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25.06.2009

"Wir sind von der Finanzkrise nicht betroffen"

Schwabmünchen Während viele Banken angesichts der Finanzkrise zu kämpfen haben, steht die Raiffeisenbank Schwabmünchen gut da: Sie kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2008 zurückblicken. "Wir sind von der Krise nicht betroffen", betonte Aufsichtsratsvorsitzender Hans Haußmann jetzt auf der Vertreterversammlung in der Schwabmünchner Stadthalle.

Die Bilanzsumme der Genossenschaftsbank lag Ende 2008 bei rund 226,5 Millionen Euro - 5,1 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Dieser vergleichsweise hohe Anstieg lasse sich, so Vorstandsvorsitzender Günther Wölfle, auf die Unsicherheit vieler Kunden nach der Finanzkrise zurückführen: Anstatt auf Kapitalmärkten zu investieren, setzen sie lieber auf konservative Sparformen.

Größte Einnahmequelle der Raiba waren 2008 rund 11,3 Millionen Euro aus Zinsen für Kredite an Kunden (insgesamt 162,5 Millionen Euro). Auf der Seite der Ausgaben waren mit rund 5,5 Millionen Euro die Zinszahlungen für die Einlagen der Kunden (187,3 Millionen Euro) der größte Posten. Hierzu gehören neben Sichteinlagen (Girokonten) und Termineinlagen auch Spareinlagen mit rund 60,9 Millionen Euro.

Vom positiven Geschäftsjahr profitieren deutlich die aktuell 5060 Mitglieder der Raiffeisenbank: Die Genossenschaftsbank schüttet bei rund 693 000 Euro Bilanzgewinn wieder eine Dividende von sechs Prozent auf die Geschäftsanteile der Mitglieder aus - das sind mit etwa 200 500 Euro rund 30 Prozent ihres Bilanzgewinns.

"Wir sind von der Finanzkrise nicht betroffen"

"Es gibt in Schwaben keine Raiffeisenbank, die mehr auszahlt", stellte Franz Euring fest, der als Teamleiter des Genossenschaftsverbandes Bayern die Bücher der Bank geprüft hatte.

Raiffeisenbank trennte sich von rund 200 Mitgliedern

Erfreuliche Nachrichten, über die sich jedoch weniger Menschen als je zuvor freuen dürfen: In 2008 wandte die Raiffeisenbank eine neue Regelung ihrer Satzung an und trennte sich von rund 200 Mitgliedern, die außer den Anteilen keine Verbindung zur Bank pflegten. "In den Genuss unserer Dividende kommt nur, wer mit uns Geschäfte macht", begründete Wölfle diesen Schritt.

Unterdurchschnittlich präsentiert sich in der guten Bilanz das erwirtschaftete Eigenkapital der Bank von etwa 16,2 Millionen Euro. Mit insgesamt 7,15 Prozent liegt es immer noch knapp unter dem Mittelwert der bayerischen Raiffeisenbanken - der Durchschnitt soll jedoch bald erreicht werden: "Falls nichts Unvorhergesehenes passiert, stehen wir kurz davor", sagte Wölfle optimistisch. Bei der Vertreterversammlung wurde zudem der selbstständige Kaufmann Bernd Deckbar aus Untermeitingen in den Aufsichtsrat wiedergewählt.

Nach ihrer positiven Bilanz waren die Verantwortlichen der Raiffeisenbank zu Scherzen aufgelegt. "Wir schütten mehr aus als eine Dividende von sechs Prozent, nämlich noch eine Naturdividende", kündigte Haußmann an - zum Abschied gab es für jeden Besucher noch eine Tafel Schokolade.

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