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Kommunalwahl 2020

14.03.2020

Wie wirkt sich Corona auf die Wahl im Landkreis Augsburg aus?

Wegen der Corona-Krise sind die Wahlämter angehalten, sich an Hygienevorschriften zu halten. Wahlhelfer müssen sich entsprechend vorbereiten.
Bild: Philipp Schröders (Archiv)

Das Corona-Virus überschattet auch die Kommunalwahl. Wahlhelfer bereiten sich aufgrund des Virus mit speziellen Maßnahmen auf Sonntag vor.

Das Landesgesundheitsamt verschickte in dieser Woche ein Schreiben mit Anweisungen und Informationen an alle Gemeinden in Bayern zur Kommunalwahl. Schon vergangene Woche schrieb das Landratsamt: Die Wahlämter sind angehalten, sich an Hygienevorschriften zu halten. Die Wahlämter im Augsburger Land haben darauf reagiert und besondere Maßnahmen ergriffen.

„Wir haben Einweghandschuhe, Seife und Desinfektionsmittel bestellt“, sagt Andreas Lindner, stellvertretender Wahlleiter in Bobingen. Die Gemeinde hat die Mitarbeiter auf den Umgang mit dem Coronavirus vorbereitet: „Für den Wahlvorsteher, den Vertreter und den Schriftführer hatten wir eine Schulung, wie die Wahl generell zu handhaben ist.“ Außerdem werden Infoblätter ausgehängt und Seife sowie Einmalhandschuhe verteilt.

Die Handschuhe sind einem Schreiben des Gesundheitsamtes zufolge allerdings umstritten, denn sie würden ein falsches Gefühl von Sicherheit vermitteln. Das Wichtigste sei dem Schreiben zufolge, dass sich die Wahlhelfer regelmäßig die Hände waschen.

Wie wirkt sich Corona auf die Wahl im Landkreis Augsburg aus?

Unerschrockene Wahlhelfer

In Langenneufnach werden die Empfehlungsschreiben in den Wahllokalen ausgehängt. Schulen, in denen am Sonntag der Stimmzettel abgegeben werden kann, werden nach der Wahl gereinigt. Die Stühle werden zwischendurch mit Desinfektionsmitteln gesäubert.

Die Wahlhelfer vor Ort schreckt das Coronavirus nicht ab. „Ich habe einen oder zwei Anrufe von Wahlhelfern bekommen, die nach dem Ablauf gefragt haben“, sagt Roland Krätschmer, Wahlamtsleiter in Königsbrunn. Bisher habe aber noch niemand abgesagt. Auch in Königsbrunn hält man sich an die allgemeinen Gesundheitsvorschriften. Die Stadt hat Einmalhandschuhe und Einmaltücher besorgt. Krätschmer möchte es aber nicht übertreiben. „Das Landesamt hat uns empfohlen, den Wähler nicht mit überzogenen Maßnahmen zu verunsichern“, sagt der Königsbrunner Wahlamtsleiter.

Die Gemeinde Großaitingen rechnet ebenfalls mit keinerlei Ausfällen. „Bislang stehen alle Wahlhelfer bereit“, sagt Bürgermeister Erwin Goßner. Eine spezielle Raumdesinfektion nach der Wahl sieht das Landratsamt nach Angaben von Goßner nicht vor.

Hilflosigkeit in Gablingen

In Meitingen haben dagegen bereits drei Wahlhelfer abgesagt. Vereinzelte Absagen seien nach Angaben von Wahlleiter Bruno Höfer aber normal – auch ohne die Ausnahmesituation aufgrund des Coronavirus. Besondere Maßnahmen ergreift die Gemeinde in jedem Fall: „Unser Personal wird darauf achten, dass nicht so viele Personen gleichzeitig im Wahllokal sind und die Vor- und Nachbesprechung der Menschen draußen stattfindet“, sagt Höfer und fügt an: „Das Wichtigste ist die Handhygiene der Wahlhelfer.“ In Meitingen wird man Desinfektionstücher benutzen und die Wahlkabinen auch zwischendurch säubern. Die Wahllokale in Kindergärten werden nach der Kommunalwahl gereinigt.

An die Vorschriften der Gesundheitsämter hält sich auch das Wahlamt in Gablingen. Dort ist man aber generell besorgt: „Eine gewisse Hilflosigkeit ist da“, heißt es auf Nachfrage aus dem Rathaus.

Und eine Besonderheit wegen des Coronavirus gilt am Sonntag bayernweit: Ausnahmsweise dürfen Wähler ihren eigenen Stift in die Wahlkabine mitbringen.

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