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Königsbrunn

17.10.2020

Wie geht es nach dem Ende des Real-Markts in Königsbrunn weiter?

Der Real-Supermarkt in Königsbrunn schließt Ende Januar, derzeit wird der Parkplatz modernisiert.
Bild: Adrian Bauer

Plus Die Schließung des Real-Supermarktes in Königsbrunn ist beschlossene Sache. Wie der Markt abgewickelt wird und welche Verhandlungen hinter den Kulissen laufen.

Im vergangenen März wurden die Befürchtungen vieler Mitarbeiter des Königsbrunner Real-Marktes Wirklichkeit: Die Filiale an der Föllstraße/Hunnenstraße wird im Zuge des Umbaus des Konzerns geschlossen. Am 31. März 2021 gehen in dem großen Markt endgültig die Lichter aus. Letzter Verkaufstag wird am Samstag, 30. Januar, sein. Im Vorfeld wird es einen Abverkauf der Waren und Rabattaktionen geben. Danach würden in dem Gebäude noch Reinigungs- und Rückbauarbeiten erledigt, teilt die Pressestelle von Real mit.

79 Angestellte sind aktuell noch in dem Königsbrunner Markt beschäftigt. Mit den zuständigen Arbeitnehmervertretern habe man Abfindungen und einen Sozialplan ausgehandelt, heißt es weiter. In diesem Zusammenhang sei auch die Weiterbeschäftigung an anderen Standorten angeboten worden.

Standort war wohl ursächlich für Abschied des Real-Markts aus Königsbrunn

Die Zukunft der Immobilie steht weiterhin in den Sternen. Seit dem Sommer werden die lange genehmigten Arbeiten zur Neugestaltung des Parkplatzes erledigt. Bereits im Sommer 2017 hatten die Königsbrunner Stadträte dazu ihre Zustimmung erteilt. Ein Jahr später wurde das alte Parkdeck abgerissen. Nun läuft der nächste Bauabschnitt.

Dabei entstehen auf der Südseite des Marktes neue und größere Stellplätze, um den größeren Autos Rechnung zu tragen. Um die nötige Zahl an Stellplätzen vorweisen zu können, nutzen der Besitzer des Areals, die Saller-Gruppe, die vorliegenden Flächen vollständig aus. Ob auch das genehmigte Parkdeck in Angriff genommen wird, dazu gibt die Immobilienfirma keine Auskunft.

Auch bei Fragen nach der Zukunft des Areals insgesamt hält sich der Immobilienentwickler bedeckt. Seit Jahren wird nach einer Nachnutzung für das ehemalige Hin&Mit-Möbelhaus gesucht. Doch abgesehen davon, dass statt dem "Hin&Mit"-Schriftzug nun "Real" auf der grauen Fassade steht, ging wenig vorwärts. Gerüchte über angeblich interessierte Firmen und Mieter gab es viele. Auch Real hatte sich eine Aufwertung des Standorts gewünscht. Geklappt hat es letztlich nicht, was dem Vernehmen nach einer der Gründe für den Abschied des Handelsunternehmens aus Königsbrunn war.

Saller-Gruppe hat ein gefälliges Zukunfts-Konzept in der Tasche

Dabei hat die Saller-Gruppe durchaus ein gefälliges Zukunftskonzept in der Tasche. 2019 wurde unter dem Namen "Das Kö" eine Planung für ein Gebäude mit Glasfassade, begrüntem Dach, Büro- und Ladenflächen, Gastronomie und Fitnessstudio vorgelegt. Mieter wurden bislang nicht präsentiert.

Das Augsburger Büro des Immobilienunternehmen Engel&Völkers hat das "Kö" ins Portfolio aufgenommen. "Der umfangreiche Sanierungsbeginn erfolgt in den nächsten Monaten, die Fertigstellung ist für das 2. Quartal 2021 geplant", heißt es in der Objektbeschreibung. Die Nettomiete wird mit günstigen 6,50 und 13,50 Euro pro Quadratmeter angegeben. Bei Grundriss- und Flächengestaltung sowie der gewünschten Größe gebe es je nach Mieterwunsch individuelle Anpassungsmöglichkeiten.

Wie groß das Interesse an dem Projekt ist, dazu hält sich die Saller-Gruppe bedeckt: Man sei auf einem guten Weg "für eine langfristige und florierende Nutzung unserer Liegenschaft in Königsbrunn", heißt es auf Nachfrage unserer Redaktion: "Konkretes erfahren Sie, sobald alle Verhandlungen abgeschlossen sind und wir ganz konkrete und belastbare Termine nennen können." Einen groben Zeitplan für die Umsetzung gebe es, allerdings werde man mit Zahlen und Fakten erst an die Öffentlichkeit treten, wenn diese feststehen.

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