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Kleinaitingen

12.12.2019

Wieder Ärger um die Lechfeldstraße

Die sogenannten Verkehrswächter in der Kleinaitinger Lechfeldstraße und die angebrachten Markierungen sind nicht nur im Gemeinderat umstritten. Eine Lösung ist noch nicht gefunden.
Bild: Michael Lindner

Poller und Markierungen sorgen im Gemeinderat für Diskussionen. Warum die Beratung abgebrochen wird und welche Änderung es an der Hauptstraße geben soll.

Die Verkehrsführung und Parksituation in der Lechfeldstraße in Kleinaitingen erhitzt seit Monaten die Gemüter. Gänzlich unterschiedlicher Meinung sind beispielsweise Bürgermeister Rupert Fiehl und Dritte Bürgermeisterin Marga Dorfmiller-Kapetanopulos. In der jüngsten öffentlichen Gemeinderatssitzung wurde die Beratung sogar abgebrochen.

Ende 2018 wurden in der Lechfeldstraße sogenannte Verkehrswächter (Poller) zur Regelung der Verkehrssituation aufgestellt und Markierungen auf der Straße angebracht. Diese neue Situation wurde nun bei der Verkehrsschau zusammen mit einem Vertreter der Verkehrsbehörde beim Landratsamt und der Verkehrspolizeiinspektion Augsburg besichtigt. Seitens der Gemeinde nahmen Zweiter Bürgermeister Artur Dachs, Dritte Bürgermeisterin Dorfmiller-Kapetanopulos und einige Gemeinderäte teil. Dabei wurde angemerkt, dass die vor den Verkehrswächtern angebrachten Markierungen nicht den Vorschriften entsprechen.

Dritte Bürgermeisterin will Poller in der Lechfeldstraße entfernen lassen

Dorfmiller-Kapetanopulos zog daraus den Schluss, dass die gesamte Anbringung übertrieben und nicht korrekt sei. Sie sprach sich wie schon vor einigen Monaten klar für deren Beseitigung aus. Ihrer Meinung nach erschweren die Poller die Übersicht an der Einmündung der Frühlingstraße.nGanz anderer Meinung war Bürgermeister Rupert Fiehl. Er wies darauf hin, dass die Aufstellung der Verkehrswächter und die Markierung damals mit der Polizei und der Fachfirma abgestimmt worden seien. „Seitdem gab es keine Beschwerden von Busfahrern und Landwirten mehr, dass sie wegen parkender Fahrzeuge nicht durchkommen“, sagte Fiehl. Auch die Begrenzung auf 30 Stundenkilometer werde seiner Meinung nach überwiegend beachtet. Dies belegte Fiehl mit den Aufzeichnungen der seit Mai 2019 installierten Geschwindigkeitsanzeige. Demnach fahren 85 Prozent mit 35 Stundenkilometern oder weniger, die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei 27 Stundenkilometern – wobei auch abbiegende Fahrzeuge mitgezählt wurden. Einige Ausreißer nach oben gibt es allerdings auch: Der schnellste wurde mit 84 Stundenkilometern gemessen.

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"Parksituation wurde nicht besser" in der Lechfeldstraße in Kleinaitingen

Herbert Schmid (FWV) gab dem Bürgermeister darin Recht, dass die Verkehrswächter zusammen mit der elektronischen Messung zur Geschwindigkeitsreduzierung beitragen. „Die Parksituation wurde dadurch aber nicht besser“, sagte Schmid. Fiehl sprach sich für die Beibehaltung der Poller und für zusätzliche Halteverbote auf der gegenüberliegenden Seite aus.

Eine von Dorfmiller-Kapetanopulos verlangte Abstimmung des Gemeinderats verweigerte der Bürgermeister und verwies die Angelegenheit an den Arbeitskreis Bau und Verkehr. „Es gibt keinen Arbeitskreis Bau und Verkehr, sondern nur einen Arbeitskreis Bau und Umwelt“, widersprach die Dritte Bürgermeisterin. Die weitere Beratung wurde abgebrochen. Ein Arbeitskreis soll sich jetzt mit dem Thema beschäftigen.

Bei den beiden anderen Themen der Verkehrsschau herrschte dagegen Einigkeit im Gemeinderat. Die beidseitige Aufstellung des Ortsschildes am südlichen Ortseingang der Kreisstraße A16 wurde nicht für notwendig gehalten, da die dortige Geschwindigkeitsanzeige eine bessere Wirkung erziele. Dagegen wurde eine neue Fahrstreifenbegrenzung als durchgehende Linie in der Ortsdurchfahrt bis auf einen gegenstimme befürwortet. Mit dieser nur an den Grundstücksein- und -ausfahrten unterbrochenen Linie soll das verkehrsbehindernde Parken unterbunden werden. Die Entscheidung über die Anbringung dieser Markierung liegt aber beim Landratsamt, da es sich um eine Kreisstraße handelt.

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