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Bobingen

07.12.2020

Wie die Wunschbaumaktion in Bobingen funktioniert

Sie hoffen auf viele erfüllte Wünsche (von links): Bürgermeister Klaus Förster, (Vorsitzender Raiffeisenbank) Thomas Zuber, Ronald Werner (Gewerbeverein Bobingen) und Albert Rott (Raiffeisenbank).
Bild: Anja Fischer

In Bobingen gibt es heuer sogar zwei Wunschbäume, an denen die Wünsche von bedürftigen Menschen hängen. So läuft die Aktion ab.

Gerade die Advents- und Weihnachtszeit ist eine Zeit, die zum Teilen aufruft uns sich einmal Gedanken um andere zu machen. Der Gewerbeverein Bobingen möchte dies wieder mit einer ganz besonderen Aktion unterstützen. Nach dem großen Erfolg beim Christkindlesmarkt im letzten Jahr geht die Wunschbaum-Aktion in eine neue Runde.

Ab sofort können die Sterne mit den Wünschen bedürftiger Menschen aus Bobingen und den Ortsteilen sogar an zwei Bäumen abgenommen werden. Ronald Werner, der zusammen mit Horst Armbruster vom Gewerbeverein Bobingen aus die Aktion organisiert hat, erklärt: „Da wir dieses Jahr keinen Christkindlesmarkt haben, haben wir zwei Wunschbäume aufgestellt.“ Einer ist im Eingangsbereich der Raiffeisenbank Bobingen, die die Aktion sofort unterstützt hat, der andere vor dem Bobinger Rathaus zu finden.

Die Bedürftige aus Bobingen bleiben bei der Spende anonym

Beide sind mit einer Vielzahl von Sternen geschmückt. Auf diesen Sternen stehen die Wünsche bedürftiger Menschen, die die katholischen Pfarreien St. Felizitas und Zur Heiligen Familie sowie die evangelische Dreifaltigkeitskirche zusammengetragen haben. So soll gewährleistet werden, dass wirklich nur notleidende Menschen von den Wunschbäumen profitierten. Um einen anonymen Ablauf zu gewährleisten, stellen die Kirchengemeinden die Listen zusammen. Der Gewerbeverein bekommt nur die Wünsche mitgeteilt. Ein Schild neben jedem Baum weist nochmals auf den Ablauf hin.

„Jetzt haben wir die Wünsche an die Bäume gehängt und hoffen, dass möglichst viele Menschen in den nächsten Wochen vorbei kommen, einen Wunsch abnehmen und diesen dann erfüllen“, erklärt Ronald Werner: "Immerhin 130 Menschen gilt es, eine Freude zu machen. Das sind mehr als im letzten Jahr. Die Zahl der ärmeren Menschen steigt auch bei uns an."

Die besorgten und eingepackten Geschenke können dann bis zum 18. Dezember bei Bürotechnik Werner oder der Allianz Agentur Armbruster abgegeben werden. So bleibt für die Pfarreien noch genügend Zeit, die Geschenke rechtzeitig vor Weihnachten zu verteilen.

Auch Kleinigkeiten sind am Wunschbaum in Bobingen erwünscht

Vom Büchergutschein über Körperpflegeprodukte, Zeitschriften, einen Toaster bis hin zu Spielen oder Süßigkeiten – die Liste der Wünsche ist überschaubar. Für viele sind es nur Kleinigkeiten, die beim wöchentlichen Einkauf kaum auffallen. „Aber es gibt eben auch bei uns Menschen, die sich das schon nicht leisten können“, betont Ronald Werner.

Über die zweite Auflage des Bobinger Wunschbaums freut sich Bürgermeister Klaus Förster sehr. Sofort nahm er den ersten Wunsch vom Baum und verriet, dass er sich schon beim letzten Mal daran beteiligt hat. „Ich hoffe, dass die Bobinger ihre Herzen öffnen und diese kleinen Wünsche erfüllen“, meinte er.

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