Das Wirken der Jury, bestehend aus Kerstin Thieler-Küchle, Doris Hafner, Catalina Mayer, Erwin Frey, Bernd Rummert und Norbert Leudemann, fasste der Letztgenannte zusammen. „Es wurden 63 Arbeiten von 46 Künstlern aus ganz Deutschland zugelassen. Am Ende standen acht Kunstwerke in der engeren Wahl“, sagte der Kunsthistoriker einleitend. In angeregter Diskussion sei die Auswahl einstimmig erfolgt.

Kunstverein Schwabmünchen: 1000 Euro Preisgeld für die Gewinnerin

Kunstpreis-Stifter Peter Schäfer bedankte sich beim Kunstverein für die Ausrichtung der Veranstaltung und hob die große Anzahl und Qualität der eingegangenen Kunstwerke hervor. „Nur durch viele Bausteine können wir alle verflechtet zum kulturellen Leben in unserer Stadt beitragen“, sagte er mit Bezug auf das Thema des diesjährigen Kunstpreises und überreichte der Gewinnerin Gertrud von Winckler den mit 1000 Euro dotierten Preis.

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„Die verschiedenen Ebenen assoziieren die Vielschichtigkeit des Gehirns, die unzähligen Möglichkeiten der Gedanken, Gefühle, der Fantasie, die Fähigkeit zu sozialem Handeln“, beschrieb „Verflechtungen“-Kuratorin Kerstin Thieler-Küchle das prämierte Objekt „Scheibchen-Weise(r)“. Nichts sei, wie es scheine, man müsse genau hinschauen, um Gertrud von Wincklers Werk in seiner gesamten Dimension zu erfassen, hob die Vorsitzende des Kunstvereins die Vorfreude auf die Chance der Gäste, das Gewinnerobjekt persönlich in Augenschein nehmen zu können.

Gertrud von Winckler erhält für ihr Werk „Scheibchen-Weise(r)“ den Kunstpreis aus Händen des Stifters Peter Schäfer.
Bild: Uwe Bolten

Nur elf Besucher waren bei der Preisverleihung im Kunsthaus erlaubt

Die Vorgaben für Museen erlaubten nur elf Besuchern gleichzeitig das Betreten der Ausstellung, in der, geschickt in einer Nische arrangiert, das Siegerwerk auf die lokalen Kunstfreunde wartete. Auf dem einen Meter hohen, weißen Sockel und rundherum zugänglich, faszinierte die Installation die Betrachter schon auf den ersten Blick, jedoch lüfteten die scheinbar verworrenen Linien erst bei frontaler Perspektive ihr Geheimnis: ein Gesicht. „Die Linien haben weder Anfang noch Ende. Das Geflecht bleibt nach innen und außen offen“, kommentierte Doris Hafner, Kulturmanagerin der Stadt Schwabmünchen, das Objekt fasziniert und gestand, dass „Scheibchen-Weise(r)“ schnell zu ihren Favoriten bei der Jury-Sitzung gehörte.

Die gebürtige Regensburgerin Gertrud von Winckler wuchs in München auf und betreibt ihr Atelier in Weilheim. In zahlreichen Ausstellungen war sie in den letzten Jahren in Bayern zu sehen, ihre Brunnen in Bad Kissingen sind allgegenwärtig. „Das Werk ist nicht direkt entstanden, es ist gewachsen und das Ergebnis einer prozesshaften Arbeit mit verschiedenen Materialien und Techniken“, beschrieb die Preisträgerin im Gespräch die nahezu zweijährige Entstehungszeit. Die Freude über die Verleihung war der zurückhaltend erscheinenden Künstlerin anzusehen, dankend sagte sie: „Es ist eine Ehre für mich, diese Auszeichnung erhalten zu haben, und ein Ansporn, weiter kreativ tätig zu sein.“

Ausstellung "Verflechtungen" noch bis 12. Juli in Schwabmünchen zu sehen

Die Ausstellung „Verflechtungen“ des Schäfer-Kunstpreises ist noch bis zum 12. Juli in den Räumen des Kunstvereins an der Schwabmünchner Bahnhofstraße 7 zu sehen.

Öffnungszeiten Dienstag und Donnerstag von 10 bis 13 Uhr, Mittwoch 11 bis 15 Uhr und Sonntag 15 bis 18 Uhr. Der Zutritt zur Ausstellung ist nur in begrenzten Besuchergruppen möglich, es besteht Mund-Nasen-Schutz-Pflicht.

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