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04.10.2007

Wer zu spät kommt, geht leer aus

Heiß diskutiert wurde gestern im Sportbeirat des Landkreises Augsburg darüber, ob verspätetet eingegangene Zuschussanträge angenommen werden sollen. Die Sportbeiräte plädierten einheitlich dahingehend, dass man wie bisher keine Präzedenzfälle schaffen dürfe und Konsequenz izeigen müsse.

Von Reinhold Radloff

Hiltenfingen. Heiß diskutiert wurde gestern im Sportbeirat des Landkreises Augsburg darüber, ob verspätetet eingegangene Zuschussanträge angenommen werden sollen. Auch wenn der stellvertretende Landrat Fritz Hölzl meinte, dass in diesem Punkt Flexibilität gezeigt werden könnte, äußerten sich die Sportbeiräte einheitlich dahingehend, dass man wie bisher keine Präzedenzfälle schaffen dürfe und Konsequenz im Hinblick auf die Zukunft zeigen müsse.

Somit wird an den Schul- und Kulturausschuss die Empfehlung gegeben, die verspätetet eingegangenen Anträge des FC Emersacker, der SpVgg Lagerlechfeld, des SV Achsheim und des FC Königsbrunn abzulehnen. Da alle anderen 15 Anträge als korrekt empfunden wurden, werden also vermutlich 74 200 Euro an die Vereine ausgeschüttet.

Unter ihnen ist auch der ASV Hiltenfingen, der durch den Vorsitzenden Josef Bauer die Gelegenheit hatte, sein neues Sportheim vorzustellen. In seinem Grußwort lobte Hiltenfingens Bürgermeister Cornelius Griebl seine Vereine und vor allem den ASV für seine hervorragende Arbeit und Zusammenarbeit.

Wer zu spät kommt, geht leer aus

Zum Thema Vereinspauschale betonte Richter, dass es 2005 nur 91 Vereine gewesen seien, die einen Zuschussantrag gestellt hätten, 2007 allerdings schon 132. Das bedeute, dass ein Drittel mehr Vereine 1000 Euro weniger über das Landratsamt erhalten hätten (Gesamtsumme rund 319 000 Euro).

Diskutiert wurde wie auch schon im vergangenen Jahr die Rückzahlung an den Freistaat, die sogenannte Ausgleichsregelung, in Höhe von 27 000 Euro. Derzeit, so Richter, sei nicht bekannt, wie viel davon wieder an die Vereine zurückfließe.

Letzter Tagesordnungspunkt war die Auflistung der Veranstaltungsteilnehmer, also der Aktiven, bei Landkreismeisterschaften. Richter erläuterte, dass die Gesamtzahl von über 9000 seit Jahren relativ konstant sei.

"Diese Meisterschaften sind wichtig, weil sie in vielen Sportarten dem Nachwuchs erste Wettkampferfahrungen verschaffen", so Richter, der auch die Zuschusssumme des Landkreises von 21 900 Euro nannte. Gedrosselt werden könne dieser Betrag nicht mehr.

Hölzl erklärte, dass er diesen Förderansatz für notwendig und wichtig halte und optimales damit bewegt werde. Im kommenden Jahr soll der Satz einmalig auf 23 000 Euro erhöht werden, da 2008 die Vertreter der bayrischen Sportämter in Augsburg tagen.

Die Zuschüsse für die Vereine (in Euro):

Projekte aus 2006: SV Erlingen (Verlagerung der Heizzentrale) 1000, TSV Zusamzell-Hegnenbach (Um/Anbau Sportheim) 13 600, SSV Anhausen (Ausbau Sportheim) 9700.

Projekte 2007: TC Neusäß (Sportheimsanierung) 800, TSV Leitershofen (Sportheimsanierung) 4200, TSV Schwabmünchen (Sanierung Tennisplätze) 3000, SV Achsheim (Abwärmeheizung) 400, ASV Hiltenfingen (Sportheimanbau) 15 000, RuFV Schwabmünchen (Verlängerung Voltigierhalle) 15 000, TSV Königsbrunn (Sanierung Fußballfeld) 3100, TSV Dinkelscherben (Sanierung Duschen) 1000, SV Ottmarshausen (Sanierung Hauptspielfeld) 6200, ZSG Langerringen (Neubau Duschen/Kabinen) 1000, SV Hubertus Langerringen (Neubau Duschen/Kabinen) 1900, Singold Großaitingen (Einbau elektronische Schießanlage) 3300.

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