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Königsbrunn

04.04.2019

Windpocken an Gymnasium: Das sagen Betroffene

Am Gymnasium Königsbrunn haben zwei Kinder Windpocken. Deswegen überprüfte das Gesundheitsamt den Impfstatus ihrer Mitschüler.
Bild: Lukas Schulze, dpa (Symbolbild)

Plus In Königsbrunn dürfen bis Ostern nur diejenigen zum Unterricht, die gegen die Krankheit immun sind – und das rechtzeitig meldeten. Eltern beschweren sich.

Am Gymnasium Königsbrunn sind die Windpocken ausgebrochen. Alle Schüler, die nicht nachweislich immun gegen die Krankheit sind, müssen bis Ostern zu Hause bleiben , verordnete das Gesundheitsamt. Das verärgert einige der Eltern betroffener Kinder. Laut Schulleiterin Eva Focht-Schmidt gingen mehrere Beschwerden am Gymnasium ein, weil nach Meinung der Eltern Kinder zu Unrecht vom Unterricht ausgeschlossen würden.

Letztlich entscheidet das Gesundheitsamt

Der Leiterin sind die Hände gebunden: Wer in die Schule darf und wer nicht, entscheidet das Gesundheitsamt. „Deswegen haben wir die Eltern an die Behörde weitergeleitet“, berichtet Focht-Schmidt. Etwa 30 bis 40 Schüler seien nach aktuellem Stand vom Unterricht ausgeschlossen.

Eine Betroffene ist die Tochter der Bobingerin Ivonne Ammann. Das Mädchen ist weder geimpft noch hatte es bereits Windpocken. „Am Mittwoch war meine Tochter noch in der Schule, abends kam dann der Anruf, dass sie ab Donnerstag zu Hause bleiben muss“, berichtet Ammann.

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Sie selbst habe gar nichts dagegen, ihre Tochter impfen zu lassen. Eine Windpocken-Impfung sei sogar geplant gewesen, aber für den aktuellen Fall sei das eben zu spät. Ivonne Ammann sieht die Angelegenheit gelassen: „Es gibt Schlimmeres. Andere Kinder haben tatsächlich schwere Krankheiten und können ein ganzes Jahr nicht zur Schule gehen“, relativiert sie die sieben Schultage bis zu den Osterferien.

Eltern können Impfschein nachliefern

Der Sprecher Jens Reitlinger vom Landratsamts Augsburg betont, dass das Gesundheitsamt auch nachträglich noch Nachweise für Impfungen und Krankheiten akzeptiere. Wenn Eltern also nur die Frist verpasst haben, können sie nachliefern und die Behörde hebt das Schulverbot umgehend auf.

Bereits an zwei weiteren Schulen im nördlichen Landkreis gingen in jüngster Vergangenheit Windpocken um. Unter anderem in Diedorf. Damals habe es jedoch ausgereicht, den Impfstatus einzelner Klassen zu überprüfen, sagt Reitlinger. Er stellt klar, dass es keine Impfpflicht gibt, weder für Schüler noch für Lehrer.

Es geht auch um den Schutz Erwachsener

Weniger Aufregung verursachte der Vorfall in Königsbrunn bei Cornelia Stronz. Ihre Tochter besucht das Gymnasium und ist gegen Windpocken geimpft. Sie habe den Zettel ausgefüllt und den Impfnachweis beigelegt, damit sei für sie das Thema erledigt gewesen. Impfungen halte sie für eine wichtige Sache: „Bei Windpocken geht es noch, wenn sich jemand nicht impft. Aber wenn es zum Beispiel um die Masern geht, wird die Sache ernst.“

Anja Wagner vom Elternbeirat des Gymnasiums stört sich daran, dass sich manche über die Schulverwaltung aufregten. „Die Schule ist nur ausführendes Organ, das Gesundheitsamt bestimmt“, sagt sie. Dessen Vorgehen finde sie sehr drastisch, verstehe es aber wegen des Risikos, dass sich auch Erwachsene anstecken.

Was ein Kinderarzt dazu rät. Und das sagt unser Autor dazu.

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Die Diskussion ist geschlossen.

05.04.2019

Es ist eine Frechheit, was da heute zelebriert wird! Es geht schon gar nicht mehr um Tetanus, Mumps, Masern, Röteln - nein, es geht um Windpocken. Hier will man ganz offensichtlich ein Exempel statuieren um Eltern klar zu machen, dass sie gegen alles, was es auf dem Pharmamarkt gibt, gefälligst zu impfen haben. Und da schließt man gut und gerne einfach mal 30-40 Schüler*innen über eine Woche vom Unterricht aus. Umgekehrt aber, wenn diese Schüler*innen einmal im Monat einen Freitag Vormittag für unser aller Zukunft demonstrieren gehen, dann droht man mit allem Möglichen. Absolut kranke Welt voller Doppelmoral. Da wird Panik gemacht, wo es keiner bedarf und dort, wo es einer bedarf, wird versucht herunterzuspielen.

Über die Windpocken-Impfung darf man nämlich sehr wohl geteilter Meinung sein. Es besteht durchaus der berechtigte Verdacht, dass seit Anstieg der Windpocken-Impfung die Fälle von Gürtelrose im Erwachsenenalter gestiegen sind. Deshalb wird nun natürlich auch noch überlegt, die Gürtelrose-Impfung zu empfehlen. Dass der Körper aber über ein eigenes Immunsystem verfügt, das einen Schutz gegen das Varizella-Zoster-Virus aufbauen kann, interessiert wohl niemanden mehr.

Einige Impfungen sind unerlässlich. Aber generell alles als Impfpflicht verkaufen zu wollen dient meines Erachtens lediglich großen Konzernen und nicht der Gesundheit unserer Kinder.

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05.04.2019

Genau so schaut es aus!
Irgendwann kommt noch die flächendeckende Durchimpfung mit dem ewigen Leben - aber vorher noch die entsprechende Angst-Einimpfung um ja alle gründlichst zu erfassen!
Niemand stellt die Frage warum sich die chronischen Erkrankungen rasant ausbreiten und Kinder bereits mit schweren Gen-Defekten oder schon mit Krebsvarianten zur Welt kommen. Für alles und jedes gibt es (angeblich) das "passende" Mittelchen aus der Pharmaapotheke. Wenn eines nicht reicht, das tut es selten, dann eben mehr, so lange bis alle Schubladen zum Bersten voll sind damit und die Patienten nur noch als lebende Arzneihüllen durch die Gegend wandeln, sofern sie dazu noch in der Lage sind.
Eigentlich müssten wir, wenn man den medizinischen Einsatz und Aufwand dagegen stellt, die gesündesten Menschen auf diesem Globus sein - keine Spur, das pure Gegenteil ist der Fall, die explodierenden Kosten im Gesundheitswesen sprechen eine andere Sprache.
All jene, die sich so vehement für Impfungen, Prophylaxen und zweifelhafte Suppressionen einsetzen müssten bei zu erwartenden Entgleisungen bzw. bei den Aktionen bewusst in Kauf genommenen negativen Reaktionen zur Rechenschaft gezogen werden. Passiert aber nicht, da man sich hinter dem Schutzschild der Pharmaindustrie in Sicherheit bringt.

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