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Graben

03.01.2018

Wie sich die Jugendsozialarbeit wandelt

Kurzzeitig saß der Jugendreferent Matthias Schäfer auf dem Sitz des Bürgermeisters Andreas Scharf, der stehend noch einige Fragen zur Jugendarbeit stellte.
Bild: Hieronymus Schneider

Eine stationäre Anlaufstelle wird wichtiger. Der Gemeinderat diskutiert auch über den Lagerlechfelder Friedhof.

Der Gemeinderat Graben beschäftigte sich auf seiner vergangenen Sitzung mit den Änderungen in der Jugendsozialarbeit. Matthias Schäfer informierte das Gremium über sein erstes Jahr als Kinder- und Jugendreferent. Er hat diese Aufgabe im Oktober 2016 als Elternzeitvertretung von Angela Bschorr übernommen. Neben der Schulsozialarbeit und Kindergartenbesuchen war die offene Jugendarbeit der Schwerpunkt. Schäfer stellte aufgrund der festen Öffnungszeiten des Jugendhauses einen Wandel von der aufsuchenden Streetworker-Arbeit hin zur stationären Betreuung fest. Die Jugendlichen kämen gerne dorthin, gleichwohl wurden Außenaktionen wie die wöchentliche Basketballgruppe oder ein Graffiti-Workshop durchgeführt. Das neue Jahr wird mit einem Poetry Slam im Januar beginnen. Dann wird auch der neue Streetworker Sebastian Finkenberger dabei sein, der die seit Oktober verwaiste Stelle von Herbert Haseitl übernehmen wird. Schäfer kündigte an, dass im nächsten Jahr die Nutzungsregelungen des Jugendhauses neu konzipiert und die gemeinsame Homepage junges-lechfeld.de fertiggestellt werden sollen.

Friedhof

Bei der Planung für den Lagerlechfelder Friedhof wurden zwei Entwürfe für die Gestaltung des bisherigen westlichen Haupteingangs vorgelegt. Die erste Variante sieht eine schlichte Gestaltung ohne Überdachung vor, die zweite einen repräsentativeren überdachten Eingangsbereich. Die Räte wollten sich noch nicht für eine Variante entscheiden, zumal die Frage aufgeworfen wurde, ob der Haupteingang nicht besser auf die Ostseite zur Kirche und Wohnbebauung hin verlegt werden sollte.

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Bauleitplanung

 Über den Antrag der Gemeinde, östlich des Hauptortes Graben Wohnbauflächen zu ermöglichen, wird der regionale Planungsverband entscheiden. Dazu ist ein Verfahren zur Aufhebung des Lärmschutzbereichs der Zone C notwendig. Bürgermeister Andreas Scharf sprach sich für die Fortführung der Bauleitplanung unabhängig von der Entscheidung der Bundesregierung über den weiteren Flugbetrieb am Bundeswehrstandort aus. Zusammen mit der Gemeinde Kleinaitingen wurde der Flächennutzungsplan geändert. In einem interkommunalen Gebiet im Bereich des alten Gutshofs soll vielleicht gebaut werden. Dafür wurden Ausgleichsflächen bestimmt.

Ladestationen für Elektrofahrzeuge

Der Vertrag mit der Lechwerke AG (LEW) zur Aufstellung einer Ladesäule wurde einstimmig angenommen. Als Standort wurde die Sporthalle dem ursprünglich angedachten Parkplatz am Rathaus vorgezogen. Zusätzlich wurde mit der Gemeinde Untermeitingen ein weiterer Standort in der Bahnhofstraße in Lagerlechfeld beantragt. Die Kosten für die Gemeinde betragen monatlich 66 Euro.

Rufbus

Trotz kontinuierlich sinkender Benutzerzahlen seit der Einführung im Jahr 2015 ist der Augsburger Verkehrsverbund (AVV) mit der Akzeptanz der Rufbuslinie Schwabmünchen-Lechfeld zufrieden. Der Rufbus weise mit durchschnittlich neun Fahrgästen pro Tag höhere Fahrgastzahlen auf als der Linienverkehr. Die Erprobung des Rufbusses endet mit Ablauf des Jahres 2018. Über die weitere Entwicklung ab 2019 wäre laut Scharf vor den Verhandlungen mit dem AVV eine gemeinsame Abstimmung der Lechfeldgemeinden sinnvoll. Angesichts der Kostensteigerung stelle sich laut Scharf die Frage, ob der Rufbus modifiziert oder zugunsten einer Erweiterung des Linienverkehrs eingestellt werden soll.

WLAN an öffentlichen Einrichtungen

Der Gemeinderat war sich darüber einig, für das Bürgerhaus einen Antrag zur Einrichtung eines WLAN-Hotspots im Förderprogramm des Freistaates Bayern zu stellen. Solche für die Nutzer kostenlosen Angebote bestehen bereits beim Kulturzentrum und in der Sporthalle.

Ökostrom für gemeindliche Einrichtungen

Die Entscheidung aus der vorangegangenen Sitzung, sich an der Bündelausschreibung des Bayerischen Gemeindetages für Normalstrom zu beteiligen, wurde nach Vorlage der genauen Mehrkosten revidiert. Nach der nun vorliegenden Kostentabelle kommt der hundertprozentige Ökostrom nur um etwa 380 Euro pro Jahr teurer als der Normalstrom. Die Jahresrechnung für die Gemeindegebäude und die Straßenbeleuchtung käme bei Ökostrom auf insgesamt 73930 Euro. „Aufgrund des nur marginalen Preisunterschieds von weniger als einem Prozent sollte die Gemeinde im Sinne des Klimaschutzzieles der Bundesregierung nur Ökostrom kaufen“, schlug Scharf vor. Der Gemeinderat beschloss daraufhin mit acht zu fünf Stimmen, sich an der Ausschreibung für Ökostrom zu beteiligen.

Weitere Beschlüsse

 Die Gemeindebroschüre soll nach drei Jahren neu aufgelegt und aktualisiert werden. Die Finanzierung soll über Werbeanzeigen unterstützt werden. In nicht öffentlicher Sitzung wurde die Anschaffung eines VW-Caddys im Wert von 16800 Euro beschlossen. Zudem stimmte das Gremium der Modernisierung des EDV-Netzwerkes im Rathaus und dem Kauf eines Minibaggers zusammen mit den Gemeinden Untermeitingen, Klosterlechfeld und Obermeitingen für 42500 Euro zu.

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