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Bobingen

12.09.2016

Wie ein Bobinger Jugendmeister der Zauberkunst werden will

Mit geschickten Fingern wirft Philipp Reisner alias Phil Rice eine Kaskade von Karten.
Bild: Ingeborg Anderson

Der Gymnasiast Phil Rice will zum dritten Mal "Deutscher Jugendmeister der Zauberkunst" werden. Wie der Zauberer sich darauf vorbereitet, das ,Triple’ nach Bobingen zu holen.

Aus einem 5-Euro-Schein einen 50 Euroschein machen oder aus zerfetzten Zeitungsresten flugs eine intakte Ausgabe der Schwabmünchner Allgemeinen zu zaubern – das sind einige seiner leichtesten Übungen. Mit flinken Fingern, einer witzigen Geschichte und überraschenden Kunststücken bringt Zauberer Philipp Reisner, auch bekannt als Phil Rice, sein Publikum zum Staunen und Lachen. Sein Geschick, sein Einfallsreichtum und seine Bühnenpräsenz haben ihm zweimal in Folge den Titel des deutschen Jugendmeisters im Sprechzaubern eingebracht.

Der Ruf des jungen Zauberers reicht längst über Bobingen hinaus: Kürzlich trat er zum Landestag der Verkehrssicherheit am Odeonsplatz in München auf, wo er Innenminister Joachim Herrmann so stark beeindruckte, dass er ihn zu einem persönlichen Besuch einlud.

In diesem Jahr, vom 14. bis 16. Oktober, steht in Idar-Oberstein wieder die deutsche Jugendmeisterschaft der Zauberer an. Phil Rice hat sich vorgenommen, den Titel zum dritten Mal zu holen. „Das ist noch nie jemandem gelungen“, erzählt der Gymnasiast. Gleichzeitig wird es seine letzte Teilnahme an der Jugendmeisterschaft sein, denn er wird bald 18 Jahre alt und visiert dann die Zaubermeisterschaft der Erwachsenen an.

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80 bis 90 Teilnehmer bei der Jugendmeisterschaft

Bei der Meisterschaft im Vorjahr hatte Phil die Situation beim Ziehen der Lottozahlen nachgestellt und die Jury aus bekannten Zauberern mit der perfekten Vorhersage der gezogenen Zahlen überzeugt. In diesem Jahr will er sich dem Thema Gesundheit, Ernährung und Sport widmen – wobei es natürlich nicht allzu ernst zugehen wird, wie der junge Zauberer schmunzelnd verrät: „Das Programm ist sehr witzig. Ich trete diesmal in Interaktion mit dem Publikum und ich habe einige Überraschungen eingebaut.“ In den Sommerferien bereitet er sich intensiv auf die Meisterschaft vor, probt manchmal den ganzen Tag lang. „Während der Schule habe ich dafür weniger Zeit“, sagt er.

Beim Wettbewerb hat er eine starke Konkurrenz. Es werden etwa 80 bis 90 Teilnehmer bei der Jugendmeisterschaft sein. Die Zauberer kennen sich untereinander und sind befreundet. Einen „Angstgegner“ habe er nicht. Und Phil Rice hat eine eigene Methode, unmittelbar vor dem Wettbewerb die dringend notwendige Ruhe zu bewahren: „Ich schaue mir die Vorführungen der Anderen nicht an, sondern ziehe mich zurück und gehe mein Programm immer wieder durch.“ Bei diesem dritten Wettbewerb hat ihn wirklich der Ehrgeiz gepackt. Während Philipp Reisner anlässlich seiner ersten und zweiten Teilnahme noch bemerkte, dass er weniger an den Sieg denkt, sondern auf die Erfahrungen und die Atmosphäre der Meisterschaft gespannt sei, strebt er dieses Mal den Sieg an. „Ich bin super gespannt, ob es mir tatsächlich gelingt, das ,Triple’ nach Bobingen zu holen. Die Mitstreiter sollen extrem stark sein in diesem Jahr und mein Programm hat sich auch noch geändert. Aber ich gehe trotzdem aufs Ganze und möchte es schaffen“, sagt er.

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